Die EU will als Vergeltungsmaßnahme für Trump hohe Zölle auf Boeing-Jets erheben

- Die EU plant, Boeing-Jets mit Zöllen zu belegen, falls die Handelsgespräche mit den USA scheitern.
- Am 2. April verhängte Trump Zölle in Höhe von 20 % auf EU-Exporte, die er später für 90 Tage auf 10 % senkte.
- Die EU setzte die Vergeltungszölle bis zum 14. Juli aus, warnte aber, dass weitere folgen würden, unter anderem auf Chemikalien.
Die Europäische Union bereitet sich darauf vor, Boeing-Flugzeuge mit hohen Handelsstrafen zu belegen, falls die aktuellen Gespräche mit dem Weißen Haus von Donald Trump scheitern sollten.
Brüssel wird neue Zölle auf amerikanische Zivilflugzeuge und andere wichtige Exportgüter vorschlagen und damit den Handelskrieg verschärfen, der bereits wichtige Handelswege lahmgelegt hat. Die geplanten Zölle sind Teil einer langen Liste von US-Importen im Wert von jährlich rund 100 Milliarden Euro und werden den EU-Mitgliedstaaten zur Genehmigung vorgelegt.
Laut Financial Times wird die Europäische Kommission die neuen Flugzeugzölle nur dann einführen, wenn die USA sich weigern, die bestehenden Handelsbeschränkungen zu lockern.
Die EU-Kommission benötigt noch die Zustimmung einer gewichteten Mehrheit ihrer 27 Mitgliedstaaten, damit das Gesetz in Kraft treten kann. Zwei mit der Angelegenheit vertraute Beamte gaben an, die Liste werde noch finalisiert und könne bis zur Veröffentlichung noch geringfügig geändert werden.
Trumps Zölle im April rücken Boeing ins Visier Europas
Trump führte am 2. April die jüngste Runde von Zöllen ein und belegte fast alle Waren aus der EU mit einem Zoll von 20 %. Am 9. April passte er den Zollsatz an und senkte ihn für 90 Tage auf 10 %, um den Verhandlungsführern Zeit für Fortschritte zu geben. Andere Zölle, darunter der 25-prozentige Zoll auf europäischen Stahl, Autos und Aluminium, blieben jedoch unverändert und sind weiterhin gültig.
Brüssel traf die kalkulierte Entscheidung, die Vergeltungszölle auf amerikanische Produkte im Wert von 21 Milliarden Euro bis zum 14. Juli auszusetzen, in der Hoffnung, der Diplomatie eine Chance zu geben.
Die Liste umfasste Harley-Davidson-Motorräder, Hühnerfleisch und Textilimporte. Beamte warnten jedoch, dass unmittelbar nach dem Ende der Aussetzung neue Strafmaßnahmen – nun auch für Boeing-Jets und möglicherweise chemische Produkte – in Kraft treten werden, sofern bis dahin keine Einigung erzielt wird.
Auch der europäische Pharmasektor erhielt diese Woche eine direkte Warnung. Am Montag kündigte Trump an, dass seine Regierung in den nächsten zwei Wochen neue Zölle auf Arzneimittelexporte aus Europa erheben werde.
Während die meisten Pharmaaktien nach den Nachrichten fielen, meldete Novo Nordisk, ein großes dänisches Unternehmen, besser als erwartete Ergebnisse und verzeichnete einen Kursanstieg von 4,4 %. Dennoch senkte das Unternehmen seine Prognose für 2025 und begründete dies mit der schwächeren Nachfrage nach seinem Abnehmmedikament Wegovy.
Der Stoxx 600, Europas wichtigster Aktienindex, verzeichnete am frühen Nachmittag in London einen Rückgang von 0,67 Prozent. Der Einzelhandel gab um 2,3 Prozent nach und führte damit die Verluste an.
Die Anleger beobachten weiterhin die wichtigen Gewinnberichte von Unternehmen wie BMW, Legrand, Ørsted, Pandora, Veolia, Fresenius, Siemens Healthineers, Skanska B, JD Wetherspoon, Vonovia, Delhaize und Telecom Italia.
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Jai Hamid
Jai Hamid ist Finanzjournalistin mit sechs Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale gearbeitet und dabei Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und war bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender zu sehen, um Einblicke in den Kryptomarkt zu geben.
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