Der Wettbewerb zwischen den Weltmächten und wirtschaftliche Auseinandersetzungen haben sich laut einer neuen Studie als die größten Bedrohungen für den Planeten in den kommenden Jahren herausgestellt .
Das Weltwirtschaftsforum veröffentlichte seinen jährlichen Bericht zu globalen Risiken , der ein beunruhigendes Bild der bevorstehenden Entwicklungen zeichnet. Auf die Frage nach den nächsten zwei Jahren gaben die Hälfte der Führungskräfte und anderer Entscheidungsträger an, schwierige Zeiten zu erwarten. Nur 1 % glaubt an einen Verlauf .
Wirtschaftliche Waffen und Handelskriege stehen im Mittelpunkt
Die größte Sorge, die derzeit alle beschäftigt, ist das, was der Bericht als geoökonomische Konfrontation bezeichnet.Länder setzen Geld zunehmend als Waffe ein, sei es durch Zölle, Manipulation von Lieferketten, neue Regulierungen oder die Begrenzung von Investitionsströmen. Diese wachsende Rivalität könntewarntden Welthandel erheblich beeinträchtigen, die Studie.
„Die Sorgeoperativevor einem wirtschaftlichen Abschwung, steigender Inflation und potenziellen Vermögensblasen wächst, da Länder mit hohen Schulden und volatilen Märkten zu kämpfen haben“, schrieb Saadia Zahidi, die das leitet Tagesgeschäft des Weltwirtschaftsforums veröffentlicht diese Analyse jährlich.
Marsh, der weltweit größte Versicherungsmakler, arbeitet mit dem WEF zusammen, um trac. Das Unternehmen hat seinen Namen Mittwoch von Marsh McLennan geändert.
John Doyle, Chef von Marsh, erklärte gegenüber CNBC, die Welt nicht vor einer einzigen großen Krise. Vielmehr befänden sich die Unternehmen in einer Phase vielfältiger Krisen. Er nannte Handelskonflikte, Kulturkämpfe, rasante technologische Entwicklungen und extreme Wetterereignisse als nur einige der Herausforderungen, mit denen Unternehmen momentan konfrontiert seien.
„Das ist eine große Herausforderung für Unternehmen, mit der sie sich auseinandersetzen und die sie bewältigen müssen“, sagte Doyle.
An zweiter Stelle der Liste unmittelbarer Gefahrenstehtvon Falschinformationen die Verbreitung im Internet und über andere Kanäle. An dritter Stelle steht die zunehmende Spaltung der Gesellschaft, in der sich Gruppen mit gegensätzlichen Ansichten immer weiter voneinander entfernen. Betrachtet man die nächsten zehn Jahre, erweist sich die Ungleichheit als das Zusammenhängen Problem
Laut den Ergebnissen erschweren all diese Probleme die Zusammenarbeit zwischen Ländern und Organisationen bei wirtschaftlichen Schocks.
Eine Bedrohung hat sich schneller als jede andere im Rahmen der Umfrage bewertete Gefahr an die Spitze gesetzt. Im letzten Jahr rangierten Sorgen um Fehlfunktionen künstlicher Intelligenz noch auf Platz 30 der kurzfristigen Risiken; in diesem Jahr belegen sie Platz sechs der langfristigen Gefahren.
Ein wesentliches Risiko der KI ist laut der Studie der Verlust von Arbeitsplätzen. Die Ersetzung von Arbeitskräften durch Roboter könnte einen Teufelskreis aus wirtschaftlichen Problemen und öffentlicher Empörung auslösen, die Vermögensungleichheit vergrößern, die Gesellschaft weiter spalten und zu geringeren Konsumausgaben führen. All dies würde laut der Studie eintreten, obwohl Unternehmen einen deutlichen Produktivitätsanstieg verzeichnen würden.
Maschinelles Lernen und Quantencomputing verschmelzen und entwickeln sichrasanterdennje. Der Bericht warnt vor dieser rasanten Entwicklung und erklärt, sie könne „zu Situationen führen, in denen der Mensch die Kontrolle verliert“.
Versicherer bereiten sich auf steigende Verluste vor
Dennoch stehen extreme Wetterereignisse weiterhin ganz oben auf der Liste, wenn Entscheidungsträger an die nächsten zehn Jahre denken. Versicherungsunternehmen werden voraussichtlich im Jahr 2025 107 Milliarden US-Dollar für Naturkatastrophen auszahlen. Damit die Verluste zum sechsten Mal in Folge die überschreiten 100-Milliarden-Dollar-Marke – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Zahlen der Versicherer Anfang der 2000er-Jahre.
Doyle brachte die kalifornischen Waldbrände von Anfang 2025 ins Spiel, um auf die Versicherungsbestimmungen hinzuweisen. Er sagte,die Prämienmüssten dem tatsächlichen Risikoniveau entsprechen, um mehr Kapital in den Markt zu lenken.
„Es gibt Risikoträger. Es gibt Investoren und Versicherungen, die bereit sind, diese Risiken zu finanzieren“, erklärte Doyle. Er fügte hinzu, dass Bauvorschriften die Lehren aus vergangenen Katastrophen berücksichtigen und neue Technologien zur Gefahrenbewältigung beitragen sollten.
Die Studie prognostiziert, dass „extreme Hitze, Dürre, Waldbrände und andere extreme Wetterereignisse wahrscheinlich intensiver und häufiger auftreten werden“.
Es ist interessant zu beobachten, dass Umweltprobleme wie Verschmutzung, Artensterben und gravierende Veränderungen der natürlichen Systeme der Erde an Bedeutung verloren haben. Dies zeigt, wie sich die Sorgen der politischen Entscheidungsträger gewandelt haben.
Laut dem Fazit des Berichts sind „Koalitionen der Willigen“ derzeit von entscheidender Bedeutung. Um Stärke aufzubauen und praktische Lösungen für die drängendsten Probleme der Welt zu entwickeln, müssen Regierungen, akademische Einrichtungen, Unternehmen und Bürger zusammenarbeiten.

