Europas größte Volkswirtschaft bleibt schwach, aber im fünften Jahr nach dem Einbruch etwas weniger stark als zuvor

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Deutschland verzeichnet ein Wachstum von 1 %, doch die Wirtschaft bleibt im fünften Jahr der Stagnation schwach.
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Die Unternehmen berichten von hohen Kosten, geringer Nachfrage und schleppenden Reformen, die Investitionen und Neueinstellungen hemmen.
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Die Umfrageergebnisse zeigen, dass 22 % der Unternehmen mit einem Exportwachstum rechnen, während die Gesamtbedingungen unterdurchschnittlich bleiben.
Deutschlands, Europas größte Volkswirtschaft, steckt im fünften Jahr in Folge in einer Phase der Schwäche fest, und der sogenannte „kranke Mann Europas“ sieht Anfang 2026 einfach überall müde aus.
Laut einer neuen Wirtschaftsprognose könnte das Wachstum in diesem Jahr 1 % erreichen, was nur geringfügig über der früheren Schätzung von 0,7 % liegt, wie Daten der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) zeigen.
Helena Melnikov sagt: „Das ist zu wenig; unsere Konkurrenten sind dynamischer.“ Melnikov verweist zudem auf Zahlen, die zeigen, wie weit Deutschland seit 2019 zurückgefallen ist. Sie erklärt, die Weltwirtschaft sei in diesem Zeitraum um 19 % gewachsen.
Die US-Wirtschaft wuchs um 15 %, Italien um 6 % und Deutschland um 0,2 %. Sie fügt hinzu, dass höhere öffentliche Ausgaben für Sicherheit und Verteidigung einigen Bereichen einen kleinen Impuls geben, merkt aber auch an, dass die Auswirkungen landesweit „zu gering sind“
Eine Unternehmensumfrage zeigt, dass Firmen weiterhin Investitionen und Neueinstellungen kürzen
Eine große Umfrage des DIHK unter rund 26.000 Unternehmen zeigt, dass der Geschäftsklimaindex leicht auf 95,9 Punkte gestiegen ist. Der langfristige Durchschnitt liegt jedoch bei 110 Punkten, was den starken Vertrauensverlust verdeutlicht. Die Regierung kündigte ein 500 Milliarden Euro schweres Infrastrukturprogramm sowie neue Maßnahmen zur Förderung von Unternehmensinvestitionen an.
Trotz dieser Maßnahmen sind die Unternehmen nur geringfügig optimistischer als im Oktober. Jedes vierte Unternehmen rechnet damit, dass sich die Lage in diesem Jahr noch verschärfen wird.
Melnikov sagt: „So wie wir die Handbremse angezogen haben, kommen wir nicht aus dem Tal heraus.“ Sie drängt auf einen schnelleren Abbau von Bürokratie und niedrigere Energie- und Lohnkosten. Die Unternehmen nennen ihre größten Probleme klar. Schwache Inlandsnachfrage betrifft 59 % der Firmen. Steigende Lohnkosten betreffen ebenfalls 59 %. Unsicherheit in der Politik betrifft 58 %. Hohe Energie- und Rohstoffpreise betreffen 48 %.
Die Investitionsbereitschaft ist weiterhin gering. Nur 23 % der Unternehmen planen höhere Ausgaben, 31 % hingegen Kürzungen. Laut Melnikov liegen die privaten Investitionen noch immer 11 % unter dem Niveau vor der Pandemie. Auch die Einstellungspläne sind schwach.
Ein Viertel der Unternehmen rechnet mit Personalabbau. Nur 12 % planen, Mitarbeiter einzustellen. Ein Bereich mit etwas Hoffnung sind die Exporte. Trotz der Handelsspannungen erwarten 22 % der Unternehmen für dieses Jahr steigende Exporte – drei Prozentpunkte mehr als im Oktober.
Branchenführer warnt vor einem langfristigen Rückgang der nationalen Leistung
Ola Källenius, der Chef von Mercedes-Benz, warnt in einem Interview mit dem Spiegel eindringlich davor, dass die Wirtschaft seit zehn bis fünfzehn Jahren in die falsche Richtung entwickelt.
Er warnt außerdem davor, dass dieser lange Einbruch rechtsextremen Parteien wie der AfD mehr Unterstützung verschaffen könnte, da, wie er sagt, „die Populisten von rechts kommen werden und sie für nichts Lösungen haben“
Ola meint, Deutschland habe früher viele Probleme durchtronProduktivität kaschiert, doch dieser Vorteil sei aufgrund langsamerer Arbeitsgewohnheiten und geringerer Leistungsbereitschaft inzwischen geschwächt. Er vergleicht das Land mit einer Fußballmannschaft, die glaubt, ausreichend zu trainieren, während die Konkurrenz doppelt so hart trainiert. Zudem befürwortet er das Recht auf Teilzeitarbeit für Menschen, die Kinder oder ältere Angehörige betreuen.
Gleichzeitig sagt er, das Land brauche Menschen, die „mehr arbeiten“ oder „mehr Stunden arbeiten“, damit der „einzigartige Produktivitätsmotor“ nicht noch weiter ins Stocken gerät.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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