Wall Street 24/7: Arthur Hayes sagt, dass die Aktienbewertung bis Ende 2026 im Krypto-Stil erfolgen wird

- Arthur sagt, dass die Preisfindung für Aktien bis Ende 2026 zu Perpetual-Märkten im Krypto-Stil wechseln wird.
- SGX, CBOE, Coinbase und Hyperliquid bestätigen bereits, dass TradFi das Perpetual-Modell kopiert.
- Das Perpetual-Design von BitMEX löste Probleme bei Hebelwirkung und Liquidität und trieb später den Aufstieg von Binance, FTX und Hyperliquid voran.
Arthur Hayes ist der Ansicht, dass sich die Stimmung im traditionellen Finanzwesen schnell gewendet hat. Weniger als zehn Jahre nach dem Launch von 100x-Hebel-Perpetuals durch BitMEX, für das man sich damals lustig machte, planen nun große traditionelle Börsen, dasselbe Produkt zu kopieren.
Er schrieb, dass die SGX in Singapur und die CBOE in den USA planen, bis Ende 2025 Perpetual-ähnliche Verträge zu starten. Im US-Privatanlegermarkt hat Coinbase bereits früher in diesem Jahr eine Version gelistet.
Arthur sagte auch, ein vorgeschlagener CFTC-Sandbox-Modus könnte bald neuen Firmen ermöglichen, die CME herauszufordern. Nach Jahren der Durchsetzung von Vorschriften gegen Krypto-Händler schrieb er, dass die CFTC nun die finanzielle Innovation unterstütze.
Arthur sagte, Perpetuals hätten Wall Street zu einem „Anpassen oder Versterben“-Moment gezwungen. Er sagte, das globale Derivatevolumen werde sich von befristeten Futures und Optionen zu Verträgen verschieben, die nie auslaufen. Das Ziel hinter den BitMEX-Perpetuals war einfach: ein Produkt, kein Verfallsdatum, ganztägiger Handel und ein tiefer Liquiditätspool. Er fügte hinzu, dass Hyperliquid derzeit einen Nasdaq-100-Aktien-Perpetual über sein HIP-3-Protokoll betreibt, das von einer Firma namens XYZ erstellt wurde, und dass dieser Vertrag bereits mehr als 100 Millionen Dollar pro Tag handelt.
Der BitMEX-Creator sagte, Aktien-Perpetuals werden das heißeste Produkt von 2026 sein und dass alle großen CEXs und DEXs sie im nächsten Jahr anbieten werden.
BitMEX baut den Perpetual unter Druck auf
Arthur schrieb, dass BitMEX im Mai 2015 fünf Mitarbeiter hatte: sich selbst, Ben Delo, Sam Reed, Greg Dwyer und Jinming Shao. OKCoin und Huobi kontrollierten damals etwa 95 % des Krypto-Derivatevolumens.
BitMEX bot 100x Hebelwirkung, hatte aber schwache Liquidität. Der liquideste Markt war damals ein quartalsweiser Future, der mit Bitcoin besichert war. BitMEX betrieb gleichzeitig tägliche, wöchentliche, monatliche und quartalsweise Verträge. Die Liquidität war zu dünn gesplittet.
Sie wollten ein Produkt ohne Verfallsdatum. Sie wollten auch etwas, das sich wie Margin-Trading anfühlte, damit die Nutzer nicht mehr nach Verfallsdatum und Basispreis fragten. Ben und Arthur baten Joseph Wang und Bhavik Patel um Ideen. Das Ergebnis ähnelte einer 1993 erstmals veröffentlichten Idee für einen Perpetual-Future.
Der erste XBTUSD-Perpetual startete im Mai 2016. Long- und Short-Positionen tauschten Bargeld basierend auf den Bitcoin- und Dollar-Finanzierungsraten aus dem Kreditmarkt von Bitfinex aus. Das Margin-System nutzte einen Versicherungsfonds plus sozialisierte Verluste, worüber das Team intern scherzte. Sie entfernten die täglichen und monatlichen Futures und behielten die Quartalsfutures. Die Support-Tickets explodierten. Händler sagten, sie würden die Finanzierung nicht verstehen. Viele forderten, das Produkt zu entfernen. Innerhalb des Unternehmens wollte eine Gruppe den Perpetual abschaffen.
