Die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA schlägt eine Allokation von bis zu 10 % Krypto-ETNs für Investmentfonds vor

- Die britische Finanzaufsichtsbehörde (Financial Conduct Authority) hat eine Obergrenze von 10 % für Krypto-ETN-Bestände in zugelassenen Publikumsfonds vorgeschlagen. Die Konsultationsphase läuft bis zum 13. Juli.
- Die Maßnahme würde UCITS-Fonds und die meisten Nicht-UCITS-Publikumsfonds betreffen, während professionelle Anlegerfonds von jeglicher Obergrenze ausgenommen wären.
- Dies folgt der Entscheidung der FCA für 2025, Privatanlegern den direkten Zugang zu Krypto-ETNs zu ermöglichen, und schließt eine Lücke, die regulierte Fonds bisher daran gehindert hat, dasselbe zu tun.
Die britische Finanzaufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) hat eine neue Regelung für Investmentfonds vorgeschlagen, die es ihnen ermöglichen würde, bis zu 10 % ihres Vermögens in Krypto-Börsennoten (ETNs) zu halten. Dieser Schritt zielt darauf ab, regulierte Fonds für Investitionen in digitale Vermögenswerte zu öffnen.
Dieser Vorschlag wurde im Rahmen des 52. vierteljährlichen Konsultationspapiers der FCA veröffentlicht; die Konsultationsfrist endete am 13. Juli.
FCA-Vorschlag
Laut dem veröffentlichten Vorschlag könnten Portfoliomanagern zugelassener Fonds Krypto-ETN-Positionen gestattet werden, solange deren Gesamtanteil 10 % des gesamten Vermögens nicht übersteigt. Fondsmanager müssten zudem nachweisen, dass ihre ETN-Bestände mit den Anlagezielen und dem Risikoprofil des Fonds übereinstimmen.
Die FCA hat eine Obergrenze von 10 % festgelegt, um das Risiko zu begrenzen und zu verhindern, dass Fonds bei höheren Allokationsniveaus in den Bereich der „eingeschränkten Massenmarktinvestitionen“ abgedrängt werden, was ihre regulatorische Einstufung als Einzelhandelsprodukte erschweren könnte.
Dem vorgeschlagenen Plan zufolge wird es Fonds gestattet sein, Krypto-ETNs zu halten, die an anerkannten Börsen in Großbritannien notiert sind. Produkte, die in der EU und anderen globalen Märkten gehandelt werden und die bestehenden Marktkriterien für die Zulassung erfüllen, dürften ebenfalls für eine Notierung in Frage kommen.
Mögliche Förderer des Vorschlags
Der Vorschlag umfasst ein breites Spektrum an Finanzinstituten und Investmentfonds, legt aber dennoch klare Grenzen fest, für wen er gilt und für wen nicht. Für bestimmte Anlageprodukte, die sich an professionelle Anleger und vermögende Privatpersonen richten, gäbe es keine Obergrenze für die Kapitalzuteilung.
Langfristige Vermögensfonds und Nicht-UCITS-Publikumsfonds, die als alternative Investmentfonds strukturiert sind, wären vollständig vom Halten von Krypto-ETNs ausgeschlossen.
Die Haltung der FCA zum direkten Besitz von Kryptowährungen hat sich jedoch kein bisschen geändert. Der Besitz von Kryptowährungen durch diese Fonds ist weiterhin ausgeschlossen. Fonds können nur über börsennotierte und zugelassene Krypto-ETNs investieren.
Die FCA erklärte, sie werde diese Position überdenken, nachdem sie geprüft habe, wie sich ihr bevorstehender regulatorischer Rahmen für Kryptowährungen und die Regeln zum Schutz von Kundengeldern auf die Fondsstrukturen auswirken.
Britischer Krypto-ETN-Markt
Der jüngste Vorschlag folgt auf eine Reihe von regulatorischen Änderungen. Die FCA hob im Oktober 2025 ihr Verbot für Privatanleger auf, in Krypto-ETNs zu investieren – eine Änderung, die einen vier Jahre lang geschlossenen Markt wieder öffnete. Finanzinstitute wie 21Shares, Bitwise, WisdomTree und BlackRocknotierten daraufhin physisch besicherte Bitcoin und Ether-Produkte an der Londoner Börse.
Im April 2026 wurde es britischen Anlegern erlaubt, Krypto-ETNs in Innovative Finance ISAs zu halten, nachdem die britische Steuerbehörde HMRC zuvor neue Käufe in herkömmlichen Aktien-ISAs blockiert hatte.
Der aktuelle Vorschlag schließt eine von der FCA als regulatorische Lücke angesehene Situation: Einzelne Privatanleger konnten bereits direkt auf Krypto-ETNs zugreifen, die Fonds, die ihr Geld verwalteten, jedoch nicht.
Jon Allen, Leiter für Innovation und operative Abläufe bei der Investment Association, bezeichnete den Vorschlag als „einen praktischen Schritt“, der es Fonds ermöglichen würde, über regulierte ETN-Produkte in Kryptowährungen zu investieren.
Dieser Schritt der britischen FCA steht im tracmit den jüngsten Trends in ganz Europa, wo die Aufsichtsbehörden in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden bereits ähnliche Finanzprodukte für Investmentfonds zugelassen haben.
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Opeyemi Olanrewaju
Opeyemi ist spezialisiert auf die Erstellung und Optimierung hochwertiger Inhalte mit Fokus auf Kryptowährungen, globale Finanzmärkte und Wirtschaft. Er absolvierte sein Medizinstudium (MBBS) an der Universität Ibadan. Er war Chefredakteur der Hochschulzeitung und zuvor bei CFA tätig. Seit über sechs Jahren trägt er als Nachrichtenredakteur bei Cryptopolitanmaßgeblich zur Einzigartigkeit des Magazins bei.
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