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Microsofts Seeing AI-App feiert Premiere auf Android und eröffnet neue Möglichkeiten für Sehbehinderte

VonAamir SheikhAamir Sheikh
2 Minuten Lesezeit
KI sehen
  • Nach sechs Jahren der Vorfreude hat Microsoft die Seeing AI App für Android veröffentlicht, die sich an blinde und sehbehinderte Nutzer richtet.
  • Die Assistenz-App nutzt die Kamera des Geräts, um Informationen zu beschreiben und vorzulesen, darunter gedruckte Seiten, Personen, Geld und Produkte.
  • Die App ist in mehreren Sprachen verfügbar und bietet Funktionen wiedent, Szenenerkennung und Barcode-Scanning. Die Sprachunterstützung wird im Jahr 2024 auf 34 Sprachen erweitert.

In einem mit Spannung erwarteten Schritt hat Microsoft die Seeing AI-App nun offiziell für Android veröffentlicht – sechs Jahre nach der Erstveröffentlichung für Apple iOS-Geräte im Jahr 2017. Die Assistenz-App, die speziell für blinde und sehbehinderte Menschen entwickelt wurde, nutzt die Smartphone-Kameras, um Nutzern wertvolle Informationen über ihre Umgebung bereitzustellen. Diese bahnbrechende Entwicklung verspricht mehr Barrierefreiheit für Android-Nutzer, die lange auf diese innovative Technologie gewartet haben.

Microsofts Seeing AI für Android – Ein genauerer Blick

Die Microsoft-App „Seeing AI“ unterstützt Nutzer durch die Nutzung der Funktionen ihrer Smartphone-Kamera. Die App ist in verschiedene Modi unterteilt und deckt ein breites Spektrum an Bedürfnissen ab. Vom Vorlesen gedruckter Seiten über die Personenerkennung unddentZählen von Geld bis hin zur Bereitstellung von Informationen zu Produkten und Objekten bietet „Seeing AI“ vielfältige Funktionen. Die iOS-Version wurde über die Jahre hinweg kontinuierlich aktualisiert, wodurch ihre Funktionen und Leistung verbessert wurden.

Die Android-Version ist aktuell in Sprachen wie Tschechisch, Dänisch, Niederländisch, Englisch und weiteren verfügbar. Microsoft hat jedoch angekündigt, die Sprachunterstützung bis 2024 auf 34 Sprachen auszuweiten und unterstreicht damit das Engagement des Unternehmens für Inklusion und globale Zugänglichkeit.

Microsoft legt größten Wert auf die Sicherheit der Nutzer im Bereich „Seeing AI“, was sich in seinem vorsichtigen Umgang mit potenziellen Risikendent . Transparenz hat für Microsoft oberste Priorität. Das Unternehmen räumt offen die Fehlbarkeit des KI-Systems ein und ruft die Nutzer zu besonderer Vorsicht auf. Bestimmte Funktionen beinhalten die Übertragung von Bildern an Microsoft-Server, dieser Vorgang erfolgt jedoch sicher über verschlüsselte Verbindungen. Microsoft garantiert den Nutzern ein hohes Maß an Datenschutz und Datensicherheit und betont diematic Löschung verarbeiteter Bilder, um sein Engagement für den Schutz der Nutzerdaten zu unterstreichen.

Interessanterweise verfolgt die Gesichtserkennung in Seeing AI einen besonderen Ansatz. Um Datenschutzbedenken Rechnung zu tragen, werden Bilder und zugehörige Namen lokal gespeichert, wodurch ein strategisches Element der Datenlokalisierung eingeführt wird. Diese bewusste Entscheidung gibt Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten und minimiert Bedenken hinsichtlich externer Speicherung und Verarbeitung. Microsofts differenzierter Umgang mit Daten in verschiedenen Funktionen unterstreicht das Engagement des Unternehmens, Innovation mit Datenschutz und Datensicherheit in Einklang zu bringen.

Intuitive Benutzeroberfläche und personalisierte Anpassungsmöglichkeiten

Die App besticht durch eine intuitive Benutzeroberfläche mit verschiedenen Modi im unteren Bereich für eine einfache Navigation. Jeder Modus wird durch einen beschreibenden Text ergänzt, der seine Funktionen und Einschränkungen erläutert. Akustische Signale informieren die Nutzer über bestimmte Aktionen und verbessern so das Nutzererlebnis. Zu den weiteren Anpassungsmöglichkeiten gehören die Änderung der Kanalreihenfolge auf dem Hauptbildschirm und die Konfiguration von Tastenkombinationen für ein maßgeschneidertes Benutzererlebnis.

Seeing AI ist zwar eine bahnbrechende Neuerung im Bereich der Barrierefreiheitsfunktionen für Android, doch Google bietet mit Lookout – Assisted Vision bereits eine ähnliche App an. Beide Apps nutzen die Gerätekamera, um Informationen über die Umgebung und Objekte zu sammeln. Mit Seeing AI haben Nutzer nun mehr Auswahl und können die App auswählen, die ihren Vorlieben und Bedürfnissen am besten entspricht.

Mit der Einführung von Seeing AI für Android unternimmt Microsoft einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Barrierefreiheit und bietet Nutzern eine Vielzahl von Funktionen, die ihren unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden. Die Frage ist nun: Wie wird sich diese lang erwartete Veröffentlichung auf die Landschaft der Assistenztechnologien auf Android auswirken? Dank mehrerer verfügbarer Apps, darunter Microsofts Seeing AI und Googles Lookout, können Nutzer die Anwendung auswählen, die ihren Präferenzen am besten entspricht und letztendlich ein inklusiveres und selbstbestimmteres digitales Erlebnis für Menschen mit Sehbehinderungen.

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Aamir Sheikh

Aamir Sheikh

Aamir ist Technologiejournalist mit fast sechs Jahren Erfahrung in der Krypto- und Technologiebranche. Er absolvierte die MAJ University mit einem MBA in Finanzen und Marketing. Derzeit arbeitet er für Cryptopolitan, wo er über die neuesten Entwicklungen auf den Kryptowährungsmärkten und Preisprognosen berichtet.

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