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Protokolle der Fed zeigen, dass die Beamten gegen Zinssenkungen sind und Trump gegenüber vorsichtig eingestellt sind

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 4 Minuten
Die Märkte halten vor der Fed-Sitzung inne. Was ist zu erwarten?
  • Die US-Notenbank verschiebt Zinssenkungen aufgrund der Inflation und der Politik von Trump.
  • Die Inflation lässt nach, aber die Kerninflation bleibt hoch.
  • Die Kreditkosten bleiben für alle hoch.

Die US-Notenbank Federal Reserve bremst die Zinssenkungen defiaus und begründet dies mit der Unsicherheit im Zusammenhang mitdent Donald Trump.

Das Protokoll der Fed-Sitzung vom Dezember wurde heute veröffentlicht und zeigt einen Raum voller Beamter, die sich Sorgen um die Inflation machen und sich den Kopf darüber zerbrechen, was Trumps Politik in den Bereichen Handel und Einwanderung für die Wirtschaft bedeuten könnte.

Sein Name wurde nicht direkt erwähnt – was ja auch verständlich ist –, aber die Maßnahmen seiner künftigen Regierung sind allgegenwärtig. Die Fed befindet sich seit Beginn der Inflationswelle in einer schwierigen Lage. Zwar deuten jüngste Daten auf eine leichte Abkühlung hin, doch das reicht bei der Fed nicht aus, um Entwarnung zu geben.

Die Inflation verlangsamt sich, aber nicht ausreichend

Die Gesamtinflation der Verbraucherpreise, gemessen am 12-Monats-Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCE), lag im Oktober bei 2,3 %, ein Rückgang gegenüber 3,0 % im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Kerninflation (ohne die üblichen Verdächtigen wie Nahrungsmittel und Energie) lag bei 2,8 %, nach 3,4 % im Vorjahr. Für November wurde eine Gesamtinflation (PCE) von 2,5 % und eine unveränderte Kerninflation von 2,8 % prognostiziert.

Die Daten des Verbraucherpreisindex (VPI) zeichneten ein ähnliches Bild. Im November lag die VPI-Inflation bei 2,7 %, die Kerninflation bei 3,3 %. Beide Werte sind zwar niedriger als im Jahr 2023, aber noch lange nicht niedrig genug, um Grund zum Feiern zu geben. Die US-Notenbank (Fed) konzentriert sich weiterhin stark auf die Kerninflation, die sich aufgrund träger Branchen wie dem Dienstleistungssektor nicht so stark abgeschwächt hat wie erwartet.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt verändert sich ebenfalls, wenn auch nur geringfügig. Das durchschnittliche monatliche Beschäftigungswachstum fiel im Oktober und November im Vergleich zum dritten Quartal geringer aus, was teilweise auf Streiks und Naturkatastrophen zurückzuführen ist.

Die Arbeitslosenquote stieg im November leicht auf 4,2 %, wobei auch die Erwerbsbeteiligungsquote sank. Die Löhne blieben jedoch stabil und stiegen im November im Vergleich zum Vorjahr um 4 %.

Das Wirtschaftswachstum bleibt stabil, die ausländischen Märkte schwächeln

Die US-Wirtschaft steht – zumindest vorerst – gar nicht so schlecht da. Das BIP-Wachstum im dritten Quartal war solide und entsprach dem des zweiten Quartals. Konsumausgaben und private Investitionen trieben die Zahlen nach oben, doch die Importe überstiegen die Exporte und bremsten das Wachstum.

Im vierten Quartal deuteten die Indikatoren auf ein weiterhintronBIP-Wachstum hin, das erneut von Konsum- und privaten Ausgaben getragen wurde. Gleichzeitig gingen die Importe im Oktober zurück, insbesondere die von Investitionsgütern.

Im Ausland gestaltet sich die Lage etwas komplizierter. Die Eurozone und Mexiko verzeichneten im dritten Quartal zwar Wachstum, doch zum Jahresende ließ die Dynamik nach. Die Produktion verlangsamte sich, und der private Konsum blieb schwach.

China hingegen hatte mit einem geringen Wachstum der Einzelhandelsumsätze und einer schwachen Inlandsnachfrage zu kämpfen, obwohl die Hightech-Produktion in anderen Teilen Asiens dank der US-Nachfrage weiterhin hoch war.

