NEUESTE NACHRICHTEN
FÜR SIE AUSGEWÄHLT
WÖCHENTLICH
BLEIBEN SIE AN DER SPITZE

Die besten Krypto-Einblicke direkt in Ihren Posteingang.

Der 300 Milliarden Dollar schwere Mega-Deal zwischen Oracle und OpenAI stürzt ins Minus und steht nun bei –74 Milliarden Dollar.

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Der 300 Milliarden Dollar schwere Mega-Deal zwischen Oracle und OpenAI stürzt ins Minus und steht nun bei –74 Milliarden Dollar.
  • Oracle hat seit der Bekanntgabe des 300 Milliarden Dollar schweren Deals mit OpenAI 315 Milliarden Dollar an Marktwert verloren.
  • Das Unternehmen ist hoch verschuldet und verlässt sich trotz fehlender Renditegarantien auf OpenAI, um künftig Einnahmen zu generieren.
  • Die Kreditausfallswaps von Oracle sind stark angestiegen, da sich Anleger gegen steigende finanzielle Risiken absichern.

Die am 10. September erstmals bekannt gegebene 300-Milliarden-Dollar-Vereinbarung zwischen Oracle und OpenAI hat sich tief in die roten Zahlen geschrieben; genauer gesagt: minus 74 Milliarden Dollar.

Seit der Ankündigung hat der Markt den Wert von Oracle um 315 Milliarden Dollar reduziert – ein Verlust, der nicht nur den gesamten Wert des Deals zunichtemachte, sondern auch den Gegenwert von General Motors plus zwei Kraft Heinz vernichtete.

Während wichtige Technologieindizes wie der Nasdaq Composite, Microsoft und der Dow Jones US Software Index weitgehend unverändert blieben, erlitt Oracle einen herben Kursverfall.

Der brutale Kurssturz war nicht auf allgemeinen Marktdruck zurückzuführen, sondern allein auf Larry Ellisons riskante Wette. Oracle investierte Milliarden in ein auf Krediten basierendes Geschäft, in der Hoffnung, OpenAIs wichtigster Infrastrukturpartner zu werden. Die Anleger waren davon nicht begeistert. Nicht, da das gesamte Geschäftsmodell nun an einen einzigen Kunden und ein einziges ambitioniertes Ziel gekoppelt ist: künstliche allgemeine Intelligenz.

Oracle verdoppelt seine Schulden, um OpenAI zu übernehmen, und setzt die Zukunft auf einen einzigen Kunden.

Oracle positionierte sich als die bevorzugte Rechenmaschine für Sam Altmans OpenAI und bot nach eigenen Angaben niedrigere Vorlaufkosten und ein schnelleres Einkommenspotenzial als andere Cloud-Giganten.

Doch hier liegt das Problem: Oracle verfügt nicht über so cash wie die Konkurrenz. Es ist nicht Amazon, nicht Google und schon gar nicht Microsoft. Statt hoher operativer Gewinne investiert Oracle jeden Cent in das unrealistische Projekt OpenAI, in der Hoffnung, dass sich dies später auszahlt.

Auf der Analystenkonferenz von Oracle, die letzten Monat in Las Vegas stattfand, gab das Unternehmen bekannt, bis 2030 einen Cloud-Umsatz von 166 Milliarden Dollar erzielen zu wollen. Um dieses Ziel zu erreichen, investiert Oracle allein in diesem Jahr 35 Milliarden Dollar in Sachanlagen.

Bis 2029 werden die jährlichen Investitionsausgaben voraussichtlich 80 Milliarden US-Dollar erreichen. Und das nur, um mit dem Wachstum Schritt zu halten. Ab 2027 setzt Oracle darauf, dass OpenAI zur wichtigsten Einnahmequelle wird. Alles – Server, Software und cash– lastet auf den Schultern von OpenAI.

Doch Oracles Finanzlage ist bereits angespannt. Die Nettoverschuldung des Unternehmens hat sich seit 2021 mehr als verdoppelt und liegt nun beim 2,5-Fachen des EBITDA. Prognosen zufolge wird sie sich bis 2030 nahezu nochmals verdoppeln. Schlimmer noch: cash wird voraussichtlich fünf Jahre in Folge negativ bleiben. Das bedeutet, dass Oracle im wahrsten Sinne des Wortes Kredite aufnimmt, um zu spekulieren.

Der Deal könnte im Oracle-Aktienkurs, doch die Verschuldungslage des Unternehmens hat sich nicht beruhigt. Die Kosten für Kreditausfallswaps (CDS), die zur Absicherung gegen Zahlungsausfälle eingesetzt werden, haben gerade ein Dreijahreshoch erreicht.

Die Liquidität im CDS-Markt von Oracle ist ebenfalls nicht optimal, doch die Nachfrage stieg nach Anleiheemissionen im Wert von 18 Milliarden US-Dollar im September sprunghaft an. Eine CDS-Prämie von rund 100 Basispunkten ist zwar nicht extrem niedrig, zeigt aber, dass die Anleger verunsichert sind. Nicht alle Unternehmen, die auf fallende Kurse von Oracle-Anleihen spekulieren, sind ahnungslos.

Der Hype um OpenAI lässt nach, andere Partner verzeichnen ähnliche Kursverluste.

Die Frage ist nun, ob sich die Ankündigung eines OpenAI-Deals überhaupt lohnt. Noch vor wenigen Monaten reichte allein die Erwähnung von „OpenAI“ aus, um den Aktienkurs eines Unternehmens in die Höhe schnellen zu lassen. Im Oktober erhielt OpenAI im Rahmen eines Chip-Deals Optionsscheine an AMD, woraufhin die AMD-Aktie um 24 % zulegte.

Das war damals.

Und jetzt? Nicht mehr so ​​sehr. Oracle ist nicht der einzige Name im freien Fall. Broadcom und Amazon verzeichneten nach ihren OpenAI-Ankündigungen ebenfalls Kursverluste. Auch Nvidia bewegte sich nach seiner OpenAI-Investition kaum.

Der sogenannte OpenAI-Hype entpuppt sich langsam als verblassender Lichteffekt.

Oracle steckt nun in der Klemme. Das Unternehmen hat eine 300 Milliarden Dollar schwere Partnerschaft, die von den Anlegern bereits mit einem Kurssturz von 315 Milliarden Dollar abgestraft wurde. Es kämpft mit negativem cash , steigenden Schulden und einem CDS-Markt, der Warnsignale aussendet. Und das alles wegen eines einzigen Unternehmens, einer einzigen Strategie und einer einzigen, eher unwahrscheinlichen Chance auf AGI.

Der Wettlauf um Investitionen in KI-Lösungen nähert sich der Billionen-Dollar-Marke, doch der Markt belohnt keine bloßen Teilnahmen mehr. Sollte Oracle aus seinem bisher größten Deal keinen Kursanstieg erzielen, ist die Botschaft der Wall Street eindeutig: Ohne Vertrauen kein Aufschwung, kein Gewinn.

Wenn Sie das hier lesen, sind Sie schon einen Schritt voraus. Bleiben Sie mit unserem Newsletter auf dem Laufenden.

Diesen Artikel teilen

Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtrondentdentdentdentdentdentdentdent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

MEHR … NACHRICHTEN
DEEP CRYPTO
CRASH-KURS