AKTUELLE NACHRICHTEN
FÜR SIE AUSGEWÄHLT

UK FCA warnt Premier-League-Teams vor der Annahme von Geldern von Krypto-Sponsoren

VonHannah CollymoreHannah Collymore 2 Min. Lesezeit
UK FCA warnt Premier-League-Teams vor der Annahme von Geldern von Krypto-Sponsoren
  • Die britische Financial Conduct Authority (FCA) hat an Premier-League-Vereine geschrieben und sie aufgefordert, Sponsoringverträge mit nicht autorisierten Krypto-Firmen zu beenden.
  • Die FCA warnt davor, dass Fans durch diese Verträge Geld verlieren könnten und Vereine rechtlichen Haftungsrisiken ausgesetzt sind. 
  • Nach einer Reihe gescheiterter Krypto-Sponsoringverträge im Sport müssen Vereine nun eine sorgfältige Prüfung ihrer finanziellen Sponsor durchführen oder mit regulatorischen Maßnahmen rechnen.

Die britische Finanzaufsichtsbehörde (FCA) hat Premier-League-Vereine gewarnt, keine Sponsoring-Verträge mit nicht autorisierten Krypto-Firmen und Handelsplattformen abzuschließen, da dies Fans und Vereine finanziellen Schaden zufügen könnte.. 

Die Aufsichtsbehörde betonte, dass Premier-League-Vereine, die Sponsoring-Verträge mit Krypto-Firmen und Handelsplattformen abschließen, die nicht in Großbritannien operieren dürfen, das Vertrauen von Millionen von Fans missbrauchen.  

Schließen Premier-League-Teams Verträge mit nicht autorisierten Unternehmen ab? 

Der Profifußball wird von Geld und Sponsoring-Verträgen angetrieben, die zur größten Einnahmequelle vieler Vereine geworden sind. Daher ist es für viele von ihnen sehr schwer, einem großen Scheck zu widersagen.

Manchester City, der ehemalige Premier-League-Meister, erzielte im Jahr 2025 aus kommerziellen und Sponsoring-Verträgen massive 408 Millionen Euro (475 Millionen US-Dollar), mehr als die 332 Millionen Euro, die der Verein aus dem Verkauf von TV-Rechten erhielt. 

Obwohl in der Warnung keine einzelnen Unternehmen genannt wurden, ist OKX, eine der weltweit größten Krypto-Börsen und Sponsor von Manchester City, nicht bei der FCA registriert und einigte sich darauf, über $500 Millionen zu zahlen, weil sie gegen US-Gesetze zur Geldwäschebekämpfung verstoßen hat.

Lucy Castledine, Direktorin für Verbraucherinvestitionen bei der FCA, sagte, dass Fußballvereine durch diese Partnerschaften nicht autorisierten Finanzfirmen erlauben, die Loyalität von Millionen von Fans auszunutzen, indem sie „potenziell unseriöse Produkte“ vor sie stellen. 

Es wird von britischen Fußballvereinen erwartet, dass sie vor der Unterzeichnung ordnungsgemäße Due-Diligence-Prüfungen für Finanzdienstleistungssponsoren durchführen und diese Prüfungen fortlaufend durchführen. Die FCA bestätigte auch, dass sie mit der britischen Regierung, der Premier League und der Independent Football Regulator zusammenarbeitet, um das Problem im gesamten Sport zu adressieren.

Was passiert, wenn Vereine die Warnung der FCA ignorieren? 

Die FCA nahm in ihrer Erklärung auf, dass Vereine, die Partnerschaften mit nicht autorisierten Firmen fortsetzen, potenziell „rechtlicher Haftung, Geldwaschrisiken und schwerwiegenden Reputationsschäden“ ausgesetzt sein werden. Einige Vereine wurden bereits bezüglich bestehender Partnerschaften kontaktiert. 

Die Maßnahmen der FCA werden durch eine Reihe vorheriger Vorfälle ausgelöst, bei denen nicht autorisierte Sponsoring-Verträge schlecht endeten. 

Zum Beispiel bestätigte FC Barcelona im November 2025 eine Partnerschaft mit der in Samoa registrierten Firma Zero-Knowledge Proof und beschrieb sie als Datenschutzprojekt. Innerhalb weniger Tage begann ZKP, einen Token-Verkauf zu bewerben. 

