China verschärft die Kontrollen von Nvidia-Chips angesichts anhaltender Spannungen im Vorfeld des Treffens zwischen Trump und Xi

- China hat die Zollkontrollen verstärkt, die auf KI-Chips von Nvidia und andere fortschrittliche US-Halbleiter abzielen.
- Peking hat im Vorfeld der anstehenden Gespräche zwischen den USA und China seine Exportbeschränkungen für kritische Mineralien und Technologiematerialien ausgeweitet.
- Die High-End-Chips von Nvidia werden nach China geschmuggelt und dort weiterverkauft.
China hat die Kontrollen von Nvidias KI-Chips verstärkt und damit die jüngste Entwicklung im andauernden Handelskrieg zwischen den USA und China verschärft. Das von Jensen Huang geführte Unternehmen steht weiterhin im Zentrum des Handelsstreits zwischen Washington und Peking, da seine KI-Chips nun von beiden Seiten zunehmenden Beschränkungen unterliegen.
Laut einem Bericht der Financial Times hat China seine Einfuhrbeschränkungen für US-Halbleiter, darunter auch für die künstlichen Intelligenzchips von Nvidia, verschärft.
Berichten zufolge haben chinesische Zollbehörden Beamte in wichtige Häfen entsandt, um Halbleiterlieferungen streng zu kontrollieren. Der Fokus lag zunächst auf Nvidias H2O- und RTX Pro 6000D-Chips, mittlerweile umfasst die Kontrolle jedoch alle fortschrittlichen Prozessoren, die gegen die US-amerikanischen Beschränkungen verstoßen könnten.
Die Verfügbarkeit von Nvidias hochmodernen KI-Chips ist seit Langem ein Streitpunkt zwischen Peking und Washington. US-Exportbeschränkungen begrenzen den Verkauf von Hochleistungsprozessoren nach China aufgrund von Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit und militärischer Belange. Als Reaktion darauf hat Peking versucht, seine Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten zu verringern und die heimische Halbleiterproduktion zu steigern.
Peking verschärft die Beschränkungen für US-amerikanische Chip- und Halbleiterimporte
Trotz Pekings Bemühungen wurden zwischen Mai und August High-End-Chips von Nvidia im Wert von über einer Milliarde US-Dollar nach China geschmuggelt und weiterverkauft . Berichten zufolge ist das Interesse an Nvidias RTX 6000D-Chip, der speziell für den chinesischen Markt entwickelt wurde und den amerikanischen Vorschriften entspricht, gesunken, da große chinesische Technologieunternehmen aufgrund der Unsicherheit über zukünftige Beschränkungen zögern, größere Bestellungen aufzugeben.
Chinas Regulierungsbehörden haben Nvidia bereits wettbewerbswidriges Verhalten vorgeworfen und inländische Unternehmen angewiesen, den Kauf von Nvidias KI-Prozessoren einzustellen. Trotz erheblicher Fortschritte einheimischer Hersteller wie Huawei geben chinesische Ingenieure an, dass Nvidias Chips den einheimischen Alternativen weiterhin überlegen sind.
Im August deutete Präsidentdent an, die Beschränkungen zu lockern, um Nvidia den Verkauf fortschrittlicherer Chips in China zu ermöglichen. Angesichts der verstärkten Kontrollen und verschärften Exportbestimmungen Pekings dürften diese Bemühungen jedoch kaum Wirkung zeigen.
Handelsspannungen im Vorfeld des Treffens zwischen Xi und Trump
Die verstärkten Kontrollen der Chips von Nvidia durch Peking erfolgen nur wenige Wochen vor dem erwarteten Treffen zwischen Xi und Trump am Rande des APEC-Gipfels (Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsgemeinschaft) im südkoreanischen Gyeongju.
Dem Gipfeltreffen sind monatelange, angespannte Verhandlungen zwischen den beiden Ländern vorausgegangen, die darum ringen, über die derzeitige 90-tägige Waffenruhe bei den Zöllen, die am 9. November ausläuft, hinauszukommen.
Peking hat seine Exportbeschränkungen verschärft, um seine Verhandlungsposition gegenüber Washington zu stärken. Am 9. Oktober wurden fünf neue Elemente in die Exportkontrollliste aufgenommen und Beschränkungen für künstliche Diamanten und Graphitanodenmaterialien verhängt, die beide wichtige Komponenten in Halbleitern und Quantengeräten sind.
Die Maßnahmen sollen am 8. November in Kraft treten, einen Tag vor dem Ende des Waffenstillstands.
Als weltweit größter Produzent von Seltenen Erden hat China seine Kontrolle über die Versorgung mit Rohstoffen, die für die globale Produktion vontron, Batterien und Verteidigungssystemen unerlässlich sind, verstärkt. Die im April angekündigten Exportkontrollen führten zunächst zu vorübergehenden Engpässen in den USA und Europa, bevor spätere Abkommen die Störungen abmilderten.
Beide Länder erheben Zölle von über 100 % auf Waren, die von Agrarprodukten bis hin zu Automobilen reichen. Chinesische Regierungsvertreter haben die USA wiederholt aufgefordert, die ihrer Ansicht nach unzulässigen Handelsbeschränkungen aufzuheben. Zwischen beiden Ländern bestehen zudem geopolitische Spannungen, da Peking Washington zu einer entschiedeneren Haltung gegenüber Taiwans Unabhängigkeit drängt, anstatt der derzeitigen uneindeutigen Position beizubehalten.
Lesen Sie Krypto-News nicht nur, sondern verstehen Sie sie. Abonnieren Sie unseren Newsletter. Er ist kostenlos.

Hannah Collymore
Hannah ist Autorin und Redakteurin mit fast zehn Jahren Erfahrung im Bloggen und der Eventberichterstattung im Kryptobereich. Bei Cryptopolitanschreibt sie für die Nachrichtenseite und berichtet und analysiert die neuesten Entwicklungen in den Bereichen DeFi, RWA, Kryptoregulierung, KI und Zukunftstechnologien. Sie hat an der Arcadia University Betriebswirtschaftslehre studiert.
CRASH-KURS
- Mit welchen Kryptowährungen kann man Geld verdienen?
- Wie Sie Ihre Sicherheit mit einer digitalen Geldbörse erhöhen können (und welche sich tatsächlich lohnen)
- Wenig bekannte Anlagestrategien, die Profis anwenden
- Wie man mit dem Investieren in Kryptowährungen beginnt (welche Börsen man nutzen sollte, welche Kryptowährung am besten zum Kauf geeignet ist usw.)















