eT oro, die 2007 gegründete Handelsplattform für Privatanleger, will nun offiziell in die erste Liga aufsteigen. Laut einem Bericht der Financial Times vom 17. Januar hat das Unternehmen vertrauliche Dokumente bei der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) eingereicht, dent einen Börsengang (IPO) in New York vorzubereiten.
Bericht peilen sie eine Bewertung von 5 Milliarden Dollar an, und dies könnte bereits im zweiten Quartal dieses Jahres geschehen
Warum eToro New York London vorgezogen hat
eToros größter Markt liegt in Großbritannien, doch das Unternehmen wendet sich von London ab – einem Markt, der laut CEO Yoni Assia nicht mehr den globalen Ambitionen des Unternehmens entspricht. In seinen eigenen Worten:
„Nur sehr wenige unserer globalen Kunden handeln mit britischen Aktien. Irgendetwas auf dem US-Markt schafft einen Pool sowohl hoher Liquidität als auch hoher Aufmerksamkeit für jene Vermögenswerte, die in den USA gehandelt werden.“
Im Jahr 2021 unternahm das Unternehmen den Versuch einer Fusion mit einer Special Purpose Acquisition Company (SPAC) im Wert von 10,4 Milliarden US-Dollar, die jedoch 2022 scheiterte. Assia erklärte die Gründe damals mit den Worten: „Die Märkte sind noch nicht so weit.“
Der SPAC-Boom, der einen schnellen und einfachen Zugang zu den öffentlichen Märkten versprach, war zu diesem Zeitpunkt bereits gescheitert. Im Jahr 2023 sammelte das Unternehmen in einer von Größen wie SoftBank und der Ion Group angeführten Finanzierungsrunde 250 Millionen US-Dollar ein.
Diese Finanzierungsrunde bewertete das Unternehmen mit 3,5 Milliarden US-Dollar. Mit der Unterstützung von Goldman Sachs, Jefferies und UBS geht eToro nun an die Wall Street.
Ein Börsengang (IPO ) beginnt, sobald das Unternehmen beschließt, an die Börse zu gehen. Meistens geht es dabei um den Kapitalbedarf für Expansionen oder darum, frühen Anteilseignern die Möglichkeit zu geben, ihr Eigenkapital in reales Kapital umzuwandeln. Sobald diese Entscheidung gefallen ist, werden im nächsten Schritt Emissionsbanken (wie beispielsweise Goldman Sachs) beauftragt.
Diese Banken ermitteln den Unternehmenswert, steuern die Aktienpreisgestaltung und begleiten den Börsengang. Anschließend werden die Finanzdaten des Unternehmens genauestens geprüft. Sämtliche Informationen – Bilanzen, Geschäftstätigkeit, Risiken – fließen in ein Registrierungsdokument ein, üblicherweise ein S-1-Formular, das bei der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) eingereicht wird.

