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eBay hat kein Interesse an Ryan GameStops „meme-tauglichem“ Kaufangebot

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten gelesen,
GameStop gewährt CEO Cohen leistungsabhängige Aktienoptionen im Wert von 3,54 Milliarden US-Dollar
  • eBay hat das Übernahmeangebot von GameStop erhalten, allerdings ist der Vorschlag nicht bindend und erfolgte ohne vorherige Gespräche.
  • Der Vorstand von eBay prüft das Angebot und hat den Aktionären geraten, vorerst keine Maßnahmen zu ergreifen.
  • Ryan Cohens eBay-Auktionsaktion ging nach hinten los, nachdem er mitteilte, sein Konto sei dauerhaft gesperrt worden.

eBay Inc. (NASDAQ: EBAY) hat ein Übernahmeangebot von GameStop Corp. (NYSE: GME) erhalten, aber es handelt sich nicht um eine freundschaftliche Einigung, da beide Seiten bereits am Verhandlungstisch sitzen.

GameStop hat den Vorschlag ohne vorherige Absprache mit eBay unterbreitet, und das Angebot ist nicht bindend. Doch für diejenigen unter uns, die CEO Ryan Cohen kennen, ist das alles andere als überraschend. Es ist wohl das typischste Ryan-Verhalten, das er seit Langem an den Tag gelegt hat.

Der Vorstand von eBay prüft das Angebot derzeit mit Rechts- und Finanzberatern. Den Aktionären wurde geraten, vorerst nichts zu unternehmen.

Der Vorstand wird prüfen, welchen Wert das Geschäft den Investoren bietet, wie geeignet GameStop-Aktien als Zahlungsmittel wären und ob GameStop ein ernsthaftes und realisierbares Angebot unterbreiten kann. Das ist die Schwierigkeit, denn eBay hat einen Wert von rund 48 Milliarden US-Dollar, während GameStop nur knapp 11 Milliarden US-Dollar wert ist.

eBay prüft GameStops kaltes Angebot, während Ryans Auktionsaktion online für Aufsehen sorgt

Ryan versucht natürlich, die Auktion zu einem Internet-Event zu machen. Am Mittwochabend verkündete er auf X, dass sein eBay-Konto dauerhaft gesperrt worden sei. Er postete ein Bild, das wie eine eBay-Benachrichtigung aussah, in der stand, dass das Konto gesperrt wurde, weil die Aktivitäten „die eBay-Community gefährdeten“

Dieser Beitrag erschien nur wenige Stunden, nachdem Ryan erklärt hatte, er verkaufe Dinge auf eBay, „um eBay zu bezahlen“. Er verlinkte zu einer Kontoseite mit 36 ​​Angeboten. Die Artikel wirkten wie ein Trödelmarkt, nur mit besseren Geboten. Auf der Seite fanden sich Retro-Videospiele, Sammelkarten, lebensgroße Figuren, GameStop-Sammlerstücke, Ladenschilder und anscheinend auch gebrauchte Socken der Adidas AG (OTC: ADDYY).

Am Donnerstagmorgen waren die Preise bereits absurd hoch. Ein Paar Socken und einige GameStop-Ladenschilder erzielten Gebote von über 14.000 US-Dollar. Eine Halo-2-Statue und ein weiteres Paar Schilder brachten jeweils über 10.000 US-Dollar ein. Zu den weiteren Angeboten gehörten Vintage-Baseballkarten, darunter Karten von Willie Mays, und eine versiegelte Windows-2000-Verpackung von Microsoft Corp. (NASDAQ: MSFT).

Jede Auktion enthielt außerdem ein signiertes Exemplar von Ryans Brief an die eBay-Geschäftsleitung, der am Sonntag versandt wurde. Den Käufern wurde zudem kostenloser Versand versprochen. Dieses Detail mag unbedeutend erscheinen, zeigt aber, wie sehr Ryan versucht hat, aus einem Firmenangebot ein Spektakel für Privatanleger zu machen.

Ryan erklärte gegenüber dem Wall Street Journal, dass ein Zusammenschluss beider Unternehmen „ein ernstzunehmender Konkurrent für Amazon sein könnte“. Der Vergleich mit Amazon.com Inc. (NASDAQ: AMZN) steht im Mittelpunkt seiner Strategie. Er möchte, dass die rund 1.600 US-Filialen von GameStop als Produktprüfungs- und Lieferzentren für Online-Händler fungieren. Außerdem sollen einige Standorte zu Live-Verkaufsstudios umfunktioniert werden, in denen Verkäufer Produkte live an die Käufer streamen – ähnlich wie bei QVC, TikTok und Twitch.

GameStop häuft Schulden an, während die Wall Street sich fragt, wie Ryan das alles bezahlen kann

Die Finanzierungsfrage bleibt bestehen. Ryans eBay-Auktionen mögen zwar Aufmerksamkeit erregt haben, reichen aber nicht aus, um eine Übernahme zu finanzieren. GameStop hat von der TD Bank Group (NYSE: TD) eine Zusage für eine Fremdfinanzierung von bis zu 20 Milliarden US-Dollar erhalten. Damit bleibt jedoch eine enorme Lücke, bevor GameStop ein Unternehmen mit einem Marktwert von 48 Milliarden US-Dollar erwerben kann.

Einige Investoren sind bereits ausgestiegen. Michael Burry, der von Christian Bale in „The Big Short“ verkörperte Investor, gab diese Woche bekannt, dass er all seine GameStop-Aktien verkauft hat. Michael hatte früher in GameStop investiert, hält aber nun nicht mehr an dem Geschäft fest. Auf Substack schrieb er: „Verwechsle niemals Schulden mit Kreativität.“

Ryan ist bekannt für seine riskanten Investitionen. Er gründete 2011 Chewy Inc. (NYSE: CHWY) und verkaufte das E-Commerce-Unternehmen für Tierbedarf später für 3,5 Milliarden US-Dollar an PetSmart. Anfang der 2020er-Jahre, als Meme-Aktien boomten, erzielte seine Risikokapitalgesellschaft 68 Millionen US-Dollar durch den Verkauf einer 10-prozentigen Beteiligung an Bed Bath & Beyond.

Ryan stieg 2020 bei GameStop ein und wurde anschließend zu einer der Schlüsselfiguren im Online-Handel mit der Aktie. Privatanleger trieben den Kurs der GameStop-Aktien im Zuge des Meme-Aktien-Booms 2021 innerhalb weniger Wochen um über 1.700 % in die Höhe. Nach seiner Tätigkeit im Aufsichtsrat wurde Ryan 2023 CEO von GameStop.

Seit seinem Amtsantritt hat Ryan die Kosten drastisch gesenkt. Unter seiner Führung hat GameStop Filialen geschlossen und rund 4.500 Mitarbeiter entlassen. Der Marktwert des Unternehmens ist von 1,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 auf fast 11 Milliarden US-Dollar gestiegen.

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