Laut Bundesbank kämpft die deutsche Wirtschaft weiterhin mit Schwierigkeiten und verzeichnete im dritten Quartal kaum Wachstum. Die Deutsche Bundesbank erklärte am Donnerstag, dass sowohl tiefgreifende Probleme als auch der Druck durch US-Zölle das Land weiterhin belasten. Der Bausektor bleibe schwach, der private Konsum habe sich bestenfalls leicht erholt.
Dennoch äußerte sichdent Joachim Nagel in seinen Ausführungen vorsichtig optimistisch hinsichtlich der deutschen Wirtschaftsaussichten. Er erklärte: „Die Lage in Deutschland verbessert sich. Wir sehen nun möglicherweise noch in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum.“
Der IWF prognostiziert für Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 0,2 %
Deutschland kämpft weiterhin mit den Folgen einer seit mindestens zwei Jahren anhaltenden Wirtschaftskrise . Ökonomen erwarten für das kommende Jahr bisher nur ein geringes Wachstum, das sich nach der Einführung weiterer Konjunkturmaßnahmen deutlicher bemerkbar machen dürfte. Auch der Internationale Währungsfonds prognostiziert für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent, was mit den offiziellen Regierungsprognosen übereinstimmt.
Die Prognose der Bundesbank vom Juni sagte jedoch eine Stagnation voraus. In ihrer monatlichen Einschätzung merkte die Bank an, dass eine Umfrage des Ifo-Instituts optimistischere Produktionspläne und Exporterwartungen ergab, was auf ein etwastronIndustriebild zum Jahresende hindeutet.
Die Europäische Zentralbank berät weiterhin über eine Zinssenkung oder -erhöhung für die Eurozone. Ratsmitglied François Villeroy de Galhau deutete jedoch an, dass eine Zinssenkung wahrscheinlicher sei. Er erklärte: „Wenn es einen nächsten Schritt gibt, ist eine Zinssenkung plausibler und wahrscheinlicher als eine Zinserhöhung. Ich sehe zwar einige Aufwärtsrisiken, aber die Abwärtsrisiken überwiegen.“
Der Chef der französischen Zentralbank argumentierte jedoch am Dienstag gegenüber Bloomberg Television, dass die Inflation nun größere Abwärtsrisiken berge, und fügte hinzu, dass die derzeitige Geldpolitik zwar gut ausbalanciert sei, aber bei Bedarf angepasst werden könne.
Eine aktuelle Umfrage ergab jedoch, dass das Vertrauen deutsche Wirtschaft von Finanzanalysten
Der ZEW-Konjunkturindikator, für den 177 Analysten und Investoren aus Banken, Versicherungen und anderen Unternehmen befragt wurden, stieg im Oktober um 2 Punkte auf 39,3 und blieb damit unter der Prognose der befragten Ökonomen von 42,6. ZEW-dent Achim Wambach erklärte, diedentseien trotz anhaltender globaler Unsicherheiten weiterhin optimistisch hinsichtlich eines mittelfristigen Aufschwungs.
Die Bundesbank schlug Änderungen an den EU-Bankvorschriften vor
Die Bundesbank hat kürzlich im Rahmen ihrer Mitarbeit in einer EZB-Arbeitsgruppe, die bis Ende des Jahres Empfehlungen für die EU-Behörden erarbeitet, zwei wichtige Vorschläge zur Reduzierung der regulatorischen Anforderungen für europäische Banken unterbreitet. Der deutsche Vorschlag stieß bei den EU-Banken auf Widerstand, da er die Rentabilität beeinträchtigen könnte – die deutschen Aufsichtsbehörden hingegen betonen, es sei der richtige Schritt.
Der größte Streitpunkt ist ein Plan zur klareren Abgrenzung zwischen Mitteln für das laufende Geschäft und solchen, die für Abwicklungs- oder Insolvenzzwecke zurückgestellt werden. Laut Michael Theurer, dem Leiter der Bankenaufsicht der Bundesbank, nutzen einige Banken AT1-Kapital im Rahmen der „Fortführungsstrategie“ und müssten ihre Vorgehensweise anpassen. Er ist jedoch überzeugt, dass der Ansatz mitdent Maßnahmen branchenweit sicher angewendet werden kann.
Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte am Mittwoch, die bestehenden Regeln hätten zwar die Finanzstabilität gestärkt, aber auch der deutschen Wirtschaft. „Die Banken sind zu stark reguliert“, sagte er und fügte hinzu, er sei besorgt, dass US-amerikanische Konkurrenten die europäischen Banken überholen würden.

