US-Finanzminister Scott Bessent hat bei der jüngsten Auktion 30-jähriger Anleihen 22 Milliarden Dollar eingenommen

- Scott Bessent verkaufte 30-jährige US-Staatsanleihen im Wert von 22 Milliarden Dollar, wobei die Primärhändler einen Rekordtiefstand von 8,7 % erreichten.
- Direkte und indirekte Bieter dominierten die Auktion, während die Beteiligung der Händler einen seit zwei Jahrzehnten anhaltenden Rückgang fortsetzte.
- Forscher der US-Notenbank Fed erklärten, dass das Handelsvolumen von US-Anleihen zum Monatsende aufgrund von Indexanpassungen um 58 % gestiegen sei.
US-Finanzminister Scott Bessent verkaufte am Donnerstag 30-jährige Anleihen im Wert von 22 Milliarden Dollar, und das Ergebnis markierte einen neuen Tiefststand für Amerikas größte Händler.
Ein rekordverdächtig geringer Anteil der Auktion, nämlich nur 8,7 %, ging an die Gruppe der 25 Primärhändler, die laut Federal Reserve an jeder Auktion teilnehmen müssen. Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2006 und unterbietet den bisherigen Tiefststand von 9 %, der 2023 zweimal erreicht wurde, wie Daten der Fed und des Finanzministeriums zeigen.
Die Auktion fand trotz destronInteresses anderer Marktteilnehmer statt. Will Hoffman, Analyst bei Bloomberg Intelligence, bezeichnete die Nachfrage als „solide“, was erklärte, warum den Primärhändlern so wenige Anteile zugesprochen wurden.
Die restlichen Anleihen gingen an zwei weitere Arten institutioneller Käufer. Direkte Bieter erteilten ihre Aufträge direkt dem Finanzministerium, während indirekte Bieter über einen Primärhändler kauften, die Anleihen aber nicht auf Händlerkonten beließen.
Primärhändler reduzieren Beteiligung an Anleiheverkäufen
Der Rückzug der Händler hat sich über Jahre hinweg abgezeichnet. Vor der Finanzkrise 2008 kauften sie regelmäßig mehr als 50 % jeder Auktion. Das ist nun flächendeckend eingebrochen. Auch die jüngsten Auktionen von drei-, sieben- und zehnjährigen Anleihen haben für Händler Rekordtiefstände erzielt.
Analysten nennen zwei Gründe für den Rückgang. Erstens ist der Markt für US-Staatsanleihen deutlich schneller gewachsen als die Ressourcen der Händler, wodurch es ihnen schwerer fällt, große Anleihenpakete zu halten. Zweitens haben passive Investmentfonds zugenommen. Diese Fonds kaufen automatisch Staatsanleihen,maticihre Indizes abzubilden, wodurch die Rolle der Händler bei Auktionen abnimmt.
Untersuchungen der Federal Reserve Bank of New York zeigen, wie groß dieser passive Einfluss mittlerweile ist. In einem Blogbeitrag erklärten die Fed-Ökonomen Michael Fleming, Jonathan Palash-Mizner und Or Shachar, dass das Handelsvolumen am 30 Billionen Dollar schweren US-Staatsanleihenmarkt am Monatsende durchschnittlich um 58 % höher liegt. An diesem Tag werden die Anleihenindizes neu gewichtet. Neue Anleihen werden aufgenommen, während Wertpapiere mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr entfernt werden.
Die letztjährige, engere Studie bezifferte den Aktivitätsanstieg auf 46 % über dem Durchschnitt, doch die neuen, umfassenderen Zahlen zeigen ein noch höheres Handelsvolumen zum Monatsende. Die Forscher erklärten: „Die höheren Zahlen der diesjährigen, umfassenderen Studie sind wichtig für Marktteilnehmer, die ihre Handelsstrategien entwickeln, sowie für politische Entscheidungsträger, die die Marktfunktion und die Liquiditätsbereitstellung überwachen.“
China senkt die Renditen bei Auktionen nach den Feiertagen
Während Washington langfristige Anleihen verkaufte, führte das chinesische Finanzministerium eigene Auktionen kurzfristiger Anleihen durch. Am Donnerstag wurden 28-Tage-Schatzanweisungen zu 99,925 Yuan bepreist, was einer jährlichen Rendite von 0,98 % entspricht. Dies war der niedrigste Wert seit Januar.
Das Ministerium verkaufte außerdem 63-Tage-Schatzanweisungen mit einer Rendite von 1,17 %, was ebenfalls der niedrigste Wert seit Jahresbeginn war. Daten von Bloomberg zeigten, dass beide Emissionen auftronNachfragetrac.
Chinesische Investoren hatten vor der Goldenen Woche Anfang Oktober cash angehäuft. Nach der Wiedereröffnung der Märkte investierten die Banken diese cash rasch in Staatsanleihen.
Die Chinesische Volksbank hat die Liquiditätsbedingungen mit einer moderat lockeren Geldpolitik stabil gehalten und damit Raum für umfangreiche Käufe kurzfristiger Anleihen gelassen.
Im Sekundärhandel sanken die Renditen einmonatiger Schatzanweisungen weiter, ein Zeichen für anhaltende Mittelzuflüsse. Längerfristige Wertpapiere hingegen verzeichneten steigende Renditen, da Anleger von Anleihen in Aktien umschichteten. Diese Rotation verdeutlichte die unterschiedliche Nachfrage über verschiedene Laufzeiten hinweg: Kurzfristige Wertpapiere waren gefragt, längerfristige verkauft.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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