Laut Prognosen von Analysten dürfte die Energieinfrastruktur der nächste große Schwerpunkt für KI-Investoren sein, da diese versuchen, die energieintensiven Rechenzentren mit Strom zu versorgen.
Dies geschieht vor dem Hintergrund einer stetig wachsenden Nachfrage nach KI-Produkten und -Dienstleistungen, wodurch wiederum der Strombedarf für Rechenzentren steigt. Laut Financial Times entsteht dadurch eine neue, trac Branche: Energieversorger.
Da die Technologiekonzerne für manche Anleger überbewertet und zu riskant geworden sind, sehen Experten im KI-Boom auch andere Anlagemöglichkeiten. Sie argumentieren, dass energiebezogene Unternehmen die nächste vielversprechende Option darstellen, auch wenn sie nicht so spektakulär wie Nvidias Halbleitertechnologie erscheinen mögen.
Unternehmen der Energieinfrastrukturbranche mit guten Erfolgsaussichten
Berichten zufolge der Energieverbrauch in Rechenzentren für KI und Krypto-Mining gestiegen, was für den Sektor Anlass bietet, nach nachhaltiger Energienutzung und grüner Energie zu suchen.
James West, ein leitender Analyst bei Evercore ISI, sagte gegenüber der Financial Times, dass Investoren nach „dem nächsten Derivat im Bereich der KI“ suchten.
„Die Technologieinvestoren, die uns anrufen, fragen nach Leistung.“
Westen.
„Das ist der nächste große Aufschwung am Markt, insbesondere da bei einigen anderen KI-Derivaten wie den Chips die Kapazitätsgrenzen erreicht sind“, fügte West hinzu.
Dies geschieht vor dem Hintergrund eines Kursrückgangs bei Technologiekonzernen wie Nvidia, einem wichtigen Akteur im KI-Sektor, nach der Veröffentlichung ihres letzten Quartalsberichts im August. Laut West fällt es Nvidia schwer, die Gewinne weiter zu steigern, da „die Produktionskapazitäten knapp werden“.
West hob seine Top-Favoriten hervor, die im Energiesektor voraussichtlich gut abschneiden werden, falls es zu einer Verlagerung hin zu Energieunternehmen kommt.
Er erwähnte GE Vernova, eine Energiesparte von General Electric, die als eigenständiges Unternehmen ausgegliedert wurde. Außerdem nannte er Fluence, einen Batteriehersteller, der mit Tesla konkurriert .
Erneuerbare Energien wachsen rasant.
West fügte hinzu, dass die Technologie zwar weltweit schnell wachse, dies aber auch für den Sektor der erneuerbaren Energien gelte, der ein exponentielles Wachstum erlebe, da Investoren ihr Augenmerk verstärkt darauf richteten.
Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) wird erwartet, dass die weltweit im Jahr 2025 erzeugte erneuerbare Energie die Kohleenergie erstmals übertreffen wird.
Dies dürfte jedoch nicht ausreichen, um den schnell wachsenden Bedarf in Rechenzentren zu decken. Experten haben zwei Optionen vorgeschlagen: die erste ist die „Rekarbonisierung“, also die Wiederinbetriebnahme oder der Weiterbetrieb von fossilen Kraftwerken.
Dies könnte jedoch dazu führen, dass Rechenzentren erheblich zu den CO₂-Emissionen beitragen. Bereits jetzt verzeichnen Technologiekonzerne wie Microsoft zwischen 2020 und 2023 einen Anstieg der Emissionen um 30 Prozent, der vor allem auf ihre Rechenzentren zurückzuführen ist. Auch Google verzeichnet in seinen Rechenzentren einen sprunghaften Anstieg des Energieverbrauchs aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach KI-Diensten.
Laut Thomas McAndrew, Gründer und CEO von Enchanted Rock, einem in Texas ansässigen Anbieter von Mikronetzen, benötigen Rechenzentren eine zu 99,99 % zuverlässige Stromversorgung, was das Stromnetz stark belastet. Er fügte hinzu, dass der hohe Strombedarf der Rechenzentren auchdentHaushalte unter Druck setze und die CO₂-Emissionen erhöhe.
McAndrew enthüllte, dass es noch eine weitere Option gibt, die Technologieunternehmen in Betracht ziehen könnten, um das defiauszugleichen, indem sie Erdgas-Mikronetze und Batteriespeicher nutzen.
„KI-Rechenzentren können die Netzbelastung verringern und überschüssige Energie ins Netz zurückspeisen, wodurch der Ausbau von Wind- und Solarenergie unterstützt und somit Kosten und CO₂-Emissionen reduziert werden.“
McAndrew.
Der Gründer und Geschäftsführer von Bloom Energy, KR Sridhar, sagte der Financial Times außerdem, dass Erdgas zwar kaum ein CO2-freier Brennstoff sei, aber dennoch zur Reduzierung von Emissionen und zur Stromversorgung von Rechenzentren genutzt werden könne.

