Die Wall Street erwartet, dass der Börsengang von SpaceX der größte Börsengang aller Zeiten sein wird

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Elon Musk bestätigte, dass SpaceX im Jahr 2025 an die Börse gehen und eine Zielbewertung von 1,5 Billionen Dollar anstreben wird.
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Ron Baron und Cathie Wood halten vor dem Börsengang bedeutende private Anteile an SpaceX.
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Das Unternehmen hat im Jahr 2025 mehr als 3.200 Satelliten gestartet und ist Marktführer im erdnahen Orbit.
Letztes Jahr bestätigte Elon Musk, worauf die gesamte Wall Street gewartet hatte: SpaceX wird noch in diesem Jahr an die Börse gehen. Der als exzentrisch geltende Milliardär erklärte Reportern letzten Monat, die Angaben zum Zeitplan des Börsengangs seien „zutreffend“, wie Cryptopolitan berichtete.
Das allein sorgte schon für Aufsehen an den Märkten. Doch was wirklich für Furore sorgt, ist der Preis. Nachdem SpaceX bei einem kürzlich erfolgten Börsengang mit 800 Milliarden Dollar bewertet wurde, peilt das Unternehmen nun eine Bewertung von 1,5 Billionen Dollar an, wenn es schließlich an die Börse geht.
Diese Zahl würde den bisherigen Rekord des Börsengangs von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019 deutlich übertreffen. Sollte der Börsengang tatsächlich so erfolgreich sein, wäre es der größte öffentliche Börsengang der Geschichte. Und die Investoren zögern nicht lange. Sie haben bereits privat Anteile erworben und setzen darauf, dass das Unternehmen nach dem Börsengang alle bisherigen Markterfolge übertreffen wird.
Baron und Wood setzen alles auf eine Karte, während die Verkaufszahlen explodieren
Ron Baron, der Gründer von Baron Capital, erklärte gegenüber Bloomberg, dass fast 25 % seines persönlichen Portfolios in SpaceX investiert sind. Das ist kein Tippfehler. Jeder vierte seiner Anlagedollar steckt in Musks Raumfahrtunternehmen. Auch sein Baron Partners Fund ist stark an das Unternehmen gebunden. Dasselbe gilt für Cathie Wood, deren ARK Venture Fund SpaceX als größte Position hält.
Laut Analysten von Jefferies stellte SpaceX im letzten Quartal 2025 einen neuen Rekord auf und erreichte 971 Starts in den erdnahen Orbit. Das sind über 30 % mehr als im dritten Quartal und ein enormer Anstieg von 70 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.
SpaceX startete im gesamten Jahr über 3.200 Satelliten – die höchste jemals in einem Zwölfmonatszeitraum erreichte Zahl. Das entspricht einem Anstieg von 60 % gegenüber dem Vorjahr. Kevin Lin, Analyst bei Jefferies, erklärte seinen Kunden, das Starttempo des Unternehmens beschleunige sich. Er nahm dabei kein Blatt vor den Mund. Während Amazons LEO-Sparte nach eigenen Angaben eine stabile Startphase erreicht habe, hinke sie laut Lin deutlich hinterher.
Um den Rückstand aufzuholen, Amazon im November an, dass Unternehmen mit dem Testen seines umbenannten Leo-Angebots beginnen könnten. Dies ist Amazons beste Chance, die Lücke zu Musks Starlink zu schließen, das bereits Tausende aktive Satelliten im Einsatz hat. Lin geht davon aus, dass die Gesamtzahl der Satellitenstarts aller Anbieter in naher Zukunft weiter steigen wird.
KI-Wettrüsten treibt Technologiegiganten in Richtung Weltraum-Rechenzentren
Der Start ist noch nicht das Ende der Geschichte. Lin erklärte, dass da noch etwas anderes im Gange sei, und das habe nichts mit Touristen oder Satelliten zu tun. Es gehe um Rechenzentren im Weltraum. Da der KI-Boom die Energieversorgung der Erde unter Druck setze, suchten Technologiekonzerne nun nach neuen Wegen, um Infrastruktur aufzubauen. Lin sagte seinen Kunden, dass SpaceX hier als Nächstes eine dominierende Rolle einnehmen könnte.
Lin ist überzeugt, dass dieser Sektor das gesamte Wachstum des LEO-Marktes im nächsten Jahrzehnt maßgeblich prägen könnte. Sollte SpaceX einen Weg finden, Server in den Orbit zu befördern, könnte sich der Wirkungsbereich des Unternehmens weit über Raketen hinaus erstrecken.
Doch noch sind nicht alle überzeugt. Edison Yu, Analyst bei der Deutschen Bank, warnte, dass noch erhebliche Probleme gelöst werden müssten, bevor dies Realität werden könne. Das hält die Branchenriesen jedoch nicht auf. Yu merkte an, dass auch Google und OpenAI an der Realisierung von Orbital-Computing arbeiten. „Es gibt eindeutig technische Herausforderungen, um dies zu einem praktikablen Unterfangen zu machen“, schrieb Yu, „aber es scheinen sich dabei eher um ingenieurtechnische als um physikalische Beschränkungen zu handeln.“
Sollte SpaceX einen solchen Vorsprung erzielen, würde das Musks ohnehin schon immenses Vermögen nur noch weiter steigern. Sein von Tesla gezahltes Vergütungspaket in Höhe von einer Billion Dollar wurde Ende 2025 von den Aktionären genehmigt. Doch selbst mit dieser Zustimmung läuft es im Bereich der Elektrofahrzeuge seines Imperiums nicht gerade rund.
Tesla meldete schwächere Auslieferungszahlen als erwartet für das vierte Quartal . Das kostete Musk seine Position als weltweit führender Hersteller von Elektrofahrzeugen; BYD übernahm nun die Führung. Die Tesla-Aktie schloss das Jahr zwar mit einem Plus von über 11 %, lag damit aber deutlich unter dem Nasdaq Composite und dem S&P 500. Schlimmer noch: Die Gewinne reichen nicht einmal annähernd an die für 2023 und 2024 prognostizierten Kurssprünge von 60 % bzw. 100 % heran.
Jetzt steht SpaceX im Rampenlicht, und die Börse schaut nicht nur zu. Sie wettet darauf, dass dieser Börsengang noch Jahrzehnte lang Gesprächsthema sein wird.

Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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