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China senkt die Energiekosten für Rechenzentren von Technologiekonzernen

VonNellius IreneNellius Irene
3 Minuten Lesezeit
China senkt die Energiekosten für Rechenzentren von Technologiekonzernen.
  • Peking bietet bis zu 50% Rabatt auf den Stromverbrauch von Rechenzentren, die in China hergestellte KI-Chips verwenden.
  • Dieser Schritt hilft großen Technologieunternehmen wie Alibaba, Tencent und ByteDance, ihre hohen Energiekosten nach dem Chipverbot von Nvidia zu senken.
  • Analysten sagen, der Plan unterstütze Chinas Bestrebungen, die eigene Chipindustrie auszubauen und die Abhängigkeit von US-Technologie zu verringern.

China senkte die Stromrechnungen für große Rechenzentren von ByteDance, Alibaba und Tencent, um die Produktion lokaler KI-Chips zu unterstützen und die Abhängigkeit von US-Technologie zu verringern.

Kommunen in einigen Provinzen des Landes bieten nun höhere Subventionen an, die die Stromkosten von Rechenzentren, die chinesische KI-Chips von Huawei und Cambricon nutzen, um bis zu 50 % senken. Offizielle Stellen erklären, dieses Programm solle dazu beitragen, die gestiegenen Energiekosten infolge des Pekinger Verbots von Nvidias KI-Chips auszugleichen. 

China bietet günstigeren Strom im Austausch für die Verwendung lokaler KI-Chips

Viele Unternehmen, die Rechenzentren und Cloud-Einrichtungen in China betreiben, haben keine andere Wahl, als lokale KI-Chips, die mehr Strom und Kühlung benötigen.

Infolgedessen stiegen die Betriebskosten im vergangenen Jahr, weshalb die Regierung beschloss, umfangreiche Subventionen anzubieten. Einige dieser neuen Subventionen sind so großzügig, dass sie die Stromkosten für fast ein ganzes Jahr decken. Dadurch können Unternehmen sparen und mehr in die KI-Forschung investieren sowie ihre Cloud-Aktivitäten ausbauen.

Aktuell sind Huawei und Cambricon die Hauptlieferanten von KI-Chips in China; ihre Produkte sind jedoch nicht so fortschrittlich oder leistungsstark wie die von Nvidia, beispielsweise der H100 oder H20. Die chinesische Regierung ist jedochtrondavon überzeugt, dass die Weiterentwicklung dieser Chips nur durch eine breitere Verbreitung im ganzen Land vorangetrieben werden kann.

Der großflächige Einsatz wird den Entwicklern helfen, Leistungsdaten zu sammeln, Produktdesigns anzupassen und die nötige Erfahrung zu gewinnen, um die Lücke zwischen lokaler und internationaler Technologie zu schließen.

China verfolgte denselben Ansatz bereits in den Bereichen Solarenergie, Telekommunikation und Elektromobilität und war damit erfolgreich, denn das Land ist heute in diesen Sektoren weltweit führend. Nun hofft China, diesen Erfolg mit KI-Chips zu wiederholen, da diese Technologie für seine zukünftige Wirtschaft und nationale Sicherheit von entscheidender Bedeutung ist.

Analysten sagen, die neue Politik werde das Vertrauen der Investoren in heimische KI-Chips stärken und mehr finanzielle Unterstützungtrac, um die Leistung schnell zu verbessern. 

Technologieunternehmen erweitern ihre KI- und Cloud-Projekte im Rahmen der neuen Energiepolitik

Da China Unternehmen, die in China hergestellte Prozessoren verwenden, nun mit günstigem Strom belohnt, haben große Unternehmen wie Tencent, Alibaba, Baidu und ByteDance begonnen, bedeutende Änderungen an ihren Geschäftstätigkeiten vorzunehmen.

Tencent Cloud unterstützt mittlerweile verschiedene chinesische Chips, und die Unternehmensführung hat erklärt, dass die geringere Abhängigkeit von ausländischen Zulieferern langfristige Vorteile mit sich bringt. Auch Alibaba und Baidu testen eigene Chipdesigns und bauen darauf basierende Cloud- und KI-Projekte aus.

Laut Technologieanalyst Charlie Dai von Forrester Research mangelt es chinesischen Chips noch immer an dertronund zuverlässigen Leistung ausländischer Chips; daher müssen viele Unternehmen beide Technologien kombinieren, um ihre Leistungsanforderungen zu erfüllen. Das Marktforschungsunternehmen Bernstein prognostiziert jedoch, dass mehr als die Hälfte aller in China verwendeten KI-Chips lokal produziert werden, verglichen mit nur 17 % im Jahr 2023.

Peking warf Nvidia zudem Verstöße gegen das Kartellrecht vor und wies chinesische Technologieunternehmen an, den Kauf bestimmter Chips, wie beispielsweise des RTX Pro 6000D, einzustellen. Darüber hinaus rieten die Behörden Unternehmen, Nvidias H2O-Prozessoren in Projekten mit Regierungs- oder öffentlichen Daten zu meiden. Dieser Schritt verdeutlicht Chinas Besorgnis um seine nationale Sicherheit im Hinblick auf ausländische Technologie und unterstreicht gleichzeitig das Vertrauen des Landes in seine heimischen Chiphersteller.

Während China die Einführung lokaler KI-Chips vorantreibt, sind die Aktienkurse von Unternehmen wie Cambricon rasant gestiegen. Huaweis Chipsparte HiSilicon hat sogar neue Versionen ihrer Ascend-KI-Chips auf den Markt gebracht und einen Dreijahresplan zur jährlichen Verdopplung der Rechenleistung angekündigt. Kleinere Start-ups wie Moore Threads, MetaX und Enflame werden ebenfalls an die Börse gehen, um Kapital für Expansion und Forschung zu beschaffen. Analysten gehen davon aus, dass die meisten von ihnen Erfolg haben werden, da ihre Gründer zuvor für führende US-Chiphersteller gearbeitet haben und daher über die nötige Erfahrung verfügen, um kalkulierte Risiken einzugehen. 

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