Barcelona war gezwungen, eine späte Nacht-Erklärung herauszugeben, in der es betonte, dass es „überhaupt keine Verbindung“ zum Token habe und dass keine Token-Aktivität in den Sponsoring-Vertrag aufgenommen wurde. Der ehemalige Barcelona-Direktor Xavier Vilajoana bat den Verein öffentlich, zu erklären, wie er den Deal geprüft hat.

In einem separaten Fall hatte FTX einen 19-jährigen Namensrechte-Deal im Wert von 135 Millionen US-Dollar mit Miami-Dade County für die Arena der NBA-Mannschaft Miami Heat abgeschlossen, einen 210-Millionen-US-Dollar-Deal mit der E-Sports-Organisation TSM und Sponsoring-Vereinbarungen mit der Formel-1-Mannschaft Mercedes-AMG Petronas, laut Stinson LLP. 

Alle drei Partner landeten schließlich in der Insolvenz, um ihre Verträge zu beenden.

Im Radsport beendete das professionelle Frauenteam Canyon//SRAM seine Partnerschaft mit der umstrittenen Krypto-Börse Zondacrypto am 2. Juni unter Berufung auf angebliche Vertragsbrüche. Das Team entfernt nun alle Sponsoring-Logos von seiner Ausrüstung, Kleidung und digitalen Plattformen.

Die FCA hat Unterstützer aufgefordert, jede Finanzdienstleistungsfirma in ihrem Online-Firmenprüfungs-Tool zu überprüfen, bevor sie deren Produkte nutzen. Jede Firma, die Finanzdienstleistungen erbringt und nicht im Register erscheint, ist nicht reguliert, und Verbraucher haben keinen regulatorischen Schutz, wenn etwas schiefgeht.

Lesen Sie nicht nur Krypto-Nachrichten. Verstehen Sie sie. Abonnieren Sie unseren Newsletter. Es ist kostenlos.

Häufig gestellte Fragen

Welche Vereine hat die FCA wegen Krypto-Sponsoringverträgen kontaktiert?

Die FCA gab an, sich primär an Premier-League-Vereine gewendet zu haben, nannte jedoch keine spezifischen Teams. Laut ihrer offiziellen Pressemitteilung hat sie bereits direkt mit Vereinen gesprochen, bei denen Bedenken geäußert wurden.

Was ist mit den Sportsponsoringverträgen von FTX passiert?

FTX schloss Verträge im Wert von Hunderten von Millionen Dollar mit Partnern ab, darunter eine 19-jährige Namensrechtevereinbarung über 135 Millionen US-Dollar für die Arena der Miami Heat, ein 210-Millionen-US-Dollar-Deal mit der E-Sport-Organisation TSM sowie eine Partnerschaft mit Mercedes-AMG Petronas in der Formel 1. Alle drei Partner beantragten gerichtliche Hilfe zur Aufhebung ihrer Verträge nach dem Zusammenbruch von FTX Ende 2022.

Wie können Fußballfans überprüfen, ob ein Krypto-Sponsor im UK autorisiert ist?

Die FCA rät Fans, vor der Nutzung von Finanzdienstleistungsunternehmen deren Online-Tool „Firm Checker

Diesen Artikel teilen

Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan.com übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf den auf dieser Seite bereitgestellten Informationen basieren. Wir empfehlen dringend, vor der Entscheidung für eine Anlage unabhängige Recherchen durchzuführen und/oder sich mit einem qualifizierten Fachmann beraten zu lassen.

Hannah Collymore

Hannah Collymore

Hannah ist Autorin und Redakteurin mit fast einem Jahrzehnt Erfahrung im Bloggen und in der Berichterstattung über Events im Krypto-Bereich. Bei Cryptopolitan arbeitet sie an der News-Seite und berichtet sowie analysiert die neuesten Entwicklungen in den Bereichen DeFi, RWA, Krypto-Regulierung, KI und Zukunftstechnologien. Sie hat ihr Studium an der Arcadia University mit einem Abschluss in Betriebswirtschaft abgeschlossen.

MEHR … NACHRICHTEN