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KI-Speicher-Boom treibt SK hynix zu quartalsweisen Rekordgewinnen

VonMicah AbiodunMicah Abiodun 3 Min. Lesezeit
SK Hynix startet Aktienrückkauf über 28.6 Millionen Dollar nach Wertverlust der Aktie
  • SK hynix verzeichnete im zweiten Quartal einen operativen Gewinn von 60,5 Billionen Won – ein Rekordwert, der sich um 557 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhte, getrieben durch die hohe Nachfrage nach KI-Speicher. Der kumulierte Umsatz im ersten Halbjahr übertraf die Marke von 100 Billionen Won.
  • Samsung und Micron meldeten ebenfalls sehr starke Ergebnisse, was unterstreicht, dass der Ausbau von KI-Rechenzentren nun durch drei dominierende Speicheranbieter fließt.
  • Dieser Kapazitätswechsel treibt auch die Preise für DRAM und NAND in die Höhe, was IDC davor warnt, dass die Kosten für Smartphones und PCs bis 2027 steigen könnten.

SK hynix verzeichnete am Mittwoch rekordhohe Ergebnisse im zweiten Quartal, da die steigende Nachfrage nach High-Bandwidth-Speicher-(HBM)-Chips, die in KI-Servern verwendet werden, die Halbleiterindustrie weiterhin umgestaltet.

Der sidkoreanische Chiphersteller meldete Einnahmen von 79,3187 Billionen Won und einen operativen Gewinn von 60,5426 Billionen Won, was einem Anstieg von 257 % bzw. 557 % gegenuber dem Vorjahr entspricht. Die Einnahmen im ersten Halbjahr uberschritten erstmals in der Geschichte des Unternehmens die Marke von 100 Billionen Won.

Trotz der Rekordgewinne fielen die Aktien von SK hynix nach der Bekanntgabe, da die Anleger noch starkere Ergebnisse erwarteten, da die durch KI getriebenen Erwartungen seit Monaten gestiegen waren, was zeigt, wie hoch die Erwartungen in der KI-Chipindustrie gewachsen sind.

Warum Speicher im Zentrum des KI-Handels steht

High Bandwidth Memory (HBM) hat sich als einer der wesentlichen Bestandteile der KI-Infrastruktur erwiesen. Durch das vertikale Stapeln von Speicherchips bietet HBM viel mehr Bandbreite und eine bessere Stromeffizienz als herkommliches DRAM, was es den KI-Beschleunigern von Nvidia und allen anderen Chipherstellern ermoglicht, enorme Mengen an Arbeit effizienter auszufuhren.

SK hynix, der fuhrende HBM-Lieferant fur Nvidia, kann als einer der starksten Indikatoren fur die Nachfrage nach KI-Infrastruktur betrachtet werden.

Laut seiner Gewinnmitteilung meldete SK hynix eine wachsende Nachfrage nach seinen Produkten, da KI weiterhin zu fortgeschritteneren „agentic“ Systemen fortschreitet, die in der Lage sind, hochstufigere Funktionen auszufuhren.

Um der kunftigen Nachfrage gerecht zu werden, hat das Unternehmen langfristige Vertrage mit etwa 10 wichtigen Kunden abgeschlossen, die ihnen das Recht einraumen, Produktionskapazitaten Jahre im Voraus zu reservieren.

Der Trend, der sich im globalen Speichermarkt zeigt, ist ahnlich. TrendForce erwartet, dass die Preise fur DRAM-Vertrage im dritten Quartal um 58 % bis 63 % steigen werden, wahrend die Preise fur NAND-Flash-Speicher um etwa 70 % bis 75 % steigen konnten, wobei HBM und Server-Speicher von den Herstellern vor Verbraucherprodukten priorisiert werden. Der Preisanstieg wird auf die begrenzte Verfugbarkeit von Speicher auf dem Markt, Investitionen in hyperskalige Clouds und langfristige Vertrage zuruckgefuhrt.

Samsung und Micron reiten auf derselben Welle

SK hynix ist nicht der einzige Speicherhersteller, der von KI profitiert. Vor kurzem sagte Samsung Electronics, dass es erwartet, dass sein operativer Gewinn im zweiten Quartal 89,4 Billionen Won betragen wird und seine Einnahmen bei etwa 171 Billionen Won liegen werden, da es von der starken Nachfrage nach KI-Speicher profitierte, obwohl es eine Fragezeichen gibt, ob dieses plotzliche Wachstum in der Branche anhalten wird.

Samsung hat auch eine aggressive Haltung zu HBM4 eingenommen. Wie von TrendForce berichtet, ist es das erste Unternehmen, das HBM4 nach Beginn der Massenproduktion im Februar in groBen Mengen kommerziell verfugbar macht. Es wird auch berichtet, dass Samsung bereits mehr als 1 Milliarde US-Dollar an Einnahmen aus HBM4-Verkaufen innerhalb von nur vier Monaten nach der Produktveroffentlichung erzielt hat.

Das Unternehmen gibt an, dass sein kommerzielles HBM4 eine Datenubertragungsleistung von 11,7 Gbps pro Pin bietet, was deutlich uber dem JEDEC-Minimum von 8 Gbps liegt, und eine bessere Strom- und Warmeeffizienz aufweist.

