Am 1. März 2019 meldete die russische Nachrichtenagentur TASS, dass eine Welle neuer Regeln und Vorschriften im Zusammenhang mit russischen Offshore-Firmen bevorsteht. Diese Maßnahmen werden sich gemäß den neuesten Bestimmungen verstärkt auf virtuelle Währungen (Kryptowährungen) auswirken.
Die sogenannten „russischen Offshore-Finanzplätze“, die offenbar als dritte Maßnahmengruppe behandelt werden, sind Gegenstand kontinuierlicher Arbeit des russischen Finanzministeriums. Berichten zufolge umfassen „russische Offshore-Finanzplätze“ alle Orte, die nicht rechtmäßig Steuern zahlen müssen. Diese Orte sind zudem von bestimmten Regulierungen ausgenommen. Zu den gelockerten Bestimmungen gehört eine spezielle Regelung für Schifffahrt und digitale bzw. virtuelle Vermögenswerte.
Laut Ilya Torosov erklärte die stellvertretende Ministerin für wirtschaftliche Entwicklung gegenüber TASS mehrfach, dass digitale Ressourcen Kryptowährungen umfassen. Sie sagte, es sei ziemlich klar, dass digitales Geld oder digitale Vermögenswerte Kryptowährungen seien. Man müsse jedoch allgemein sprechen. Für die Initiierung der dritten Gruppe von Maßnahmen wolle sie keine Verantwortung übernehmen.
Ende Februar wies der russischedentWladimir Putin die Regierung an, sämtliche Regulierungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen umzusetzen. Diese Regulierungen sollten bis zum 1. Juli 2019 in Kraft treten. In diesem Zusammenhang wurden Richtlinien zur Ausarbeitung eines Plans für die vollständige Digitalisierung von Finanzanlagen erforderlich.
Ein Plan der russischen Staatsduma wurde im März geprüft und verabschiedet. Die darin enthaltenen Richtlinien betrafen neue Kryptowährungsbestimmungen. Der ehemalige Energieminister Igor Jusufow hatte eine durch Erdöl gedeckte Kryptowährung vorgeschlagen. Justizminister Alexander Konowalow hingegen erklärte, eine formale Gesetzgebung zu Kryptowährungen sei verfrüht. Er plädierte zudem für die Akzeptanz von Kryptowährungen als legitimes Zahlungsmittel.
Russland strebt neue Regulierungen für Kryptowährungen an