Nintendo verklagt Reddit-Moderator wegen Switch-Piraterie

- Nintendo fordert 4,5 Millionen Dollar von Reddit-Moderator James Williams wegen des angeblichen Betriebs von Raubkopien von Spielen.
- Williams ignorierte Unterlassungsanordnungen und vernichtete Beweismittel, nachdem er von dem Unternehmen damit konfrontiert worden war.
- Das Unternehmen behauptet, Williams habe Hunderttausende unautorisierte Spielkopien über diverse Piratenläden vertrieben.
Nintendo geht juristisch gegen einen Reddit-Moderator vor, der eine Online-Community leitete, und fordert ein Gericht auf, ihn zur Zahlung von Millionen Dollar zu verurteilen, weil er angeblich Webseiten koordinierte, die gestohlene Kopien von Spielen verbreiteten.
Der Spielekonzern reichte Klage ein und forderte 4,5 Millionen US-Dollar von James Williams, der online unter dem Namen „Archbox“ bekannt war. Williams war Moderator eines Diskussionsforums auf Reddit, in dem über das Spielen kopierter Spiele auf der Switch-Konsole. Das Unternehmen argumentiert, dass diese Summe den durch sein Handeln entstandenen Schaden kaum deckt.
Gerichtsdokumente belegen, dass das Unternehmen Williams vorwirft, gegen Gesetze verstoßen zu haben, die das Umgehen digitaler Schutzmaßnahmen verhindern sollen. Ihm wird vorgeworfen, Kopien von Switch-Spielen angefertigt und diese ohne Erlaubnis weitergegeben zu haben. Das Unternehmen konnte Williams anhand seiner Online-Aktivitäten und der Aufzeichnungen von Reparatureinsendungen identifizieren.
konnte tracaktuellen, 30-seitigen Gerichtsakten Laut spielte Williams eine Schlüsselrolle beim Einrichten und Betreiben mehrerer Webseiten, auf denen Raubkopien von Spielen angeboten wurden. Er soll außerdem an der Entwicklung von Tools mitgewirkt haben, mit denen Sicherheitsvorkehrungen umgangen und diese illegalen Seiten genutzt werden konnten.
Gescheiterte Verhandlungen und verschwindende Beweise
Im März letzten Jahres kontaktierten Anwälte des Unternehmens Williams und forderten ihn auf, seine Piraterieaktivitäten einzustellen. Laut IGN gab Williams nach deren Darstellung zu, gegen die Regeln verstoßen zu haben, und erklärte sich bereit, mit Switch zusammenzuarbeiten, um die Situation zu bereinigen. Das Unternehmen behauptet jedoch, er habe nie tatsächlich zugestimmt, die Piraterie-Websites einzustellen. Als Williams aufgefordert wurde, sein Versprechen schriftlich festzuhalten, reagierte er ablehnend und verweigerte die Kooperation. Kurz nach diesem Gespräch gingen mehrere der Piraterie-Websites offline.
Das Unternehmen wirft Williams vor, Beweise für seine Aktivitäten gelöscht oder vertuscht zu haben, darunter Beiträge in sozialen Medien und sein Konto auf einer Programmiererplattform. Im Mai letzten Jahres unternahm das Unternehmen einen letzten Versuch und gab ihm damit die letzte Chance, seine Ziele zu erreichen.
Als er dem nicht nachkam, reichte das Unternehmen im Folgemonat Klage ein. In den Gerichtsakten wurde ihm vorgeworfen, Urheberrechtsbestimmungen sowohl direkt als auch durch Beihilfe zum Urheberrechtsbruch verletzt zu haben.
Gerichtsakten offenbaren Umfang der Operation
Im vergangenen November entschied ein Richter, dass das Unternehmen Informationen von Williams' Internetanbietern anfordern dürfe. Das Unternehmen erklärte, die Ergebnisse seiner Recherchen bestätigten seine Behauptungen über seine Beteiligung an der Piraterie. In der Klageschrift heißt es, dem Unternehmen sei durch Williams' Handlungen Schaden entstanden und leide weiterhin darunter. Es geht davon aus, dass er Hunderte, wenn nicht Tausende kopierter Switch-Spiele.
Man geht davon aus, dass er über diverse Piraten-Websites dazu beigetragen hat, Tausende bis Hunderttausende unautorisierte Spielekopien zu verbreiten.
Das Unternehmen hat außerdem viel Geld dafür ausgegeben, Videospieldiebstahl zu unterbinden, unter anderem durch den Einbau von Schutzmechanismen in seine Produkte und die Untersuchung von Hinweisen auf Piraterie.
Switch wirft vorsätzliches und kalkuliertes Handeln vor
Die Gerichtsakten belegen, dass Williams zweifelsfrei wusste, was er tat. Seine eigenen Worte und Taten zeigen, dass er entweder wusste, dass er gegen das Gesetz verstieß, oder die Rechte des Urheberrechtsinhabers absichtlich missachtete.
Da es schwierig ist, den genauen finanziellen Schaden von Switch zu beziffern – was durch Williams' Weigerung, sich am Gerichtsverfahren zu beteiligen, noch verschärft wurde –, fordert das Unternehmen nun 4,5 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Außerdem beantragt es eine einstweilige Verfügung, die ihm zukünftige Verstöße untersagt. Das Unternehmen betont, keine zusätzliche Strafzahlung anzustreben. Es fordert 150.000 US-Dollar für jeden der 30 Spieletitel, die er seiner Ansicht nach gestohlen hat. Die Anwaltskosten von Williams werden vom Unternehmen nicht übernommen.
Dieser Fall ist Teil eines umfassenderen Vorgehens gegen Piraterie, im Zuge dessen das Spieleunternehmen mehrere rechtliche Schritte gegen Einzelpersonen und Organisationen eingeleitet hat. vorgegangen gegen Zubehörhersteller identifizierendentPersonen , die Spielinformationen weitergeben. CryptopolitanUm seine Spiele und Konsolen zu schützen, hat das Unternehmen außerdem Emulatorprojekte offline genommen.
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