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JPMorgan-Chef Jamie Dimon spricht von „Kakerlaken“ in der US-Wirtschaft

In diesem Beitrag:

  • Jamie Dimon warnte vor „Kakerlaken“ in der US-Wirtschaft, nachdem JPMorgan durch den Zusammenbruch von Tricolor einen Verlust von 170 Millionen Dollar hinnehmen musste.

  • Zions Bancorporation verlor 13 % und Western Alliance 10 %, nachdem Kreditausfälle und eine Betrugsklage bekannt wurden.

  • Die Aktien der Jefferies Financial Group fielen um über 10 % aufgrund eines Risikos in Höhe von 715 Millionen Dollar im Zusammenhang mit First Brands.

Die größte Angst der Wall Street hat diese Woche einen Namen bekommen: Kakerlaken. So nannte Jamie Dimon, der CEO von JPMorgan Chase, die unsichtbaren Bedrohungen, die im US-Finanzsystem lauern.

Am Mittwoch warnte Jamie während einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen davor, dass man beim Finden einer Kakerlake davon ausgehen sollte, dass sich noch weitere verstecken. Wörtlich sagte er: „Ich sollte das vielleicht nicht sagen, aber wenn man eine Kakerlake sieht, gibt es wahrscheinlich noch mehr. Jeder sollte davor gewarnt sein.“

Diese Warnung kam zu einem Zeitpunkt, als Banken und Investoren bereits mit neuem Chaos im Zusammenhang mit zwei unschönen Insolvenzen im September zu kämpfen hatten: Tricolor Holdings, ein Kreditgeber für Subprime-Autokredite, und First Brands, ein namhafter Autoteilelieferant.

Diese beiden Zusammenbrüche lösten eine Katastrophe aus, die nun mittelständische Banken, Investmentfirmen und deren Aktionäre schwer trifft.

Zions und die Westliche Allianz leiden unter Krediteinbußen

Am Donnerstag trafen die Folgen die Regionalbanken am härtesten und ließen deren Aktienkurse rapide einbrechen. Die Aktien der Zions Bancorporation fielen um 13 Prozent, die der Western Alliance um fast 10 Prozent.

Diese Kursstürze kamen nicht überraschend. Am Mittwoch hatte Zions bekannt gegeben, dass zwei unbezahlte Unternehmenskredite der kalifornischen Banksparte 50 Millionen Dollar an Forderungen abgeschrieben wurden. Die Bank erklärte, sie habe „von mehreren Banken und anderen Kreditgebern eingeleitete rechtliche Schritte“ im Zusammenhang mit den beiden Kreditnehmern entdeckt. Eine interne Überprüfung deckte den Sachverhalt auf und führte zur Abschreibung. Zions gab keinen weiteren Kommentar ab und ignorierte weitere Presseanfragen.

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Am Donnerstag schaltete sich Western Alliance in die Angelegenheit ein. Die Bank reichte Klage wegen angeblichen Betrugs durch den Kreditnehmer im Zusammenhang mit einer revolvierenden Kreditlinie an die Cantor Group V LLC ein. Sie betonte, dass dies in keinerlei Zusammenhang mit First Brands oder Tricolor stehe und bezeichnete es als einendent. Doch selbst nach dieser Klarstellung geriet der Markt in Panik.

Der Zeitpunkt hätte nicht ungünstiger sein können. Diese Enthüllungen trafen auf eine Zeit wachsender Besorgnis über die sich verschlechternden Kreditbedingungen für gewerbliche Kreditnehmer. Analysten und Händler suchen nun nach dem nächsten Schwachpunkt. Mit dem Fortschreiten der Firmenpleiten geraten Banken zunehmend unter Druck, da Kredite nicht zurückgezahlt werden und fragwürdige Geschäftspartner auftreten. Jamie sah in seinem eigenen Haus genug Anzeichen für Probleme, um Alarm zu schlagen. Am Dienstag JPMorgan eine Abschreibung in Höhe von 170 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit der Kreditvergabe an Tricolor. Jamie räumte gegenüber Analysten ein: „Das war nicht unser bester Moment.“

Jefferies-Investition durch First-Brands-Zusammenbruch gefährdet

Während regionale Banken deutliche Einbußen hinnehmen mussten, geriet auch die Jefferies Financial Group in Schwierigkeiten. Aus Gerichtsakten ging hervor, dass einem ihrer Vermögensverwaltungsfonds Kunden im Zusammenhang mit First Brands 715 Millionen Dollar schulden. Dies reichte aus, um den Aktienkurs von Jefferies am Donnerstag um mehr als 10 % einbrechen zu lassen.

Um den Schaden zu begrenzen, wandten sich Jefferies-CEO Richard Handler und Präsident dent Friedman mit einem Brief an die Aktionäre. Darin legten sie ihr tatsächliches Risiko dar: 43 Millionen Dollar an Forderungen und 2 Millionen Dollar an Zinsen aus First-Brands-Krediten. Sie betonten, die Auswirkungen seien „gut verkraftbar“ und bezeichneten die Marktreaktion als „deutlich übertrieben“. Dennoch setzte sich der Kursverfall fort.

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Die ohnehin schon angespannte Lage wurde durch Jamies Bemerkung über Kakerlaken nur noch verschärft. Analysten verbrachten den Rest der Woche damit, die Banken zu ihrem Engagement bei Nichtbanken-Finanzinstituten zu befragen – einem Sektor, der laut Prognosen bis 2025 schneller wachsen wird als jeder andere.

Die Federal Reserve berichtet, dass die Kreditvergabe außerhalb des Bankensektors in diesem Jahr der wichtigste Treiber des Kreditwachstums im gesamten US-Bankensystem ist.

Am Donnerstag schrieben Analysten von KBW in einer Mitteilung, dass Bankinvestoren „zu Recht äußerst wachsam gegenüber jeglichen Veränderungen der Vermögensqualitätstrends“ seien. David Chiaverini, Regionalbankanalyst bei Jefferies, versuchte hingegen, die Lage etwas gelassener zu sehen. Er sagte, diese Engagements würden zwar „aufmerksam beachtet“, aber „die Art und Weise, wie diese Kredite strukturiert sind, sollte die Banken schützen und insgesamt zu soliden Kreditergebnissen führen.“

Ob das nun stimmt oder nicht, die Stimmung ist eindeutig: Die Nerven der Wall Street liegen blank. Und nach all den Turbulenzen, die die Banken diesen Monat von allen Seiten getroffen haben, nimmt niemand Jamie ab, wenn er sagt, dass die Probleme noch nicht vorbei sind.

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