Nintendo-Anwälte zwingen Discord per Vorladung zur Offenlegung der Quelle von Pokémon Teraleak

- preiszugebendenthinter dem letztjährigen Pokémon-Hack mit dem Namen „Teraleak“
- Der Spieleentwickler sucht nach dem Namen, der Adresse, der Telefonnummer und der E-Mail-Adresse des Informanten GameFreakOUT.
- Das Unternehmen behauptet, GameFreakOUT habe vertrauliches, nicht öffentlichdentMaterial auf einem Discord-Server namens FreakLeak veröffentlicht.
Nintendo hat angekündigt, rechtliche Schritte gegen GameFreakOUT einzuleiten, nachdem im vergangenen Jahr massiv Pokémon-Spieldaten auf Discord durchgesickert waren – der sogenannte „Teraleak“. Die Anwälte des Unternehmens stellten am 18. April einen Antrag auf Vorladung von Discord, um Informationen über den mutmaßlichen Urheber der Teraleak-Quelle im Oktober 2024 preiszugeben.
Nintendo gab bekannt, dass der Datenverlust bei Pokémon-SpielenTeraleak“ aufgrund der Menge der online veröffentlichten Informationen behauptete den Quellcode für das noch unveröffentlichte Spiel Pokémon Legends: ZA. Der Hacker gab außerdem an, Quellcode für Pokémon-Titel der nächsten Generation, Versionen älterer Spiele sowie zahlreiche Konzeptzeichnungen und Hintergrunddokumente zu haben.
Nintendo-Anwälte erpressen Discord wegen Pokémon Teraleak-Quelle
UPDATE: Massiver Pokémon-Datendiebstahl ab Oktober 2024
preiszugeben,dentder Tausende unveröffentlichter Dokumente und Quellcode auf dem Server geleakt hat… pic.twitter.com/6nhFoYIiFB
— Nintendeal (@Nintendeal) 19. April 2025
Nintendo hat seine Ermittlungen gegen den Verantwortlichen für das massive Datenleck von Pokémon-Spielen im Oktober 2024, den sogenannten „Teraleak“, intensiviert. Die Anwälte des Unternehmens haben nun einen Antrag auf Vorladung von Discord gestellt, wo sich die Materialien des Teraleak verbreiteten, um Informationen über den mutmaßlichen Täter zu erhalten.
Gerichtsdokumente belegen, dass das Spieleunternehmen das US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien auffordert, Discord zur Offenlegung des Namens und der persönlichen Daten des Nutzers GameFreakOUT zu zwingen. Laut den Dokumenten fordert Nintendo den Namen, die Adresse, die Telefonnummer und die E-Mail-Adresse desjenigen, der die Informationen weitergegeben hat.
„NOA beantragt die beigefügte Vorladung, mit der Discord Inc. verpflichtet wird, diedent, einschließlich Name(n), Adresse(n), Telefonnummer(n) und E-Mail-Adresse(n), des Benutzers 'GameFreakout' offenzulegen, der für die Veröffentlichung von Inhalten verantwortlich ist, die gegen die Pokémon-Spielmaterialien verstoßen.“
–James D. Berkeley, Anwalt bei Nintendo.
In einer der Vorladung beigefügten Erklärung gab das Spieleunternehmen an, dass ein Discord-Nutzer namens GameFreakOUT „vertraulichedentnicht öffentlich zugängliche Materialien“ auf einem Discord-Server namens FreakLeak veröffentlicht hatte. Nintendo warf dem Nutzer vor, große Datenmengen von Game Freaks eigenen Servern geleakt und dabei bisher unveröffentlichte Entwicklungsmaterialien sowie Beta-Versionen älterer Pokémon-Spiele preisgegeben zu haben. Der Discord-Nutzer enthüllte außerdem Details zu mehreren nicht angekündigten und eingestellten Projekten.
Nintendo sucht nachdentVerantwortlichen für den Pokémon-Datendiebstahl
Nintendo bestätigte, versucht zu haben, die geleakten Inhalte mithilfe von DMCA-Anfragen entfernen zu lassen, doch das Internet ließ nicht locker. Es ist weiterhin unklar, ob GameFreakOUT tatsächlich für den Hack von Game Freak und die Erlangung der Daten verantwortlich ist.
Nintendos Anwalt James D. Berkeley schrieb, der Zweck der Vorladung sei es , „zu ermittelndentdes Discord-Nutzers ‚GameFreakOUT‘ Das Unternehmen fügte der Erklärung außerdem einen teilweise geschwärzten Screenshot des Discord-Servers bei, auf dem der Nutzer GameFreakOUT eine Datei hochgeladen und die Nutzer aufgefordert hatte, „enj“.
Die Pokémon-Leaks wurden um den 12. Oktober 2024 veröffentlicht, doch Game Freak gab bereits am 10. Oktober, also vor der offiziellen Veröffentlichung, in einer Stellungnahme bekannt, dass die Server gehackt worden waren. Der Entwickler von Pokémon erklärte, dass sich unbefugten Zugriff auf die Server verschafft habe ein Dritter
Game Freak bestätigte, dass der Hack Mitarbeiterdaten, darunter 2.600 personenbezogene Daten, betraf, bestätigte aber nicht, dass vertraulichedentgestohlen wurden. Der Spieleentwickler gab außerdem an, den Server inzwischen gesichert zu haben und die Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken. Das Unternehmen versicherte: „Wir haben den Server bereits neu aufgesetzt und erneut überprüft und werden alles daransetzen, ein erneutes Auftreten durch weitere Sicherheitsmaßnahmen zu verhindern.“
Nintendo erwirkte 2023 eine ähnliche Vorladung, um Details über einen Nutzer zu erhalten, der Informationen aus einem damals erschienenen Artbook zu „The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom“ geleakt hatte. Das Unternehmen ging außerdem gegen zwei Pokémon-Fans vor, die Details zu Pokémon Schwert und Pokémon Schild durch Bilder aus einem Strategiehandbuch veröffentlicht hatten. Die Anwälte des Spieleunternehmens ermittelten die Täter und einigten sich schließlich auf eine Geldstrafe von 300.000 US-Dollar.
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