Die britische Finanzministerin Rachel Reeves bleibt angesichts des wirtschaftlichen Drucks standhaft bei den Haushaltsregeln

- Rachel Reeves hält trotz des langsamen Wachstums an den Haushaltszielen fest und senkt die Ausgaben für Sozialleistungen und den öffentlichen Dienst.
- Die Budgets für Verteidigung und Gesundheitswesen steigen, aber 10.000 Stellen im öffentlichen Dienst und 5 Milliarden Pfund an Sozialausgaben werden gestrichen.
- Großbritannien erwägt die Abschaffung der 800 Millionen Pfund schweren Digitalsteuer, um die Handelsspannungen mit den USA angesichts der von Trump angedrohten Zölle zu verringern.
Die britische Finanzministerin Rachel Reeves erklärte, die Regierung werde trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten an ihren Haushaltsregeln festhalten. In einem Interview mit Sky News am Sonntag betonte sie die Wichtigkeit fiskalischer Verantwortung.
Reeves hatte versprochen , die laufenden Staatsausgaben bis zum Ende des Jahrzehnts mit den Steuereinnahmen auszugleichen. Langsames Wirtschaftswachstum und steigende Kreditkosten haben dieses Ziel jedoch erschwert. Die Angst vor einem globalen Handelskrieg, angeheizt durch die Importzölle von US-Präsidentdent Trump, hat die internationalen Wirtschaftsaussichten ebenfalls getrübt.
Um ihre Haushaltsziele zu erreichen, hat die britische Regierung bereits Sozialkürzungen in Höhe von jährlich 5 Milliarden Pfund (6,5 Milliarden US-Dollar) vorgenommen. Reeves wird in ihrer Frühjahrserklärung am Mittwoch weitere Maßnahmen ankündigen, um sich einen Handlungsspielraum von 10 Milliarden Pfund zu verschaffen.
Reeves drängt auf gezielte Ausgabenkürzungen bei gleichzeitiger Priorisierung wichtiger Sektoren
Auf Fragen zu möglichen Ausgabenkürzungen ging Reeves auch auf weitere Punkte ein und versicherte, dass die öffentlichen Ausgaben weiterhin schneller als die Inflation wachsen würden. Sie betonte jedoch, dass die Ausgaben bestimmten Prioritäten zugeordnet werden sollten, darunter dem Verteidigungshaushalt, der angesichts von Trumps Forderungen an die europäischen Verbündeten, mehr für die Sicherheit auf dem Kontinent zu tun, Budgeterhöhungen erfahren hat.
Um die Staatsausgaben zu senken, will Reeves 10.000 Stellen im öffentlichen Dienst streichen und die laufenden Kosten der Regierung um 15 % reduzieren. Dadurch sollen jährlich über 2 Milliarden Pfund (2,58 Milliarden US-Dollar) eingespart werden. Sie räumte zwar ein, dass es schwierig sei, die seit über einem Jahrzehnt anhaltende wirtschaftliche Stagnation zu überwinden, betonte aber gleichzeitig die bereits eingeleiteten wirtschaftlichen Veränderungen.
Reeves versprach, sich an Haushaltsregeln zu halten, die keine neuen Steuern erfordern, und deutete an, dass sie die jährliche Digitalsteuer in Höhe von 1 Milliarde Pfund abschaffen könnte, um eine Einigung mitdent Trump zu erzielen und Zölle im Handel zu vermeiden.
Die Maßnahme stieß jedoch auf Kritik, nachdem die Regierung auch vorgeschlagen hatte, durch Kürzungen der Behindertenleistungen 5 Milliarden Pfund im Sozialbereich einzusparen, was zu heftiger Kritik von Labour-Abgeordneten und Gewerkschaften führte. Andere Ministerien könnten hingegen mit Budgetkürzungen von 11 % rechnen, während für Verteidigung und Gesundheitswesen mit einem Anstieg der Budgets gerechnet wird.
Reeves meistert die Herausforderungen im Handelsbereich und drängt auf Steuerreformen
Die britische Regierung bereitet sich darauf vor, die wirtschaftliche Unsicherheit zu überwinden, indem sie Raum für eine wahrscheinliche Herabstufung der britischen Wirtschaftswachstumsprognose und wachsende fiskalische Verpflichtungen schafft.
Während US-Präsident Donald Trump über neue Importzölledent , hat Handelsministerin Rachel Reeves versucht, sicherzustellen, dass Großbritannien zumindest von den schlimmsten Auswirkungen verschont bleibt. Sie merkte an, dass Großbritannien keinen großen Handelsüberschuss mit den USA aufweist und daher weniger wahrscheinlich von protektionistischen Maßnahmen betroffen sein wird.
Die britische Digitalsteuer (Digital Services Tax, DST), die derzeit von großen Technologieunternehmen wie Google, Amazon und Facebook entrichtet wird, ist ein Streitpunkt in den aktuellen Handelsgesprächen. Sie bringt jährlich rund 800 Millionen Pfund ein, stellt aber einen erheblichen Konfliktpunkt in den Beziehungen zur US-Regierung dar.
Berichten zufolge erwägt Großbritannien, die Steuer abzuschaffen oder anzupassen, um dietronHandelsbeziehungen mit Washington aufrechtzuerhalten. Reeves erklärte, die Gespräche dauerten an, sagte aber nicht, dass Änderungen unmittelbar bevorstünden.
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Nellius Irene
Nellius hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft und IT und verfügt über fünf Jahre Erfahrung in der Kryptowährungsbranche. Sie ist außerdem Absolventin des Bitcoin Dada-Programms. Nellius hat für führende Medien wie BanklessTimes, Cryptobasic und Riseup Media geschrieben.
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