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Die russische Tochtergesellschaft von Microsoft meldet Insolvenz an

VonHannah CollymoreHannah Collymore
3 Minuten Lesezeit
Die russische Tochtergesellschaft von Microsoft meldet Insolvenz an
  • Microsoft Rus LLC plant, Insolvenz anzumelden, was das formelle Ende der reduzierten Präsenz des Unternehmens in Russland bedeutet.
  • Dieser Schritt folgt auf die jüngste Aufforderung des russischendent Putin, ausländische Technologieunternehmen „drosseln“ zu wollen, um inländische Softwarealternativen zu fördern.
  • Der Status der übrigen russischen Tochtergesellschaften des Technologiekonzerns ist weiterhin unklar.

Microsoft Russland hat angekündigt, Insolvenz anzumelden. Damit reiht es sich in die Liste westlicher Technologieunternehmen ein, die sich vom russischen Markt zurückziehen.

Geopolitische Spannungen wirken sich erneut auf die Technologiebranche aus, da sich Microsoft in die Liste anderer westlicher Unternehmen wie Google einreiht, die ihre russischen Tochtergesellschaften schließen.

Die russische Tochtergesellschaft von Microsoft, Microsoft Rus LLC, hat ihre Insolvenz angekündigt. Die Bekanntgabe erfolgte am Freitag, dem 30. Mai, durch eine Veröffentlichung im offiziellen russischen Handelsregister Fedresurs.

Diese Entscheidung scheint durch den anhaltenden Rückzug westlicher Technologieunternehmen vom russischen Markt bedingt zu sein, angesichts der eskalierenden politischen Spannungen und der wirtschaftlichen Isolation infolge des Krieges in der Ukraine.

Microsofts russische Niederlassung steht am Rande des Abgrunds

Obwohl Microsoft auf Anfragen keine offizielle Stellungnahme abgegeben hat, deutet die Mitteilung auf das Ende der ohnehin schon reduzierten Präsenz des Unternehmens in Russland hin. In den letzten zwei Jahren hat Microsoft seine Aktivitäten in dem Land deutlich zurückgefahren.

Die Mitteilung erfolgte nur wenige Tage, nachdem der russischedentWladimir Putin ausländische Anbieter digitaler Dienste wie Microsoft und Zoom öffentlich kritisiert und vorgeschlagen hatte, diese zugunsten von im Inland entwickelten Alternativen „zu drosseln“.

Microsoft gehörte zu den westlichen Technologiekonzernen, die auf Russlands Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 mit einer Einschränkung ihrer Dienste und Aktivitäten im Land reagierten. Anfangs bot das Unternehmen weiterhin wichtige Dienste wie Sicherheitsupdates und Cloud-Support an, doch im Juni 2022 kündigte Microsoft aufgrund der sich verschlechternden Wirtschaftslage und der geopolitischen Instabilität eine deutliche Reduzierung seiner Aktivitäten in Russland an.

Nach der Ankündigung entfernte das Unternehmen die RT-App (ehemals Russia Today) aus dem Windows App Store und verbot Werbung von russischen staatsnahen Medien.

Der Eintrag im russischen Handelsregister (Fedresurs) besagt, dass Microsoft Rus LLC nun rechtliche Schritte zur Beantragung eines Insolvenzverfahrens einleitet, was potenziell zur Auflösung ihrer formalen Geschäftstätigkeit in Russland führen würde. Diesem Muster sind auch andere ausländische Unternehmen gefolgt, die Russland verlassen haben.

Die russische Nachrichtenagentur TASS merkte an, dass Microsoft in Russland drei weitere Tochtergesellschaften betreibt, nämlich: Microsoft Development Center Rus, Microsoft Mobile Rus und Microsoft Payments Rus.

Der Status dieser Einheiten ist derzeit noch unklar. Ob sie ebenfalls ein Insolvenzverfahren einleiten oder versuchen werden, den Betrieb unter eingeschränkten Bedingungen fortzuführen, bleibt abzuwarten.

Andere Unternehmen verlassen Russland

Anfang dieser Woche betontedent Wladimir Putin die Notwendigkeit, Russland von westlichen digitalen Werkzeugen zu entwöhnen, und nannte dabei namentlich Microsoft und Zoom.

Russlands Politik der „technologischen Souveränität“ ist zwar nicht neu, doch der Druck, ausländische Unternehmen durch Regulierung zu unterdrücken und stattdessen in Russland entwickelte Alternativen zu fördern, hat seit Beginn des Krieges in der Ukraine zugenommen.

Im Jahr 2022 meldete die russische Tochtergesellschaft von Google Insolvenz an, nachdem die Behörden ihre Bankkonten eingefroren hatten, wodurch es dem Unternehmen unmöglich wurde, die lokalen Mitarbeiter zu bezahlen oder Verpflichtungen gegenüber Lieferanten zu erfüllen.

Auch heute noch wird in Russland teilweise ausländische Software eingesetzt, die oft über Graumarktkanäle oder als umgelabelte Alternativen verbreitet wird. Die offizielle Politik bevorzugt jedoch zunehmend heimische Innovationen, selbst auf Kosten von Leistung, Zuverlässigkeit oder globaler Integration.

von Microsoft könnte Russlands inländische Innovationsbestrebungen beschleunigen, da Sektoren, die auf die Produktivitätstools, Cloud-Dienste und die Cybersicherheitsinfrastruktur des Unternehmens angewiesen waren, nun mit leeren Händen dastehen.

Branchenbeobachter haben darauf hingewiesen, dass die Nachbildung der Raffinesse und Integration des Microsoft-Ökosystems zumindest kurzfristig eine erhebliche Herausforderung für russische Entwickler darstellen wird.

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