HSBC sperrt Bankkonten, die die Proteste in Hongkong unterstützen

HSBC sperrt Konto, das Hongkonger Demonstranten unterstützte
In einer aktuellen Wendung der Ereignisse hat die Hong Kong and Shanghai Banking Corporation (HSBC) ein Bankkonto, das die Proteste in Hongkong unterstützt, per Blockchain gesichert.
Die Hongkong-Proteste von 2019 bzw. die Bewegung gegen das Änderungsgesetz zum Auslieferungsgesetz haben nun eine neue Wendung genommen, da es sich bei diesem langwierigen Protest um eine Konfrontation zwischen den prodemokratischen Aktivisten und ihrer von Peking unterstützten Regierung handelt.
Proteste in Hongkong zur Unterstützung von Bankkonten
Es scheint, als ob sich die Finanzwelt in diesem Konflikt nun auf eine Seite schlägt. Berichten zufolge hat der Bankenriese HSBC beschlossen, alle Konten zu sperren, die zur Unterstützung der Proteste in Hongkong genutzt werden, und damit auch die Konten, die die Proteste in Hongkong unterstützen.
HSBC hat das Firmenkonto Anfang dieser Woche gesperrt, nachdem bekannt wurde, dass es sich weder um ein Firmenkonto handelte noch dem von Prime Management Services Ltd. angegebenen Geschäftszweck entsprach. Die Sperrung erfolgte, nachdem die Bank den Kontoinhaber aufgefordert hatte, sein Guthaben innerhalb von dreißig Tagen abzuheben.
Ich bin enttäuscht über die Entscheidung der HSBC, das Konto der Spark Alliance zu schließen, da es sich offenbar um eine politische Entscheidung unter enormem Druck aus Peking handelt. (Das Konto der Spark Alliance wurde eingerichtet, um die Rechts- und Arztkosten für verhaftete Demonstranten in Hongkong zu decken.)
– Joshua Wong 黃之鋒 😷 (@joshuawongcf) 20. November 2019
Den Berichten zufolgewurden über das Konto Spenden für Spar Alliance HK, eine gemeinnützige Organisation, gesammelt. Die Gelder dienten der Deckung der medizinischen und juristischen Kosten der Demonstranten; dieser Zweck war in der Kontobeschreibung nicht erwähnt.
Der Kunde gab an, das Konto ausschließlich für geschäftliche Zwecke zu nutzen; tatsächlich wurde es jedoch für Spendenaktionen zur Unterstützung der Protestierenden verwendet. Da täglich enorme Geldsummen über das Konto flossen, hegte die Bank – wie auch andere Banken – Bedenken hinsichtlich Geldwäsche.
Der Sprecher von HSBC erklärte, dass die Bank die Konten der Kunden täglich überprüfe und im Falle einer Aktivität, die vom angegebenen Zweck des Kontos abweicht, oder falls Informationen fehlen, die Befugnis habe, das Konto zu sperren.
Der Sprecher ging in dieser Erklärung jedoch nicht direkt auf das Bankkonto zur Unterstützung der Proteste in Hongkong ein.
Titelbild von Needpix.
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Ahmad Asghar
Als eingefleischter Gamer und Technikfan ist er seit fast zehn Jahren in der Tech-Branche tätig. Mit diesem Wissen und Einblick in die Materie berichtet er nun über Blockchain, Kryptowährungen und alles rund um Fintech, um anderen die Branche verständlicher zu machen.
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