Indiens Steuerbehörde nimmt Dialog mit dem Kryptosektor auf, um ein Steuerregime einzurichten

- Die indische Steuerbehörde CBDT hat Krypto-Plattformen um Stellungnahmen zum neuen VDA-Gesetz des Landes gebeten.
- Zu den wichtigsten Problemen gehören die pauschale Steuer von 30 % auf Kryptogewinne, die Quellensteuer von 1 % auf jede Transaktion, die Unmöglichkeit, Verluste auszugleichen, und die Zurückhaltung der Banken, Krypto-bezogene Konten zu unterstützen.
- Indien prüft derzeit ein umfassendes Gesetz und eine globale Angleichung an den OECD-Rahmen für die Berichterstattung über Krypto-Assets.
Die indische Steuerbehörde, das Central Board of Direct Taxes (CBDT), hat sich mit Fragen zur regulatorischen Klarheit an Kryptowährungsplattformen gewandt. Dies ist ein deutliches Zeichen für das Engagement der indischen Steuerbehörde, ihren Umgang mit der Branche zu verbessern.
Die indische Steuerbehörde hat sich formell an Kryptowährungsplattformen und Branchenakteure gewandt, um zu beurteilen, ob das Land ein umfassendes neues Gesetz über virtuelle digitale Vermögenswerte (VDAs) benötigt.
In einem detaillierten Fragebogen, der Anfang August verteilt wurde, bat das Central Board of Direct Taxes (CBDT) um Rückmeldungen zu Steuerregeln, regulatorischer Klarheit und den Faktoren, die Krypto-Unternehmen in ausländische Jurisdiktionen treiben.
Indiens Steuerbehörde tritt offiziell mit der Kryptoindustrie in Kontakt
Dies ist Indiens erster konkreter Schritt zur Neubewertung seines Umgangs mit digitalen Vermögenswerten. Bislang hat das Land den Sektor mit hohen Steuern belegt und ihn mit regulatorischer Unsicherheit belastet. Auch die indische Zentralbank (RBI) stand Kryptowährungen skeptisch gegenüber.
des CBDT gehört, ob ein spezielles VDA-Gesetz erlassen werden sollte und, falls ja, welche Behörde für dessen Überwachung zuständig sein sollte. Als Optionen werden die Securities and Exchange Board of India (SEBI), die RBI, das Ministerium für ElektroniktronInformationstechnologie (MeitY) oder die Financial Intelligence Unit (FIU-IND) genannt.
Es wurde auch die Frage aufgeworfen, ob die derzeitige Quellensteuer von 1 % auf jeden Handel zu hoch sei, wie hoch der ideale Steuersatz sein könnte und ob Händler VDA-Verluste verrechnen dürfen sollten, um ein gerechteres Steuersystem zu schaffen.
Aktuell werden Einkünfte aus Kryptogewinnen mit einem Pauschalsteuersatz von 30 % besteuert, was deutlich höher ist als bei Kapitalgewinnen aus Aktien. Verluste aus dem Handel können zudem nicht mit Gewinnen verrechnet werden. Diese Kombination hat die Liquidität am Markt stark eingeschränkt und viele Händler dazu veranlasst, sich in Ländern wie Dubai nach günstigeren Bedingungen umzusehen. Auch einige Banken zögern, Konten für den Kryptohandel anzubieten.
Regulatorische Klarheit könnte in Sicht sein
Die Börsen wurden aufgefordert, das indische Steuer- und Compliance-System mit anderen wichtigen Jurisdiktionen zu vergleichen und zu beurteilen, wie sich die pauschale 30%ige Steuer und die TDS-Regelungen auf die Marktaktivität, die Liquidität und das Nutzerverhalten ausgewirkt haben.
Eine der dringlichsten Sorgen betrifft die praktische Umsetzung der Quellensteuer. Das CBDT hat die Plattformen aufgefordert, die Herausforderungen bei derdentdes Wohnsitzstatus von Gegenparteien, der Bewertung von virtuellen Transaktionskonten für Steuerzwecke und der Meldung von Transaktionen an das Verarbeitungssystem der Finanzbehörde detailliert darzulegen. Es fragte außerdem, ob Market Maker, Privatanleger und institutionelle Investoren unterschiedlich behandelt werden sollten.
In den vergangenen zwei Jahren haben einige indische Börsen begonnen, Produkte wie Krypto-Futures und seit Kurzem auch Optionen anzubieten, bei denen die Quellensteuerbelastung geringer ist. Der Fragebogen des CBDT wirft die Frage auf, ob ausreichend Rechtssicherheit hinsichtlich solcher Derivate und grenzüberschreitender Transaktionen besteht und ob die defivon „virtuellen digitalen Vermögenswerten“ selbst einer Präzisierung bedarf.
Die Plattformen wurden gefragt, ob sie auf den neuen Rahmen für die Meldung von Krypto-Assets (CARF) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vorbereitet sind. Dieser Rahmen zielt darauf ab, die Meldepflichten über Ländergrenzen hinweg zu standardisieren, um Steuerhinterziehung und Geldwäsche zu verhindern. Indien hat sich in globalen Foren wie der G20 aktiv dafür eingesetzt, dass die Regulierung digitaler Vermögenswerte gemeinsam und nicht einseitig erfolgen muss.
Laut Purushottam Anand, Rechtsanwalt und Gründer der Blockchain-Rechtskanzlei Crypto Legal, dürfte Indien im kommenden Jahr einen umfassenden Regulierungsrahmen einführen. Er nutzte das G20-Synthesepapier, das Kommuniqué von Finance Tracund die jüngste Entscheidung des Ständigen Finanzausschusses des Parlaments, um die VDAs detailliert zu untersuchen und sie als Indikatoren dafür zu werten, dass die Regierung bald ein entsprechendes Gesetz einführen könnte.
„Indien hat stets betont, dass Regulierungen oder Verbote nur mit einer umfassenden internationalen Zusammenarbeit wirksam sein können“, bemerkte er.
Weltweit haben sich die meisten großen Volkswirtschaften für Regulierungsmechanismen anstelle eines vollständigen Verbots von Kryptowährungen entschieden. China ist nach wie vor die einzige große Volkswirtschaft, die ein generelles Verbot aufrechterhält.
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