Bitcoin stieg dann stark an. Arthur schrieb, dass die USD- und BTC-Kreditraten nicht schnell genug reagierten. Da Bitcoin täglich um 10 % bis 25 % stieg, handelte der Perpetual mit einem großen Aufschlag zum Spot-Preis. Er gab ein Beispiel: Wenn der Perpetual bei 1.000 $ und der Spot bei 500 $ handelt, zwingt die Basis von 500 $ Long-Positionen zu zusätzlicher Margin. Er schrieb, dass BitMEX Positionen zum Spot-Preis markierte, um sozialisierte Verluste zu vermeiden, was das Trading teuer machte.
Arthur behob das Problem, indem er einen Lookback-Index erstellte, der den vorherigen Aufschlag in die nächste Finanzierungsrate umwandelte. Wenn der Perpetual acht Stunden lang 1 % über dem Spot handelte, zahlten Long-Positionen bei der nächsten Finanzierungszeit 1 % an Short-Positionen. Die Finanzierung war auf 75 % der Maintenance-Margin oder 0,5 % gedeckelt. Bei stündlicher Finanzierung sagte er, erreiche das tägliche Maximum etwa 4,2 %.
Privatanleger-Hebelwirkung und Aktien-Perpetuals gehen global
Arthur schrieb, dass Perpetuals die beiden wichtigsten Bedürfnisse der Privatanleger gelöst haben: Hebelwirkung und Liquidität. Privatanleger haben keinen Zugang zu hoher Hebelwirkung an traditionellen Börsen, daher weichen viele auf CFDs oder kurzfristige Optionen aus. Optionen bewegen sich nicht eins-zu-eins mit dem Preis. Futures und Perpetuals tun dies. Er sagte, Perpetuals bieten eine saubere Preisexposition mit extremer Hebelwirkung.
Er schrieb, dass TradFi-Clearingstellen Verluste garantieren und daher Händler vor Gericht verfolgen. Im Krypto-Bereich kann ein Händler höchstens die hinterlegte Margin verlieren. Krypto-Margin-Systeme verlassen sich auf Versicherungsfonds und sozialisierte Verluste, da Blockchains Zahlungen nicht rückgängig machen können. Er sagte, Clearingstellen in traditionellen Märkten seien unterbesichert und könnten die Krypto-ähnliche Volatilität mit hoher Hebelwirkung nicht überstehen.
BitMEX startete mit 3x Hebelwirkung unter garantierter Abwicklung und handelte neun Monate lang fast ohne Volumen. Nach dem Wechsel zu sozialisierten Verlusten ging es im Oktober 2015 auf 100x, und die Volumens stiegen stark an. Arthur zitierte einen Händlervergleich: Eine 10-%-Bitcoin-Bewegung bei einem 100x-Perpetual mit 1 % Margin bringt 10x auf das Eigenkapital, während eine einmonatige Option mit 30er Volatilität nur etwa 3,1x bringt.
Aktien-Perpetuals werden offshore bereits mit mehr als 100 Millionen Dollar pro Tag gehandelt. Arthur schrieb, dass dies in die Milliarden gehen wird, und fügte hinzu, dass das Hedging am Wochenende bei politischen und militärischen Schocks auf 24/7-Aktien-Perpetuals umsteigen wird.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die globale Wirtschaft und geopolitische Ereignisse, die die Märkte beeinflussen. Sie hat für auf Blockchain spezialisierte Publikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierung und makroökonomische Trends verfasst. Sie hat die London School of Journalism besucht und dreimal Krypto-Marktanalysen in einem der führenden Fernsehsender Afrikas vorgestellt.
















