Nvidia stellt KI-Tool vor, das Musik erstellen und Stimmen bearbeiten kann

- Nvidia hat Fugatto vorgestellt, ein neues KI-Tool, das Musik erstellen, Soundeffekte generieren und Stimmen bearbeiten kann, aber das Unternehmen veröffentlicht es noch nicht öffentlich.
- Fugatto bearbeitet auch bestehende Aufnahmen und verwandelt Akzente, Emotionen und sogar Instrumente in völlig neue Klänge.
- Der CEO von Nvidia sagte, die aktuelle KI-Technologie sei noch nicht zuverlässig genug, und prangerte Probleme wie „Halluzinationen“ an, bei denen die KI falsche oder unsinnige Ausgaben erzeugt.
Nvidia hat vorgestellt , ein hochmodernes KI-Tool zur Erstellung und Bearbeitung von Audioinhalten. Das am Montag angekündigte Modell richtet sich an Musikproduzenten, Filmemacher und Videospielentwickler.
Fugatto kann aus Texteingaben Soundeffekte und Musik generieren und gleichzeitig vorhandenes Audiomaterial auf innovative Weise transformieren. Beispielsweise kann es eine Klaviermelodie in eine Gesangslinie umwandeln oder eine Trompete wie das Bellen eines Hundes klingen lassen.
Nvidia hat den öffentlichen Zugang zu dem Tool aufgrund ethischer Bedenken und des Missbrauchsrisikos noch nicht angekündigt. „Wir müssen hier sehr vorsichtig sein“, sagte Bryan Catanzaro, Vizepräsident für angewandte Deep-Learning-Forschung bei Nvidiadent Der Name Fugatto leitet sich von „Foundational Generative Audio Transformer Opus 1 (kurz: Fugatto)“ ab.
Generative KI ist jedoch nicht neu in der Kontroverse. Unternehmen wie OpenAI sehen sich aufgrund der ethischen Dilemmata, die diese Tools mit sich bringen, mit Gegenwind konfrontiert. Scarlett Johansson warf OpenAI kürzlich vor, ihre Stimme ohne Erlaubnis imitiert zu haben. Nvidia geht daher mit Bedacht vor.
Fugatto wurde mit Open-Source-Daten trainiert, um Konflikte mit geistigem Eigentum zu vermeiden. Dennoch besteht ein reales Missbrauchsrisiko. KI-generierte Fehlinformationen, Urheberrechtsverletzungen und andere potenzielle Missbräuche veranlassen Unternehmen wie Nvidia, diese Tools nicht übereilt auf den Markt zu bringen.
Während andere KI-Entwickler wie Meta und OpenAI weiterhin vage Angaben zum Veröffentlichungsdatum ihrer generativen Audio- und Videotools machen, verdeutlicht Nvidias vorsichtiger Ansatz den schmalen Grat, auf dem sich die Unternehmen bewegen. Wie Catanzaro es formulierte: „Jede generative Technologie birgt Risiken.“
Nvidias CEO fordert bessere KI-Antworten
Nvidia-Chef Jensen Huang ist nicht überzeugt, dass KI schon marktreif ist. In einem Vortrag an der Hong Kong University of Science and Technology räumte Huang ein, dass die heutigen KI-Modelle keine durchgängig zuverlässigen Ergebnisse liefern. Er beschrieb eine Vertrauenslücke, die geschlossen werden müsse, bevor die Technologie uneingeschränkt akzeptiert werde.
„Bis dahin werden wir noch einige Jahre brauchen“, sagte er. Huang hob das Problem der „Halluzination“ hervor, bei der KI falsche oder irreführende Ergebnisse liefert. Er argumentierte, dass Nutzer nicht ständig hinterfragen sollten, ob KI-generierte Antworten korrekt oder unsinnig sind.
Huang betonte außerdem, dass das bloße Sammeln von Daten und das Vortrainieren von Modellen nicht mehr ausreicht. KI müsse sich über die Phase des reinen Datensammelns hinaus weiterentwickeln. Er verglich das Vortraining mit einem Hochschulabschluss – einem wichtigen Meilenstein, aber noch lange nicht dem Ziel.
Nvidias Lösung? Mehr Rechenleistung und fortschrittlichere Trainingsmethoden. Das Unternehmen setzt verstärkt auf Innovation, was entscheidend ist, da große Sprachmodelle wie ChatGPT zwar beeindruckend sind, aber weiterhin mit Problemen wie Ungenauigkeiten und ethischen Bedenken zu kämpfen haben.
OpenAI weiß das nur allzu gut. Das Unternehmen wurde letztes Jahr verklagt, nachdem sein Chatbot fälschlicherweise eine Klage gegen einen Radiomoderator eingereicht hatte.
China hält Nvidia inmitten der US-Beschränkungen auf Trab
Am selben Tag, an dem Fugatto angekündigt wurde, traf sich Nvidias Manager Jay Puri in Peking mit Wang Shouwen, dem chinesischen Vize-Handelsminister. China bereitete ausländischen Firmen wie Nvidia einen herzlichen Empfang und sicherte ihnen zu, das Geschäftsumfeld zu verbessern.
Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem die Beziehungen zwischen den USA und China angespannt sind, da die Biden-Administration neue Beschränkungen für Halbleiterexporte nach China.
Das chinesische Handelsministerium äußerte den Wunsch nach einer Verbesserung der Handelsbeziehungen mit den USA und bezeichnete Nvidia als wichtigen Partner seiner Technologiestrategie. Die Erklärung des Ministeriums deutete zudem auf eine Intensivierung des Dialogs zwischen den beiden Ländern hin.
Zurück in den USA beobachtet Nvidia aufmerksam, wie die Biden-Regierung ihren Fokus auf die Einschränkung des Zugangs Chinas zu hochmodernen Halbleitern verstärkt. Dies erhöht den Druck auf Unternehmen wie Nvidia, die enge Geschäftsbeziehungen in beiden Ländern unterhalten.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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