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Die Rallye des S&P 500 um 18 Billionen Dollar gerät durch die Angst vor einer Rendite von 5 % unter Druck

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Die Rallye des S&P 500 um 18 Billionen Dollar gerät durch die Angst vor einer Rendite von 5 % unter Druck
  • Die 18 Billionen Dollar schwere Rallye des S&P 500 gerät ins Stocken, da die Renditen von US-Staatsanleihen die 5%-Marke überschreiten.
  • Aktien wirken schwächer, da Anleihen jetzt höhere Renditen bei geringerem Risiko bieten.
  • Die großen Technologiekonzerne stützen den Markt, aber der Druck nimmt schnell zu.

Der S&P 500, das Kronjuwel des amerikanischen Aktienmarktes, hat in den letzten zwei Jahren einen enormen Wertzuwachs erlebt, ist um mehr als 50 % gestiegen und hat Gewinne in Höhe von 18 Billionen Dollar erzielt.

Es war eine unaufhaltsame Kraft, angeheizt durch den KI-Hype und die Steuersenkungsversprechen vondent Donald Trump. Doch die Wall Street gerät plötzlich ins Schwitzen, da die Renditen von Staatsanleihen die 5%-Marke überschritten haben.

Der Kurssturz des S&P 500 war ein brutaler Weckruf. Der Index büßte alle Gewinne ein, die er bis 2025 erzielt hatte, und machte die Rallye vom November, die auf Trumps Wahlsieg folgte, fast vollständig zunichte. Die Wall Street sieht sich nun einer unangenehmen Wahrheit gegenüber: Der Anleihenmarkt hat ihr den Krieg erklärt.

Die Renditen von Staatsanleihen erreichten 5 % und verunsicherten den Aktienmarkt

Höhere Renditen bedeuten bessere Erträge für Anleiheninvestoren. Warum also Geld in Aktien riskieren? Aktuell liegt die Gewinnrendite des S&P 500 1 % unter der Rendite einer zehnjährigen US-Staatsanleihe. Das ist ein Problem wie 2002 und lässt Aktien im Vergleich dazu wie ein schlechtes Geschäft erscheinen.

Doch damit nicht genug. Steigende Renditen treffen Unternehmen hart. Die Kreditkosten steigen, was die Gewinne schmälert und kapitalintensive Projekte unattraktiver macht. Investoren haben dies bemerkt, und die Folgen sind deutlich sichtbar.

Die Rolle der Fed in diesem Chaos ist alles andere als beruhigend. Sie hat den Leitzins seit September um 100 Basispunkte gesenkt, doch die Renditen sind im gleichen Zeitraum um denselben Betrag gestiegen.

Diese Divergenz ist global: Die Inflation bleibt hartnäckig, die Zentralbanken verschärfen ihre restriktive Geldpolitik, und die Staatsverschuldung steigt flächendeckend. Wer auf die Rettung durch die Fed gehofft hatte, sollte sich getäuscht haben.

Wenn der S&P 500 ein Sicherheitsnetz hat, dann sind es die großen Technologiekonzerne. Die sogenannten „Magnificent Seven“ – Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Nvidia und Tesla – scheffeln weiterhin cash und erzielen solide Ergebnisse. Zusammen machen diese Giganten mehr als 30 % des Index aus und haben damit einen überproportionalen Einfluss auf die Marktentwicklung.

Künstliche Intelligenz ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Investoren setzen darauf, dass diese Unternehmen die KI-Revolution dominieren werden, was erklärt, warum sich ihre Aktien trotz der allgemeinen Marktturbulenzen weiterhin gut entwickeln. Doch auch die Technologiebranche ist nicht unbesiegbar.

Gold bricht die Regeln

2024 war ein ungewöhnliches Jahr. Gold und der S&P 500, die an der Börse normalerweise verfeindet sind, wurden plötzlich beste Freunde. Die Korrelation zwischen ihnen erreichte einen Rekordwert von 0,91. Historisch gesehen bewegen sich diese Anlageklassen gegenläufig. Aktien stehen für Risiko, Gold für Sicherheit. Doch diesmal war alles anders.

Der Goldpreis stieg im vergangenen Jahr um 30 % – der stärkste Anstieg seit 2010 –, während der S&P 500 um Billionen an Wert zulegte. Der US-Dollar-Index legte um 7 % zu, und die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte um 22 %. Dass alle drei gleichzeitig stiegen, ist nahezu beispiellos.

Die Zentralbanken stockten ihre Goldbestände 2024 um 794 Tonnen auf – die drittgrößte Kaufwelle dieses Jahrhunderts. China führte den Trend an und deckte sich angesichts wachsender Deflationsängste mit Gold ein. Gleichzeitig durchbrachen Bitcoin und Gold – zwei Anlageklassen, die üblicherweise als „sichere Häfen“ konkurrieren – ihre inverse Korrelation und übertrafen gemeinsam den S&P 500.

Bitcoin und Gold-ETFs verwalten zusammen Vermögenswerte im Wert von 130 Milliarden US-Dollar. Investoren strömen in diese Anlagen, da sie darin einen Schutz gegen Inflation, geopolitische Unruhen und Marktinstabilität sehen.

Die Strategie der US-Notenbank ändert sich. Nach einem Jahr aggressiver Zinserhöhungen im Jahr 2022 hat die Fed ihr Tempo gedrosselt. Zinssenkungen finden zwar statt, aber nicht in dem von der Wall Street gewünschten Umfang. Die Inflation hält sich hartnäckig, und das Geldmengenwachstum hat den höchsten Stand seit 20 Monaten erreicht.

Daher sind die Berichte zum Verbraucherpreisindex (VPI) und Erzeugerpreisindex (EPI) für Januar von entscheidender Bedeutung. Diese Zahlen werden die Prognose der US-Notenbank für 2025 prägen und darüber entscheiden, ob weitere Zinssenkungen in Betracht gezogen werden.

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