Die Afrikanische Union (AU) hat eine neue „Kontinentale Strategie für Künstliche Intelligenz“ verabschiedet, die die Integration von KI in den Mitgliedsländern beschleunigen soll. Die am 9. August verabschiedete Strategie beschreibt konkrete Maßnahmen zur Integration von KI in den öffentlichen und privaten Sektor.
Die KI-Strategie der Afrikanischen Union wurde während der 45. Ordentlichen Sitzung des Exekutivrats der AU in Accra, Ghana, verabschiedet. Sie zielt darauf ab, KI für die Entwicklung des Kontinents und zum Wohle seiner Bevölkerung einzusetzen.
Die Afrikanische Union richtet KI an der Agenda 2063 und den UN-Nachhaltigkeitszielen aus
Die Kontinentale Strategie für Künstliche Intelligenz enthält mehrere zentrale Empfehlungen. Sie schlägt die Einrichtung einer neuen Hardware-Software-Infrastruktur zur Unterstützung von KI- und maschinellen Lernprozessen vor. Dies ermöglicht ein effizientes Management und den Austausch von Daten in Afrika.
Die Strategie berücksichtigt auch die Verbesserung geeigneter Rahmenbedingungen für die KI-Governance. Daher ist es unerlässlich, KI in die Prioritätsbereiche der Agenda 2063 der Afrikanischen Union und die UN-Nachhaltigkeitsziele zu integrieren. Ein weiterer Bereich ist die Weiterentwicklung von KI-Anwendungen im öffentlichen Sektor und die Schaffung von Rahmenbedingungen für die Entstehung von KI-bezogenen Startups.

Die KI-Strategie präsentiert den Aktionsplan für die kommenden fünf Jahre (2025–2030) und gliedert sich in zwei Phasen. Die erste Phase (2025–2026) konzentriert sich auf den Aufbau von Governance-Strukturen und die Entwicklung nationaler KI-Pläne. Sie umfasst außerdem diedentder Afrikanischen Union und ihrer Mitgliedstaaten sowie den Kapazitätsaufbau.
Die zweite Phase, von 2027 bis 2030, konzentriert sich auf die Umsetzung der in der Strategiedentstrategischen Prioritäten und Initiativen. Diese Phase umfasst die Implementierung von KI-Technologien im realen Leben und die Realisierung der Strategieziele.
Sechs afrikanische Nationen führen mit bestehenden KI-Strategien
Bislang haben sechs afrikanische Länder – Algerien, Benin, Ägypten, Mauritius, Ruanda und Senegal – eigenständigedent -Strategien entwickelt. Länder wie Kenia, Südafrika und Uganda erproben hingegen den Einsatz von KI in Kombination mit anderen Innovationen wie Blockchain.
Mehrere Länder, darunter Äthiopien, Ghana, Kenia, Mauretanien, Marokko, Nigeria, Südafrika, Tansania, Tunesien und Uganda, arbeiten an der Entwicklung ihrer KI-Strategien und dem Aufbau von Institutionen zur Förderung der KI-Entwicklung. Diese Fortschritte unterstreichen die wachsende Bedeutung von KI in der Region sowie die Entschlossenheit der Afrikanischen Union, diese Technologie auch für andere Entwicklungsziele einzusetzen.