Die Inflation in den Industrieländern ließ dank zuvor gesunkener Energiepreise nach, doch die Dienstleistungsinflation blieb in einigen Regionen unverändert hoch. Lateinamerika, insbesondere Brasilien, sah sich mit einer ganz anderen Herausforderung konfrontiert: Dort wurde die Inflation durch Währungsprobleme weiter angeheizt.

Die Märkte passen sich den Signalen der US-Notenbank an

Kommen wir nun zu den Märkten. Seit die Fed ihre vorsichtige Seite zeigt, haben Anleger ihre Erwartungen an Zinssenkungen angepasst. Die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen nach der Wahl zunächst an, stagnierten aber bis zum Ende des im Protokoll behandelten Zeitraums. Die kurzfristigen Inflationserwartungen stiegen leicht, während sich die langfristigen Indikatoren kaum veränderten.

Die Aktienmärkte hingegen befanden sich in einer Phase des Optimismus. Aktien zyklischer Branchen schossen in die Höhe, da Anleger auftronUnternehmensgewinne setzten. Die Spreads von Hochzinsanleihen verringerten sich, und der VIX – ein Indikator für die Volatilität des Aktienmarktes – fiel auf ein deutlich niedrigeres Niveau als vor der Wahl.

Bitcoinnotiert nach dem gestrigen Kursrückgang weiterhin unter 100.000 US-Dollar. International sah die Lage weniger rosig aus. Schwache Wirtschaftsdaten aus dem Ausland und die Erwartung von Zinssenkungen durch ausländische Zentralbanken drückten die Anleiherenditen in den Industrieländern und stärkten den Dollar zusätzlich.

Ausländische Aktien entwickelten sich schlechter als US-Aktien, was die Erwartung eines auseinanderlaufenden Wirtschaftswachstums zwischen den USA und dem Rest der Welt widerspiegelt.

Auch die Zentralbanken im Ausland waren aktiv. Kanada, Europa, Hongkong und Mexiko senkten in diesem Zeitraum die Zinsen. Brasilien hingegen ging einen anderen Weg und erhöhte seinen Leitzins um 100 Basispunkte, um die Inflation zu bekämpfen.

Die Kreditkosten bleiben hoch, die Haushalte spüren die Auswirkungen

Trotz einer gewissen Stabilität an den kurzfristigen Finanzierungsmärkten blieben die Kreditkosten in den USA durchweg hoch. Die Hypothekenzinsen sanken zwar leicht, blieben aber auf einem historisch hohen Niveau. Autokredite und Kreditkartenzinsen verharrten nahe Rekordhochs, wobei die Autokreditzinsen geringfügig nachgaben.

Unternehmenskreditnehmer konnten etwas aufatmen, da die Renditen von Investment-Grade- und spekulativen Anleihen sanken. Gewerbliche Immobilienkredite erholten sich nach einem Stillstand im dritten Quartal im Oktober leicht, doch die Zahlungsausfälle in diesem Sektor nahmen weiter zu. Kleine Unternehmen hatten es schwer, da sie mit restriktiven Kreditbedingungen und einer schwachen Kreditvergabe konfrontiert waren.

Auch die privaten Haushalte waren nicht viel besser dran. Zwar war Kredit für diejenigen mittronBonität grundsätzlich verfügbar, doch die Zahlungsrückstände bei Kreditkarten nahmen weiter zu. Die Zahlungsrückstände bei Hypotheken der Federal Housing Administration blieben über dem Niveau vor der Pandemie und verschärften die Lage für einkommensschwache Kreditnehmer.

Die Fed wird ihre Bestände an US-Staatsanleihen und hypothekenbesicherten Wertpapieren weiter reduzieren. Die Verantwortlichen beobachten die Datenlage jedoch genau und werden gegebenenfalls Anpassungen vornehmen. Sie erklärten: „Die Einschätzungen des Ausschusses werden eine Vielzahl von Informationen berücksichtigen, darunter Daten zur Arbeitsmarktlage, zum Inflationsdruck und zu den Inflationserwartungen sowie zu finanziellen und internationalen Entwicklungen.“

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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