Wall-Street-Investoren sichern sich gegen starke Kursschwankungen ab, da Ende Oktober ein Treffen zwischen amerikanischen und chinesischen Staatschefs bevorsteht.
Marktdaten zeigen, dass Anleger, die auftracsetzen, um den 31. Oktober herum mehr bezahlen, um sich abzusichern, dadent Donald Trump an diesem Tag mit dem chinesischendent Xi Jinping zusammentreffen will.
Die Kennzahlen für die erwarteten Kursbewegungen der S&P-500-Futures mit Verfallsdatum liegen nahe bei 20 und übertreffen damit die Werte vontracmit Fälligkeit vor oder nach diesem Datum. Ähnliche Muster zeigen sich auch bei den Cboe-VIX-Indexwerten für denselben Zeitraum.
abhalten in Südkorea. Anfang des Monats hatte er noch Zweifel daran geäußert.
Der Präsidentdent zudem einen gemäßigteren Kurs in Bezug auf Handelssanktionen gegen China ein, was die Befürchtungen einer Verschärfung der Lage etwas dämpfte. Dennoch bleiben Anleger wachsam und erinnern sich an den 10. Oktober, als die Aktienkurse nach dem plötzlichen Wiederaufflammen der Handelskonflikte einbrachen.
Analysten warnen vor Eskalationsrisiko
Dennis Debusschere, Chefmarktstratege bei 22V Research, geht davon aus, dass sich die Lage beruhigen wird, sofern die beiden Staatschefs ihr geplantes Treffen abhalten. Er warnt jedoch, dass sich die Handelsspannungen deutlich verschärfen würden, sollte der Gipfel abgesagt werden.
Die Mitarbeiter des Handelsteams von JPMorgan Chase & Co. sehen die Lage ähnlich wie Bloomberg. Andrew Tyler, Leiter der globalen Marktanalysen, erwartet, dass die Märkte bis zum 1. November, wenn beide Präsidenten am Gipfeltreffen teilnehmen, weiterhin nervös bleibendent.
Tyler teilte seinen Kunden letzte Woche mit, dass ein Scheitern der Einigung zu gravierenden Marktrückgängen führen würde.
Der Ansturm auf Absicherungen ist beim KraneShares CSI China Internet ETF, einem 9,4 Milliarden Dollar schweren Fonds, der chinesische Technologieunternehmen abbildet, deutlich zu erkennen. Die Kennzahl „Put-Call-Skew mit einem Delta von 25 über einen Monat“ befindet sich für diesen Fonds auf dem höchsten Stand seit Anfang April.
Dies deutet darauf hin, dass Händler besorgt sind über die Entwicklungen bis Mitte November. Bankstrategen nennen zwei Faktoren, die die Kursschwankungen chinesischer Aktien: den „Zollstreit“ und eine für diese Woche angesetzte Sitzung der Kommunistischen Partei.
VIX signalisiert zunehmenden Marktdruck
Auch der Gesamtmarkt zeigt Anzeichen von Nervosität. Der Cboe VIX-Index notiert über 20, ein Wert, der häufig auf zunehmende Anspannung hindeutet. Der VVIX-Index, der die Schwankungen des VIX selbst trac, erreichte am Donnerstag zum Börsenschluss seinen höchsten Stand seit April.

Michael O'Rourke, Chefmarktstratege bei JonesTrading, erwartet für Aktienhändler einige turbulente Tage.
Das Treffen zwischen Trump und Xi findet nur wenige Tage nach der Zinssitzung der US-Notenbank am 29. Oktober statt. Neue Sorgen über Kreditprobleme kleinerer Banken und die Haushaltssperre der Regierung werfen weitere Fragen auf, wodurch eine Crash-Versicherung in den kommenden Wochen attraktiver erscheint.
Amy Wu Silverman, Leiterin der Derivatestrategie bei RBC Capital Markets, glaubt, dass der jüngste Anstieg des VIX-Index nach einer längeren Phase der Marktruhe absehbar war.
Wu Silverman ist der Ansicht, dass diese Entwicklung Anlegern zugutekommt, die ihre Portfolios absichern wollten, aber eine Bestätigung benötigten, dass sich ihre Absicherungsstrategien auszahlen würden. Sie fügte hinzu, dass Händler Put-Optionen auf Bankaktien gekauft und ihre Positionen in Call-Optionen auf Gold ausgebaut hätten.

