Die SpielegigantentronArts (EA) und Krafton setzen stark auf generative künstliche Intelligenz (KI), um die Kreativität ihrer Mitarbeiter mithilfe dieser Technologie zu fördern. Beide Unternehmen haben angekündigt, die Technologie verstärkt in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren.
tronArts hat eine strategische Partnerschaft mit Stability AI bekannt gegeben. Laut der Mitteilung werden beide Unternehmen gemeinsam generative KI-Modelle, -Tools und -Workflows entwickeln, die die Spieleentwicklung revolutionieren werden.
Electronictronhingegen Stability AI ist vor allem für sein populäres Stable-Diffusion-Modell bekannt.
tronArts und Krafton setzen auf KI-Technologie
In der Erklärung Stability AI bekannt, dass sich die Partnerschaft auf praktische Anwendungen zur Verbesserung kreativer Arbeitsabläufe konzentrieren wird. Zu den geplanten Projekten gehört die Erstellung physikalisch basierter Rendering-Materialien (PBR) mithilfe künstlergesteuerter Workflows, beispielsweise die Generierung von 2D-Texturen mit präzisen Farben und Lichtgenauigkeit.
Die Unternehmen entwickeln außerdem KI-Systeme, die dazu dienen sollen, anhand von Vorgaben ganze 3D-Umgebungen vorzuvisualisieren.
Die Partnerschaft zielt darauf ab, schnelles Prototyping und visuelles Storytelling zu ermöglichen und gleichzeitig Künstlern die kreative Kontrolle und die Einhaltung ihrer Qualitätsstandards zu gewährleisten. „Kreativität stand schon immer im Mittelpunkt der Arbeit unserer Teams“, erklärte Kallol Mitra, VP of Creative Innovation beitronArts, in einer Stellungnahme. „Gemeinsam mit Stability AI verstärken wir diese Kreativität. Wir geben Künstlern, Designern und Entwicklern die Möglichkeit, größer zu denken und mehr zu erschaffen.“
ElectronictronArts erfolgte wenige Wochen, nachdem das Unternehmen bekannt gegeben hatte, einer durch den saudischen Staatsfonds PIF, Silver Lake und Affinity Partners im Rahmen eines 55-Milliarden-Dollar-Deals zugestimmt zu haben. Der geplante Verkauf stieß in der Gaming-Community auf Kritik, da Gamer und Branchenanalysten die potenziell hohe Verschuldung von Electronic Arts bemängeltentronAuch Senatoren äußerten Bedenken hinsichtlich möglicher ausländischer Einflussnahme und nationaler Sicherheitsrisiken.
Krafton will seine KI-Offensive im Jahr 2026 abschließen
Krafton hingegen kündigte eine umfassende Transformation zu einem KI-zentrierten Unternehmen an. Laut dem Publisher von PUBG und Subnautica will das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit auf agentenbasierte KI ausrichten, um Arbeitsabläufe zu automatisieren und Mitarbeitern zu ermöglichen, sich auf kreative Tätigkeiten und die Lösung komplexer Probleme zu konzentrieren. Das Unternehmen tätigt in diesem Zusammenhang auch diverse Investitionen, darunter 70 Milliarden US-Dollar für eine GPU-Cluster-Infrastruktur zur Unterstützung anspruchsvoller Schlussfolgerungs- und iterativer Planungsaufgaben.
Darüber hinaus plant Krafton ab 2026 jährlich fast 21 Milliarden US-Dollar für die Nutzung von KI-Tools durch die Mitarbeiter bereitzustellen – mehr als das Zehnfache des aktuellen Niveaus. Die Transformation soll in drei Phasen erfolgen: Etablierung einer KI-zentrierten Unternehmenskultur durch Lernplattformen und einen Hackathon, Innovation der Arbeitsmethoden durch Umstrukturierung des Organisationsmanagements und Schaffung neuer Wachstumschancen durch erhöhte Mitarbeitermobilität und erweiterte Aufgabenbereiche.
„Wir werden als Unternehmen, das das Wachstum seiner Mitglieder fördert und die Herausforderungsfelder der Organisation durch KI erweitert, einen großen Sprung nach vorn machen“, sagte Krafton-CEO Kim Chang-han in einer Erklärung.
Krafton plant, seine KI-Plattform und die Datenintegrationsgrundlage bis zur zweiten Hälfte des nächsten Jahres fertigzustellen und eine unternehmensweite KI-Betriebsinfrastruktur zu etablieren, um seine Wettbewerbsposition auf dem globalen Spielemarkt zu stärken. Krafton undtronArts reihen sich damit in die Riege anderer Spielehersteller ein, die auf KI setzen.

