Chinas Zentralbank bereitet einen umfassenden wirtschaftspolitischen Wandel vor

- Die chinesische Zentralbank plant, die Zinssätze im Jahr 2025 zu senken und zu einer einfacheren, traditionelleren Geldpolitik überzugehen.
- Der Yuan ist auf unter 7,3 pro Dollar gefallen, was die Belastung der chinesischen Wirtschaft trotz der Bemühungen um deren Stabilisierung verdeutlicht.
- In China stehen Aktien und Anleiherenditen unter Druck, während andere asiatische Märkte unterschiedlich auf den globalen Druck reagieren.
Die Chinesische Volksbank (PBoC) schlägt einen neuen Kurs ein und verabschiedet sich von jahrzehntelanger starrer, staatlich gelenkter Geldpolitik. Für 2025 plant sie eine bahnbrechende Zinssenkung von derzeit 1,5 %.
Offizielle Stellen Berichten zufolge eine orthodoxe Geldpolitik, wie sie von der US-amerikanischen Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank angewendet wird. Dabei werden Zinsanpassungen als wichtigstes wirtschaftspolitisches Instrument Priorität haben. Die chinesische Zentralbank (PBoC) hat bestätigt, dass sich ihre neue Strategie um den siebentägigen Reverse-Repo-Satz drehen wird.
Zinssätze werden Chinas Transformation anführen
Die chinesische Zentralbank (PBoC) setzte bisher auf unterschiedliche Zinssätze und direkte Anweisungen an die Banken zur Kreditausweitung. Dadurch konnte Peking Kredite gezielt in boomende Sektoren wie das verarbeitende Gewerbe, die Technologiebranche und den Immobiliensektor lenken. Doch der interne Druck für eine Reform wächst.
Offizielle Vertreter argumentieren, dass die alten Methoden überholt seien. Ein Vertreter der PBoC erklärte demnach, die Bank werde von „quantitativen Zielen“ für das Kreditwachstum zu einem transparenteren und effizienteren, zinsorientierten System übergehen.
Ein geeigneter Zeitpunkt für die erste Kürzung wird im Jahr 2025 erwartet. Dies ist eine direkte Reaktion auf die jahrelange, rasant steigende Verschuldung und die Überkapazitäten in Sektoren wie der Stahlindustrie, die nicht nur die heimische Wirtschaft belastet, sondern auch zu Störungen auf den globalen Märkten geführt haben.
Die Veränderungen werden nicht einfach sein. Der Zielkonflikt sorgt bereits für Spannungen, während Chinas Wirtschaft vor großen Herausforderungen steht. 2024 legte die chinesische Zentralbank (PBoC) ihr aggressivstes Konjunkturprogramm seit Beginn der Pandemie auf. Sie senkte den siebentägigen Reverse-Repo-Satz zweimal und den fünfjährigen hypothekengebundenen Zinssatz dreimal.
Diese Maßnahmen sollten den Immobilienmarkt stabilisieren und das vondent Xi Jinping angestrebte Wachstumsziel von 5 % erreichen. Ob sich dieses Wagnis auszahlen wird, bleibt abzuwarten.
Der Yuan gerät unter Druck, da die Märkte schwanken
Auch Chinas Währung steht unter starkem Druck. Der Onshore-Yuan fiel erstmals seit Ende 2023 unter die kritische Marke von 7,3 Yuan pro Dollar.
Monatelang Peking um die Verteidigung des Yuan. Die Zentralbank setzte die täglichen Referenzkurse auf über 7,2 fest, und staatliche Banken verkauften US-Dollar in großen Mengen. Doch diese Bemühungen konnten den wachsenden wirtschaftlichen Problemen nicht standhalten.
Marktbeobachter halten den Wertverfall des Yuan für unvermeidlich. Die Kluft zwischen den Renditen chinesischer Staatsanleihen und denen der USA vergrößert sich weiter, wodurch der Yuan an Attraktivität verlierttracIm Inlandshandel fiel die Währung bis auf 7,3174, bevor sie sich leicht stabilisierte, während im Offshore-Handel ein ähnlicher Rückgang zu verzeichnen war.
Chinas Immobilienkrise und die Handelsspannungen mit den USA haben das Wachstum gebremst. Trumps Drohungen mit Zöllen und das Ausbleiben einer Jahresendrallye haben den Druck zusätzlich erhöht. Das Ausbleiben der üblichen saisonalen Erholung verstärkte die Sorgen noch.
Aktienmärkte schwächeln, Anleiherenditen erreichen Tiefststände
Auch Chinas Aktienmärkte stehen unter Druck. Der CSI 300-Index fiel um 1,18 % und schloss bei 3.775,16 Punkten, womit sich der Rückgang von 2,9 % gegenüber dem Vortag fortsetzte.
Die Anleger sind verunsichert und versuchen inmitten volatiler Handelsaktivitäten, die Signale aus Peking zu deuten. Zwar legte der Hang-Seng-Index in Hongkong um moderate 0,42 % zu, doch die allgemeine Stimmung bleibt düster.
Die Renditen erreichen Rekordtiefstände: Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen fiel auf 1,598 % und die dreißigjährige auf 1,819 %. In ganz Asienreagieren die Märkte auf lokale und globale Einflüsse. Der südkoreanische Kospi-Index stieg trotz der anhaltenden politischen Turbulenzen um 1,79 %, während der australische S&P/ASX 200 um 0,60 % zulegte.
Die US-Märkte starteten unterdessen mit Verlusten ins Jahr 2025. Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 verzeichneten allesamt Kursverluste, sodass die Anleger auf die ersehnte Weihnachtsrallye verzichten mussten. Bitcoinhingegen, der zuvor ebenfalls stark gefallen war, hält sich stabil über 96.000 US-Dollar.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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