China drängt die Niederlande zur Korrektur der „Fehler“ von Nexperia angesichts zunehmender globaler Spannungen im Halbleitersektor

- China fordert die Niederlande auf, die Übernahme des Chipherstellers Nexperia rückgängig zu machen und bezeichnet das Vorgehen der Niederlande als „Fehler“, die die globalen Lieferketten für Halbleiter stören.
- Der chinesische Konzern CXMT kündigt einen Börsengang in Shanghai im Wert von 4,22 Milliarden US-Dollar an, um die heimische DRAM-Chip-Produktion anzukurbeln und die Abhängigkeit von ausländischen Anbietern zu verringern.
- Peking setzt eine neue Regelung durch, die einen 50%igen Anteil an lokal gefertigten Komponenten in chinesischen Chipfabriken vorschreibt, und übt gleichzeitig Druck auf die Niederlande im Streit um Nexperia aus.
Die Spannungen im globalen Halbleitersektor verschärfen sich, da China Druck auf die Niederlande ausübt, die Übernahme eines Chipherstellers rückgängig zu machen, und gleichzeitig seine Bemühungen um den Aufbau einer eigenen heimischen Halbleiterindustrie beschleunigt.
China forderte die Niederlande am Mittwoch auf, die aus seiner Sicht schwerwiegenden Fehler im Umgang mit einem niederländisch-chinesischen Halbleiterunternehmen zu beheben und verlangte sofortige Maßnahmen zum Schutz der weltweiten Chipfertigung.
China fordert von den Niederlanden die Korrektur der Nexperia-Übernahme
Das chinesische Handelsministerium reagierte scharf auf die Verteidigung der Regierungsentscheidung des niederländischen Wirtschaftsministers Vincent Karremans, die Kontrolle über Nexperia zu übernehmen. Ein Ministeriumssprecher erklärte, China habe den Niederlanden wiederholt mitgeteilt, dass unzulässige staatliche Eingriffe in die Geschäftstätigkeit von Nexperia die weltweite Halbleiterlieferkette geschädigt hätten, und gab den niederländischen Behörden die alleinige Schuld daran.
Laut Ministerium zeigt die Niederlande keinerlei Besorgnis und verfolgt ihren Ansatz unbeirrt weiter. Sie demonstriert keinerlei Verantwortungsgefühl gegenüber dem Schutz der globalen Halbleiter-Lieferkette und unternimmt keine wirklichen Schritte, um das Problem zu lösen.
Im vergangenen September übernahmen die Niederlande Nexperia, ein im Land tätiges Unternehmen, das dem chinesischen Konzern Wingtech gehörte. Niederländische Beamte gaben an, damit den Firmengründer daran gehindert zu haben, Know-how und Produktionsanlagen nach China zu transferieren. Gleichzeitig kritisiert Peking das Vorgehen der Niederlande und hat neue nationale Vorschriften erlassen, die Halbleiterfabriken in China verpflichten, mindestens die Hälfte ihrer Ausrüstung von lokalen Anbietern zu beziehen.
Der Streit um Nexperia fällt in eine Zeit, in der China seine Bemühungen verstärkt, eigene Chip-Produktionskapazitäten aufzubauen. Dies zeigt einen klaren Plan, sich wichtige Technologien sowohl innerhalb des Landes als auch über seine Grenzen hinaus zu sichern.
Chinesischer Chiphersteller kündigt Börsengang im Wert von 4,22 Milliarden US-Dollar an
Am Dienstag kündigte ChangXin Memory Technologies Corp, Chinas führender Hersteller von DRAM-Chips, Pläne an, durch den Verkauf von 10,6 Milliarden Aktien an die Öffentlichkeit in Shanghai 29,5 Milliarden Yuan, umgerechnet 4,22 Milliarden US-Dollar, einzunehmen.
Das Unternehmen, das im vergangenen Monat mit der Einführung seiner neuesten DDR5-DRAM-Chips südkoreanische und amerikanische Konkurrenten herausgefordert hat, plant laut am Dienstag eingereichten Dokumenten, den Erlös aus dem Aktienverkauf für die Verbesserung der Produktionslinien und den Ausbau seiner technischen Fähigkeiten zu verwenden.
Ein Teil der Gelder soll in die Entwicklung verbesserter Versionen von dynamischem Direktzugriffsspeicher (DRAM) fließen, fügte das Unternehmen hinzu.
Die Regierung unterstützte 2016 die Gründung von ChangXin Memory Technologies im Rahmen der chinesischen Bemühungen, auf dem globalen DRAM-Markt Fuß zu fassen. Derzeit wird dieser Markt von den südkoreanischen Unternehmen Samsung ElectronicstronSK Hynix sowie dem amerikanischen Unternehmen Micron Technology dominiert.
Nach neun Investitionsrunden, in denen unter anderem Alibaba und Xiaomi investierten, hat das Unternehmen vier verschiedene Generationen von DRAM-Technologie entwickelt.
Das Unternehmen hält einen geringen Anteil am Weltmarkt
ChangXin Memory Technologies betreibt drei Werke zur Herstellung von 12-Zoll-DRAM-Wafern. Zwei davon befinden sich in Peking, der Hauptsitz liegt in Hefei, einer Stadt in der Provinz Anhui im Osten Chinas.
Das Unternehmen hielt im zweiten Quartal dieses Jahres einen Marktanteil von 4 % am weltweiten DRAM- Markt. Micron, SK Hynix und Samsung kontrollierten zusammen über 90 % des Marktes, wie aus den in der Meldung enthaltenen Zahlen des Marktforschungsunternehmens Omdia hervorgeht.
Der Chiphersteller investiert große Ressourcen in den High-Bandwidth Memory, genannt HBM. Dabei handelt es sich um eine spezielle Art von DRAM, die für fortschrittliche Computerprozessoren wie die von Nvidia für KI-Programme hergestellten Grafikchips benötigt wird.
Das Unternehmen plant, ab Ende 2026 in einem neuen Verpackungswerk, das es in Shanghai, dem Wirtschaftszentrum Chinas, errichtet, mit der Herstellung von HBM-Produkten zu beginnen.
ChangXin Memory Technologies rechnet im Jahr 2025 mit einem Umsatzanstieg von bis zu 140 % gegenüber dem Vorjahr, angetrieben durch höhere Speicherpreise und gestiegene Umsätze seit Juli.
Das Unternehmen geht davon aus, dass es je nach Absatzmenge und Preisentwicklung der Wafer bereits ab 2026 Gewinne erzielen könnte. Im Jahr 2022 verzeichnete es einen Verlust von 8,32 Milliarden Yuan, im Jahr 2023 von 16,3 Milliarden Yuan und im Jahr 2024 von 7,1 Milliarden Yuan.
Laut der Einreichung verzeichnete das Unternehmen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Verlust von 2,3 Milliarden Yuan.
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