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Smartphone-Hersteller stehen in Indien unter Druck, die staatliche Cybersicherheits-App vorzuinstallieren.

VonHannah CollymoreHannah Collymore
Lesezeit: 2 Minuten
Smartphone-Hersteller stehen in Indien unter Druck, die staatliche Cybersicherheits-App vorzuinstallieren.

Foto von Dimitri Karastelev auf Unsplash.

  • Indien hat Berichten zufolge die Smartphone-Hersteller angewiesen, die Cybersicherheits-App Sanchar Saathi der Regierung innerhalb von 90 Tagen auf allen neuen Geräten vorzuinstallieren.
  • Zu den großen Herstellern, die voraussichtlich die Vorgaben erfüllen werden, gehören Apple, Samsung, Vivo, Oppo und Xiaomi.
  • Indien investiert in Cybersicherheitsmaßnahmen, die von Messaging-Apps wie WhatsApp und Telegram eine kontinuierliche SIM-Karten-Bindung verlangen, um Cyberbetrug zu verhindern.

Indien hat sich einer kleinen Gruppe von Ländern angeschlossen, die die Vorinstallation von Regierungsanwendungen auf Smartphones vorschreiben. 

Die Produktionsstätten von Apple in Indien machen mittlerweile mehr als 14 % der weltweiten iPhone-Produktion des Unternehmens aus. Die neue Richtlinie der Regierung könnte das Unternehmen jedoch vom Markt verdrängen und damit sowohl einen wichtigen Kundenstamm als auch einen wichtigen Produktionsstandort verlieren.

Indiens obligatorische App

Die indische Regierung hat Berichten zufolge alle Smartphone-Hersteller verpflichtet, eine staatliche Cybersicherheits-App auf neuen Geräten vorzuinstallieren. Die Anordnung wurde am 28. November erlassen und gibt den Unternehmen 90 Tage Zeit, um sicherzustellen, dass die App „Sanchar Saathi“ auf allen neuen Smartphones vorinstalliert ist und von den Nutzern nicht entfernt werden kann.

die großen Smartphone-Hersteller, darunter Apple, Samsung, Vivo, Oppo und Xiaomi, die zusammen den größten Teil des indischen Smartphone-Marktes mit über 1,2 Milliarden Nutzern ausmachen, diese Vorgaben erfüllen werden.

Bei Geräten, die sich bereits in der Lieferkette befinden, müssen die Hersteller die App über Software-Updates auf die Telefone bringen.

Die Regierung besteht auf der App, da sie notwendig sei, um – wie sie es nennt – ernsthafte Bedrohungen der Telekommunikations-Cybersicherheit abzuwehren. Zu diesen Bedrohungen zählen doppelte oder gefälschte IMEI-Nummern, die Betrug und Netzwerkmissbrauch ermöglichen. Die IMEI ist eine eindeutige Identifikationsnummer, diedentMobiltelefon zugewiesen wird und mit der gestohlene Geräte vom Netzwerkzugang ausgeschlossen werden können.

Die Richtlinie stieß bisher auf Widerstand von Datenschützern und Technologieunternehmen. Die Technologieanwältin Mishi Choudhary erklärte, die Entscheidung der Regierung schließe die Einwilligung der Nutzer als sinnvolle Wahlmöglichkeit aus.

Choudhary wies darauf hin, dass ähnliche Bedenken geäußert wurden, als Russland im August die Vorinstallation der staatlich unterstützten Messenger-App Max .

Apples interne Richtlinien verbieten ausdrücklich die Installation von Regierungs- oder Drittanbieter-Apps, bevor ein Smartphone an den Endverbraucher ausgeliefert wird. Das Unternehmen ist für etwa 4,5 % der 735 Millionen Smartphones in Indien verantwortlich; der Rest entfällt auf Android-Geräte.

Auch im Jahr 2017 geriet Apple mit indischen Regulierungsbehörden wegen Regierungs-Apps aneinander, als das Unternehmen die Einführung einer Anti-Spam-App verzögerte, weil es Bedenken hatte, Anrufprotokolldaten an indische Behörden zu übermitteln.

Die Sanchar Saathi App

Die Sanchar Saathi App wurde im Januar eingeführt und bietet vielfältige Funktionen für die Cybersicherheit. Zum einen ermöglicht sie Nutzern, verlorene oder gestohlene Smartphones netzübergreifend über ein zentrales Register tracund zu sperren. Zum anderen können Nutzer über die Plattform betrügerische Mobilfunkverbindungendentund trennen.

Seit ihrem Start wurde die App über 5 Millionen Mal heruntergeladen und hat dazu beigetragen, mehr als 700.000 verlorene Handys wiederzufinden, darunter allein 50.000 im Oktober. Laut Regierungsangaben hat die App mehr als 3,7 Millionen gestohlene oder verlorene Mobiltelefone gesperrt und über 30 Millionen betrügerische Verbindungen beendet.

Ebenfalls am 28. November erließ das Telekommunikationsministerium separate Anordnungen, die Messenger-Apps wie WhatsApp, Telegram, Signal, Snapchat, ShareChat, JioChat und andere dazu verpflichten, eine kontinuierliche Bindung an aktive SIM-Karten aufrechtzuerhalten.

Die Regierung gibt an, dass diese Funktion aus dem Ausland für Cyberbetrug missbraucht wird. Sie argumentiert, dass die kontinuierliche SIM-Karten-Verifizierung es Kriminellen erschweren würde, gefälschte Konten aus der Ferne zu betreiben, da für jede Sitzung eine aktive und verifizierte SIM-Karte erforderlich sei.

Die Reihenfolge der Messaging-Apps bedeutet, dass diese Dienste nur funktionieren, wenn die SIM-Karte im Gerät eingelegt und aktiv ist. Bei webbasierten Versionen werden Nutzer alle sechs Stundenmaticabgemeldet und müssen sich per QR-Code-Kopplung erneut authentifizieren.

Diese Plattformen wurden gemäß neuen Vorschriften alsdent-Nutzerentitäten eingestuft und müssen innerhalb von 90 Tagen die Vorgaben erfüllen.

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Hannah Collymore

Hannah Collymore

Hannah ist Autorin und Redakteurin mit fast zehn Jahren Erfahrung im Bloggen und in der Eventberichterstattung. Sie absolvierte ihr Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Arcadia University. Derzeit arbeitet sie für Cryptopolitanund berichtet dort über die neuesten Entwicklungen in den Bereichen Kryptowährungen, Gaming und KI.

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