Micron Technology hat ebenfalls Rekordergebnisse fur das Quartal veroffentlicht. CEO Sanjay Mehrotra nannte Speicher „ein strategisches Asset“ im Zeitalter der Kunstlichen Intelligenz und betonte, dass hyperskalige Kunden mehr mehrjahrige Liefervertrage unterzeichnen, um die Versorgung in die Zukunft zu sichern.

Der Druck trifft auf Telefone und PCs

Der KI-Boom erzeugt auch Engpasse an anderer Stelle.

Laut IDC konnte es zu einer „auBergewohnlichen Knappheit an Speicherchips kommen, die sich bis spatestens 2027 erstrecken konnte, aufgrund der zunehmenden Produktionskapazitat, die HBM fur KI-Beschleuniger gewidmet ist, anstatt fur PCs und Smartphones.

Laut dem Forschungsunternehmen wird das globale Angebot an DRAM um etwa 16 % und das Angebot an NAND um etwa 17 % steigen, was beides unter den historischen Durchschnitten liegt.

Wahrend das Angebot knapper wird, haben Smartphone-Hersteller die Wahl, die hoheren Komponentenkosten zu absorbieren, die Spezifikationen ihrer Gerate zu senken oder die Preiserhohungen an die Verbraucher weiterzugeben. Im negativen Szenario von IDC konnten die weltweiten Smartphone-Auslieferungen um bis zu 5,2 % sinken.

HBM4-Wettbewerb heizt sich auf

Der Wettbewerb bei der KI-Speicher der nachsten Generation intensiviert sich ebenfalls. SK hynix begann Massenlieferungen von HBM4 wahrend des Quartals und plant, die Produktion im zweiten Halbjahr auszubauen.

Das Unternehmen sagte, seine neuesten Chips erfullten die Leistungsanforderungen der Kunden und verbesserten die Stromeffizienz, und es habe bereits Musterlieferungen von HBM4E fur kunftige KI-Beschleuniger abgeschlossen.

Trotzdem begann Samsung vor allen anderen mit der kommerziellen Produktion von HBM4 und hat daher einen erheblichen Wettbewerbsvorteil erlangt. TrendForce prognostiziert, dass das Unternehmen in diesem Jahr mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar aus dem Verkauf von HBM4 erzielen wird und damit der erste Lieferant sein wird, der 1 Milliarde US-Dollar an HBM4-Verkaufen uberschreitet.

Auf der anderen Seite war die Strategie von SK hynix, zunachst den HBM3E-Markt zu beliefern, bevor sie die Produktion von HBM4 ausweiten, erwartet das Unternehmen, die Produktion ab Q3 hochzufahren. In Zukunft beabsichtigt SK Hynix, seine fortschrittliche Chipverpackung auszubauen und die Produktion von NAND-Chips mit strenger Budgetplanung zu verbessern.

Das Aufkommen der KI hat eine groBe Veranderung in der Geschaftsordnung von Speicherchipproduzenten verursacht, deren Fokus sich von der reinen Produktion auf die Markteinfuhrung der neuen Generation schnellerer und besser performender KI-Speicherchips verschoben hat.

 

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel hat SK hynix im zweiten Quartal 2026 verdient?

Laut der am 29. Juli veröffentlichten Quartalszahlen erzielte SK hynix einen Umsatz von 79,3187 Billionen Won, einen operativen Gewinn von 60,5426 Billionen Won bei einer operativen Marge von 76 % sowie einen Nettogewinn von 93,9226 Billionen Won – allesamt quartalsweise Rekorde.

Was treibt den Anstieg der Gewinne bei Speicherchips an?

Die Ausgaben für den Aufbau von KI-Rechenzentren haben die Nachfrage und die Preise für HBM und hochkapazitive Server-DRAM in die Höhe getrieben; TrendForce prognostizierte für das zweite Quartal 2026 einen quartalsweisen Anstieg der DRAM-Vertragspreise um 58 % bis 63 % sowie der NAND-Preise um 70 % bis 75 %.

Wird der KI-Speicher-Boom die Preise für Smartphones und Laptops erhöhen?

IDC gibt an, dass dies wahrscheinlich der Fall sein wird, da Lieferanten ihre Kapazitäten hin zu hochmargigen AI-Speichern verschieben, und warnte, dass die daraus resultierende Knappheit die Gerätee Preise erhöhen und den globalen Smartphone-Markt im schlimmsten Szenario um bis zu 5,2 % schrumpfen lassen könnte.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan.com übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf den auf dieser Seite bereitgestellten Informationen basieren. Wir empfehlen dringend, vor der Entscheidung für eine Anlage unabhängige Recherchen durchzuführen und/oder sich mit einem qualifizierten Fachmann beraten zu lassen.

Micah Abiodun

Micah Abiodun

Micah Abiodun nutzt sein Masterstudium in Umwelttechnik und -management (MSc) an der Technischen Universität Tallinn (TalTech), um Inhalte und Preisprognose-Nachrichten bei Cryptopolitan zu verfeinern. Seit nunmehr sieben Jahren im Krypto-Medienbereich tätig, berichtet er über große Kryptowährungen, Altcoins, DeFi, Stablecoins, makroökonomische Trends und aufkommende Technologien.

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