Deutschland zielt darauf ab, Milliarden an Krypto-Steuer einzusammeln, indem es eine wichtige Befreiung abschafft

- Berlin plant, die einjährige Haltedauer für Krypto-Vermögenswerte abzuschaffen.
- Die aktuelle Befreiung ermöglicht steuerfreie Gewinne bei langfristigen Investitionen.
- Die Steuerreform ist Teil der Bemühungen um fiskalische Konsolidierung in Deutschland.
Die Bundesregierung Deutschlands erwartet mehrere Milliarden Euro an zusätzlichen Einnahmen aus der erhöhten Besteuerung von Kryptowährungs-Gewinnen.
Die Steuerreform, die eine attraktive Befreiung beendet, fällt mit der vollständigen Durchsetzung des europäischen MiCA-Gesetzes zusammen, das den regulierten Zugang zu digitalen Vermögenswerten erweitern sollte.
Deutschland will einjährige Krypto-Haltefrist abschaffen
Die Exekutive in Berlin beabsichtigt, von deutschen Krypto-Anlegern mindestens eine Milliarde Euro pro Jahr zusätzlich einzunehmen, wie lokale Medien enthüllten.
Dies geht aus dem Entwurf des Bundeshaushalts für 2027 und dem Finanzplan bis 2030 hervor, der vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) erstellt wurde.
Der Vorschlag, dessen Auszüge diese Woche vom Finanzministerium veröffentlicht wurden, wurde bereits vom Kabinett von Kanzler Friedrich Merz genehmigt.
Darin wird offengelegt, dass „die Bekämpfung von Finanz- und Steuerkriminalität und die Einführung der Krypto-Besteuerung“ im nächsten Jahr 1 Milliarde Euro in die Staatskassen speisen sollen.
Obwohl keine detaillierte Aufschlüsselung bereitgestellt wird, liefert das Dokument zum ersten Mal eine konkrete Zahl, wie das Portal BTC Echo in einem Artikel am Mittwoch bemerkte.
Zitiert Quellen, die mit der Vorbereitung vertraut sind, bemerkte auch die führende deutsche Krypto-Nachrichtenagentur, dass das BMF erwartet, dass diese Haushaltseinnahmen in diesem Jahrzehnt 1 Milliarde Euro erreichen (über 1,14 Milliarden US-Dollar), und bemerkte:
„Diese Zahl entspricht grob den Schätzungen, die kürzlich in der Krypto-Branche umgegangen sind.“
Das Schema der Regierung reduziert sich darauf, eine Steuerbefreiung für langfristige Investitionen in Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) oder Ethereum (ETH) abzuschaffen.
Gewinne, die aus dem Verkauf solcher Vermögenswerte mehr als 12 Monate nach ihrer ursprünglichen Anschaffung resultieren, waren für Krypto-Händler in Deutschland bisher steuerfrei.
Krypto-Investitionen fallen der fiskalischen Konsolidierung zum Opfer
Berlins Absicht, die einjährige Haltefrist für Münzen abzuschaffen, ist Teil eines größeren Pakets zur fiskalischen Konsolidierung, das darauf abzielt, das Haushaltsdefizit der Bundesrepublik zu verringern.
Das BMF macht deutlich, dass die Reduzierung staatlicher Finanzhilfen und Steuervorteile, während gleichzeitig der Kampf gegen Finanz- und Steuerkriminalität verstärkt wird, ein zentraler Teil der geplanten Maßnahmen ist.
Alle diese Maßnahmen sollen insgesamt rund 6,2 Milliarden Euro (über 7 Milliarden US-Dollar) in den Bundeshaushalt 2027 einbringen. Es wird erwartet, dass etwa 3 Milliarden Euro aus der Abschaffung von Befreiungen wie dieser stammen.
Eine neue Steuer auf Einwegplastik soll weitere 1 Milliarde Euro generieren, während höhere Abgaben auf Tabak- und Alkoholprodukte jeweils 0,8 Milliarden Euro bzw. 0,4 Milliarden Euro ausmachen werden, wie der Bericht im Detail ausführt.
Steuerreform löst Kontroversen in der deutschen Politik aus
Gemäß der Initiative der Regierung werden die Erlöse aus der Veräußerung privat gehaltener Krypto-Fonds als Einkommen aus Kapitalvermögen betrachtet.
Somit werden alle Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin und ähnlichen Vermögenswerten in Zukunft steuerpflichtig sein, unabhängig davon, wie lange die Vermögenswerte vom Anleger gehalten wurden.
Der vorgeschlagene Reformentwurf muss noch von deutschen Gesetzgebern finalisiert und genehmigt werden. Die erste Lesung des Entwurfs findet voraussichtlich Anfang September statt und die zweite Mitte Dezember.
Der Schub kommt vor dem Hintergrund des kürzlichen Ablaufs der Übergangsfrist für die Umsetzung der EU-Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA).
Der umfassende pan-europäische Rahmen wird voraussichtlich schließlich den regulierten Zugang zu digitalen Vermögenswerten in der 27-Mitglieder-Europäischen Union erweitern, obwohl dies derzeit noch nicht der Fall ist.
Tatsächlich haben viele Krypto-Plattformen noch keine Lizenzen erhalten, einschließlich großer Marktteilnehmer. Deutschland hat bisher die meisten Genehmigungen gemäß MiCA ausgestellt.
Im Mai führte seine Bundesregierung eine neue Anforderung für Krypto-Diensteanbieter ein, Benutzerdaten zu sammeln und an die Steuerbehörde des Landes zu übermitteln, wie von Cryptopolitan berichtet.
Unterdessen erweist sich die Abschaffung der Haltefrist-Befreiung in der Bundesrepublik als politisch umstritten, wo ein Gesetzentwurf, der sie einführen sollte, bereits im Bundestag gestoppt wurde. Er wurde von den Grünen eingebracht.
Während die Sozialdemokratische Partei (SPD) von Finanzminister Lars Klingbeil, der Juniorpartner in der regierenden Koalition, eine Erhöhung der Krypto-Steuerlast unterstützt, hat sich das Mitte-rechts-Bündnis CDU/CSU von Kanzler Merz den vorgeschlagenen Änderungen im Allgemeinen widersetzt.
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