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Trump hasste Kryptowährungen, bevor er sie liebte. Na und? Das ist immerhin die Hälfte der Community

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Trump hasste Kryptowährungen, bevor er sie liebte. Na und? Das ist immerhin die Hälfte der Community
  • Der Daily Telegraph kritisierte Trump dafür, dass er Kryptowährungen erst hasste, bevor er sie liebte, aber genau so fingen auch viele Krypto-Fans an.
  • Trumps neues Team ist gespickt mit Krypto-Befürwortern, darunter auch große Namen aus der Tether- und Blockchain-Szene.
  • Kritiker befürchten, dass kryptofreundliche Maßnahmen Chaos verursachen könnten, doch der Markt boomt bereits, Bitcoin liegt bei über 100.000 Dollar.

Der Daily Telegraph findet das witzig. Donald Trump hasste Kryptowährungen, bezeichnete Bitcoin als Betrug und brandmarkte sie als Konkurrenz für den Dollar. Jetzt nennt er sich selbst den „Krypto-dent“

Der Artikel deutet seine Wandlung als eine Art Warnsignal, eine Art Alarmsignal für die ganze Welt. Aber mal ehrlich – die Hälfte der Krypto-Community war früher auch kein Bitcoin . Trump ist nicht der erste Skeptiker, der zum Anhänger wurde, und er wird auch nicht der letzte sein. Genau darum geht es in dieser Branche.

Jeremy Warner, stellvertretender Redakteur beim Telegraph, erinnerte an Trumps Interview mit Fox News aus dem Jahr 2021, in dem er sagte: „Bitcoin, das sieht einfach nach Betrug aus“, um zu behaupten, Trumps Liebe zu Kryptowährungen sei „geradezu damaszenerhaft“, bevor er seine Krypto-freundlichen Pläne als rücksichtslos bezeichnete.

Trumps Krypto-Team: Eine Aufstellung, die für Unruhe sorgen soll

Trumps Regierung holt einige der bekanntesten Namen der Branche an Bord. Paul Atkins, der kryptofreundliche ehemalige SEC-Chef, soll die Leitung der Behörde übernehmen. Dieser Mann investierte bereits 2011 in Bitcoin . Ja, er ist ein echter Gläubiger.

Dann ist da noch David Sacks, ein Technologieveteran und überzeugter Blockchain-Anhänger. Er übernimmt die neu geschaffene Rolle des „KI- und Krypto-Zaren“ des Weißen Hauses, musste aber, wie wir bereits berichteten, einige seiner Aufgaben an den Krypto-Rat unter der Leitung von Bo Hines delegieren.

Stephen Miran, der Kandidat für den Vorsitz des Council of Economic Advisers, ergänzt diese hochkarätige Gruppe. Er hat sich wiederholt kritisch zu einer übermäßigen Krypto-Regulierung geäußert und verspricht, sich für eine weniger restriktive Politik im Bereich der Blockchain-Innovation einzusetzen.

Doch die größte Schlagzeile dürfte Howard Lutnick sein, Trumps Kandidat für das Amt des Handelsministers. Lutnick hält 5 % der Anteile an Tether, einem der weltweit größten Emittenten von Stablecoins. Zudem ist er in der Krypto-Community sehr beliebt. Die Krypto-Fans sind auf X (ehemals Twitter) ganz verrückt nach ihm.

Doch damit nicht genug. Trump und seine Söhne Eric und Don Jr. haben World Liberty Financial gegründet, ein Krypto-Unternehmen, das damit wirbt, „keiner direkten staatlichen Aufsicht zu unterliegen“. Manche, wie beispielsweise Warner, vermuten jedoch, dass er es nur aus Profitgier gegründet hat.

Aber gibt es denn überhaupt jemanden auf der Welt, der nicht irgendetwas macht, um Geld zu verdienen? Was für ein absurdes Argument! Wenn die Zeitung 45 % der Anteile an Trumps Firma hätte, würden sie das bestimmt anders sehen.

Deregulierungsängste: Ein Rezept für eine Katastrophe oder der große Durchbruch für Kryptowährungen?

Der Telegraph hält Trumps Begeisterung für Kryptowährungen für gefährlich. Warner argumentiert, dass die Deregulierung von Kryptowährungen Betrug, Geldwäsche und Finanzkrisen Tür und Tor öffnen wird.

Er verwies auf die Folgen des Sam-Bankman-Fried-Skandals. Bankman-Fried, der einst die riesige Kryptobörse FTX leitete, verbüßt ​​nun eine 25-jährige Haftstrafe wegen Betrugs und Geldwäsche im Zusammenhang mit Kryptowährungen.

Für Warner bedeuten Trumps Deregulierungsversprechen eine Wiederholung vergangener Finanzkatastrophen. Leider bestätigt die Geschichte einige dieser Befürchtungen. Deregulierung hat oft zu massiven Zusammenbrüchen geführt, wie die Finanzkrise von 2008. Warners Argument ist einfach: Lässt man die Finanzmärkte gewähren, ist in fünf bis zehn Jahren mit einer Katastrophe zu rechnen.

Er sieht in Trump den Traum jedes Lobbyisten, einen Verfechter der Interessengruppen, die vom amerikanischen Krypto-Boom cash wollen. Für Krypto-Anhänger hingegen ist die Deregulierung der Schlüssel, um die Branche von ihren aktuellen Beschränkungen zu befreien.

Der Kryptomarkt, der mittlerweile einen Wert von fast 3,5 Billionen US-Dollar erreicht hat, hat sich von seinem Einbruch im Jahr 2022 erholt. Bitcoin hat die 100.000-Dollar-Marke überschritten, und institutionelle Anleger investieren massiv. Der Optimismus hinsichtlich Trumps kryptofreundlicher Politik hat dem Markt neue Dynamik verliehen.

Warner warnt jedoch davor, dass die Aufhebung der Beschränkungen für das Engagement von Banken im Kryptobereich systemische Risiken schaffen könnte, die das globale Finanzsystem beeinträchtigen.

So sehr sich der Telegraph auch bemühen mag, Trumps Kryptostrategie wird sich fortsetzen. Ob Deregulierung, kryptofreundliche Personalentscheidungen oder die Einführung einer nationalen Bitcoin -Strategiereserve – Trump wird am Ende seinen Willen durchsetzen.

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Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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