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Ferrari-Aktienkurs bricht ein, da die Markteinführung des 640.000 Dollar teuren Elektrofahrzeugs die Anleger hinsichtlich der Zukunft der Marke enttäuscht

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Ferrari-Aktienkurs bricht ein, da die Markteinführung des 640.000 Dollar teuren Elektrofahrzeugs die Anleger hinsichtlich der Zukunft der Marke enttäuscht.
  • Die Aktien von Ferrari fielen, nachdem das Unternehmen sein erstes vollelektrisches Auto, den Luce, vorgestellt hatte.
  • Der Luce kostet etwa 640.000 Dollar und beschleunigt in rund 2,5 Sekunden auf 60 Meilen pro Stunde.
  • Die Anleger sind besorgt, weil die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen im Luxussegment schwach ist und Konkurrenten ihre Elektropläne bereits verlangsamt haben.

Ferrari (RACE) geriet am Dienstag auf dem Markt unter Druck, nachdem das Unternehmen sein erstes vollelektrisches Auto, den Luce, vorgestellt hatte. Das 640.000 Dollar teure Modell hat bereits einen Streit darüber ausgelöst, wofür die Marke im Zeitalter der Elektromobilität überhaupt noch stehen sollte.

Die Markteinführung fand in Rom durch den italienischen Luxus-Sportwagenhersteller mit Sitz in Maranello statt. „Luce“, italienisch für „Licht“, wurde als Name gewählt, um Klarheit und Zielstrebigkeit zu symbolisieren.

Die Händlergemeinschaft hat die Entscheidung jedoch nicht uneingeschränkt begrüßt, da die an der Mailänder Börse notierten Ferrari-Aktien im Vormittagshandel nach einer leichten Erholung um 6,1 % nachgaben. Innerhalb eines Jahres haben die Aktien fast 27 % an Wert verloren.

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Der Luce ist kein traditioneller Ferrari mit seinen scharfen Kanten, dem brummenden Motor und der für die Marke typischen chaotischen Schönheit. Es handelt sich um ein völlig neues Auto mit einem neuartigen Design – was die Markteinführung für Ferrari zu einer echten Herausforderung machte.

In der Vergangenheit hatte der Hersteller angekündigt, niemals ein vollelektrisches Fahrzeug zu produzieren, sondern stattdessen auf benzinbetriebene Hybridfahrzeuge zu setzen.

Benedetto Vigna, der CEO von Ferrari, gab in Rom bekannt, dass die Entwicklung des Luce fünf Jahre in Anspruch nahm.

Nach der Präsentation bezeichnete er es als ein ernstzunehmendes Technologieprojekt und nicht nur als ein weiteres Experiment mit dem ersten Elektroauto des Unternehmens. Das Fahrzeug nutzt eigene, von Ferrari entwickelte Elektromotoren an jedem Rad und soll damit angeblich in 2,5 Sekunden auf 97 km/h beschleunigen können.

Das Unternehmen gab außerdem an, die Fahrzeugteile selbst zu fertigen, um die Reparaturen über Jahre hinweg selbst durchführen und den Wiederverkaufswert des Wagens sichern zu können. Das ist in dieser Preisklasse wichtig, denn niemand, der 640.000 Dollar zahlt, möchte ein zukünftiges Museumsstück, das nicht mehr repariert werden kann.

Aktuell ist es für große Automobilhersteller schwierig, im Bereich der Elektroautos zu agieren. Prestigeträchtige Marken wie Porsche und Lamborghini mussten ihre Elektroauto-Produktion aufgrund sinkender Nachfrage drosseln. Verschärft wird die Situation durch den zunehmenden Druck chinesischer Elektroauto-Hersteller, die mit günstigeren, schnelleren und aggressiveren Modellen konkurrieren.

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Im Internet brach ein Sturm der Entrüstung los, als hätte das Auto jemandes Großvater persönlich beleidigt. Ein Nutzer schrieb: „Ferrari hat seine Marke gerade ruiniert, genau wie Jaguar. Das Ding gehört direkt auf den Schrottplatz.“

Ein anderer Account postete: „Was ist nur los mit den europäischen Luxusautoherstellern? Erst Jaguar und jetzt Ferrari.“ (Jaguar hatte nach der Änderung seines Designs und seiner Markenbotschaft heftige Kritik einstecken müssen.)

Ein dritter Beitrag auf X lautete: „Absolute Meisterleistung im Design. Ferrari hat gerade das atemberaubende LUCE-Konzept vorgestellt, und es ist ein absoluter Gamechanger.“

Flavio Manzoni, Ferraris Chefdesigner, äußerte sich in einem Interview mit der YouTuberin Cleo Abram zu der Kritik. Nach der ersten Erwähnung sagte er, Kritik gehöre zum Entwicklungsprozess dazu. Er räumte ein, dass ein elektrischer Ferrari mit einer völlig neuen Form polarisiere, zeigte sich aber zuversichtlich, dass die Akzeptanz in den kommenden Monaten steigen werde.

Benedetto verteidigte das Design auch gegenüber CNBC, als dieser fragte, ob Ferrari sowohl neue Käufer als auch seine Stammkunden zufriedenstellen könne. Er sagte: „Sehen Sie, wenn man eine neue Technologie einführt, muss man immer ein Wort im Hinterkopf behalten: Respekt.“

Er fügte hinzu: „Respekt vor der Technologie, denn wenn man eine neue Technologie hat, muss man sicherstellen, dass diese Technologie im Design angemessen repräsentiert wird, das Design muss also anders sein.“

Laut Benedetto wird das Unternehmen seine Benzin- und Hybridfahrzeuge nicht aufgeben.

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Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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