Ein hochrangiger Mitarbeiter von Microsoft glaubt, dass künstliche Intelligenz schon bald für die meisten Menschen zum Alltag gehören wird und erklärt, dass innerhalb von fünf Jahren jeder seinen eigenen digitalen Begleiter haben wird.
Mustafa Suleyman, Leiter der Abteilung für künstliche Intelligenz bei Microsoft und ehemaliger Gründer eigener Technologieunternehmen, äußerte sich in Kommentaren auf X. Er glaubt, dass diese digitalen Begleiter die Nutzer besser verstehen können, als es die aktuelle Technologie zulässt.
Nutzer besser verstehen
„In fünf Jahren wird jeder seinen eigenen KI-Begleiter haben, der ihn so gut und persönlich kennt, dass er mit ihm zusammenleben wird sagte Suleyman .
Der Manager erklärte, diese Begleiter würden beobachten, was die Nutzer beobachten, hören, was sie hören, und ihre Lebensumstände, Vorlieben und Motivationen verstehen. Er beschrieb die Erfahrung als das Gefühl, einen Freund oder Assistenten zu haben, der ständig zur Verfügung steht, um bei wichtigen Lebensherausforderungen zu helfen.
Die Reaktionen im Internet auf seine Aussage waren gemischt. Einige zeigten sich begeistert von den bevorstehenden Entwicklungen, andere blieben skeptisch. Kirk Patrick Miller merkte an, er bevorzuge uneingeschränkte Technologie, die frei kommunizieren könne, gegenüber eingeschränkten Versionen. David Shapiro gab zu bedenken, dass ein Fünfjahreszeitraum auf ein zu langsames Entwicklungstempo hindeute. Jemand anderes glaubte, es würde schneller gehen als von Suleyman prognostiziert. Sarbjeet Johal wies auf die praktischen Aspekte hin: Solche Geräte müssten wahrscheinlich täglich aufgeladen werden und regelmäßige Updates würden Tausende kosten.
Von Inflations-KI bis Microsoft
Suleymans bisherige Arbeit gibt Aufschluss darüber, warum er sich für diese Art von Technologie interessiert. Bevor er zu Microsoft , gründete er zusammen mit Reid Hoffman und Karen Simonyan das Unternehmen Inflection AI.
Dieses Unternehmen entwickelte Pi, einen Chatbot, der nicht nur Aufgaben erledigen, sondern auch emotionale Unterstützung und Konversation bieten sollte. Das Programm legte Wert auf Empathie und Verständnis. Rund eine Million Menschen nutzten Pi täglich, bevor Suleyman und seine Kollegen 2024 zu Microsoft wechselten.
Bei Microsoft setzt sich Suleyman weiterhin für das ein, was er als humanistische Superintelligenz bezeichnet. Sein Ansatz zielt darauf ab, dass leistungsstarke Technologien mit menschlichen Werten im Einklang stehen und den Interessen der Menschen dienen. Er betont die Notwendigkeit, diese Technologien einzudämmen und klare Grenzen zu setzen, damit fortschrittliche Systeme der Menschheit helfen und nicht schaden.
Technologie hat bereits viele Bereiche der Gesellschaft durchdrungen, wie Büros, Fabriken und Arbeitsmaschinen. Suleyman glaubt jedoch, dass sie sich letztendlich auch auf persönlichere Bereiche ausdehnen und zu einem Bestandteil des Alltags werden wird.
Es bleibt die Frage, ob seine Fünfjahresprognose zutrifft oder ob die Technologie schneller als erwartet eintritt.

