Kann die Bekämpfung von Geldwäsche die institutionelle Anpassung an Kryptowährungen vorantreiben?

Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML) gelten als der jüngste Treiber für die institutionelle Anpassung von Kryptowährungen. Großbritannien hat in letzter Zeit die Einhaltung der AML-Vorschriften im Kryptobereich stark eingeschränkt, um ein sicheres Finanzumfeld für alle Sektoren zu gewährleisten.
Laut Dr. Ulli Spankowski, Chief Digital Officer der Börse Stuttgart, hat es im Zuge der jüngsten Entwicklungen nach der fünften Geldwäscherichtlinie (AMLD5) einen sprunghaften Anstieg des institutionellen Interesses an Kryptowährungen gegeben.
AML-Konferenz zur Steigerung der institutionellen Krypto-Akzeptanz
Auf dem kürzlich in London abgehaltenen CryptoCompare Digital Asset Summit zeigte sich Dr. Spankowski erstaunt über die positiven Auswirkungen der 5. Geldwäscherichtlinie (AMLD5) auf das institutionelle Interesse am Kryptomarkt. Er gab an, dies nicht erwartet zu haben, da Banken und Finanzinstitute bereits Kryptowährungen verwahrten und mit ihnen handelten.
Spankowski fügte hinzu, dass die Börse Stuttgart mit dem Inkrafttreten des Gesetzes feststellte, dass auch traditionelle Akteure Interesse am Kryptobereich zeigten, was wiederum die institutionelle Anpassung an Kryptowährungen verstärkte.
Im September 2019 stieg die Handelsplattform mit der Einführung bitcoin-Euro-Spot-Paares an ihrer Tochtergesellschaft, der Börse Stuttgart Digital Exchange, in den Kryptowährungsmarkt ein. Darüber hinaus wurden verschiedene Kryptoprodukte von der Plattform gelistet.
Dr. Spankowski führte weiter aus, dass die Lizenzpflicht für die Listung von Kryptowährungen auf der Handelsplattform bei Anlegern den Eindruck erwecken könnte, diese sei seriös. Er betonte, dass BSDEX mit über 120 institutionellen Kunden und einer offenen Beziehung zu den deutschen Finanzaufsichtsbehörden ein sicheres Tor für Kryptowährungen darstelle.
Interessanterweise verpflichtet die Geldwäscherichtlinie 5 (AMLD5) Unternehmen mit Sitz in EU-Ländern, sich bei den lokalen Aufsichtsbehörden zu registrieren, Daten über die Herkunft der Kundengelder zu speichern und KYC-Prüfungen einzuführen. Daher verließen viele Kryptowährungsunternehmen, darunter KyberSwap und Deribit, die EU.
Titelbild von Brian A Jackson
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Taha Farooqui
Taha ist spezialisiert auf Texterstellung und -übersetzung. Sein Ziel ist es, über Kryptowährungen und Blockchain sowohl auf Englisch als auch in den lokalen Dialekten des Nahen Ostens zu berichten. Er hat bereits an der Erstellung, Übersetzung und Lokalisierung von Materialien zu diesen Themen mitgewirkt.
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