Der US-Arbeitsmarkt hat sich im Januar etwas verlangsamt, die Schaffung neuer Arbeitsplätze ging auf 143.000 zurück. Dies liegt weit unter den nach oben korrigierten 307.000 im Dezember und weit unter den von Ökonomen erwarteten 169.000, wie aus dem Bericht des Bureau of Labor Statistics (BLS) vom 7. Februar hervorgeht.
Die Arbeitslosenquote sank dennoch auf 4 %, und der Arbeitsmarktbericht enthüllte zudem massive Revisionen der Prognosen, die die früheren Schätzungen zum Stellenwachstum deutlich nach unten korrigierten. Die jährliche Überprüfung des BLS reduzierte die Zahl der neu geschaffenen Stellen für den Zeitraum von zwölf Monaten bis März 2024 um 589.000.
Bereits im August deuteten erste Schätzungen auf einen noch größeren Fehlbetrag von 818.000 Stellen hin. Die Revision vom Freitag bestätigte dies. Gesundheitswesen, Einzelhandel und öffentlicher Dienst waren die wichtigsten Sektoren mit einem Stellenzuwachs im Januar. Laut Bericht kamen im Gesundheitswesen 44.000 neue Stellen hinzu, im Einzelhandel 34.000 und im öffentlichen Dienst 32.000.
Die Zahl der neu geschaffenen Stellen im Sozialwesen trug mit 22.000 zum Monatsgesamtwachstum bei und sorgte damit für eine relativ stabile Entwicklung, obwohl der Bergbausektor 8.000 Stellen verlor. Insgesamt erreichte das Stellenwachstum im Januar nicht den monatlichen Durchschnitt von 166.000 Stellen, der für 2024 prognostiziert wird.
Die Haushaltsbefragung ergab jedoch einen massiven Anstieg der Beschäftigung um 2,23 Millionen, wobei dieser Anstieg auf jährliche Anpassungen der Bevölkerungs- und Einwanderungsschätzungen zurückzuführen ist.
Die Erwerbsbeteiligungsquote stieg leicht auf 62,6 %, ein geringfügiger Anstieg um 0,1 Prozentpunkte gegenüber Dezember. Mehr Menschen fanden entweder eine Anstellung oder begannen, sich auf Arbeitssuche zu begeben. Doch nicht alles veränderte sich.
Die umfassendere Arbeitslosenquote – die auch entmutigte Arbeitssuchende und Teilzeitbeschäftigte mit geringer Stundenzahl umfasst – blieb unverändert bei 7,5 %. Diese Zahl ist wichtig, da sie die zugrunde liegende Unterauslastung des Arbeitsmarktes deutlich aufzeigt.
Bemerkenswert ist, dass dies der erste Arbeitsmarktbericht seit Donald Trumps Rückkehr ins Amt am 20. Januar ist. Seine Regierung hatte bei ihrem Amtsantritt Steuersenkungen, eine härtere Handelspolitik und Maßnahmen zur Rückholung der amerikanischen Produktion versprochen. Nun analysieren die Mitglieder des Federal Reserve Board die Daten. Die Fed senkte die Zinsen im vergangenen Jahr um einen vollen Prozentpunkt, doch Fed-Chef Jay Powell hatte erklärt, dass eine Senkung der Zinsen in diesem Jahr unwahrscheinlich sei.

