Zusammenfassung (TL;DR)
- SEC verkündet Urteil zum Hauptverantwortlichen des Bitconnect-Betrugs
- Die Anleger verloren 2 Milliarden Dollar an die Plattform
- Arcaro wurde von Aktivitäten im Bereich des Münzhandels ausgeschlossen
In den letzten Jahren haben die Aufsichtsbehörden mit Hochdruck daran gearbeitet, Betrüger im Krypto- und Finanzsektor insgesamt zu überführen. Die Anonymität des Marktes macht dies jedoch zu einer gewaltigen Herausforderung. Ein weiterer Erfolg für die Aufsichtsbehörden im Kampf gegen die Übeltäter im Kryptosektor: Das Urteil im Fall der US-Börsenaufsicht SEC gegen den Drahtzieher des Bitconnect-Betrugs wurde verkündet.
Bitconnect-Betrug erklärt
Laut der US-Aufsichtsbehörde wurde ein Urteil gegen den Drahtzieher des Betrugs, Glenn Marco, und das ihn unterstützende Unternehmen Future Money Ltd. erwirkt. Dieses Urteil folgt auf einentracRechtsstreit, nachdem die Aufsichtsbehörde den Verdächtigen im Bitconnect-Betrug bereits im September festgenommen hatte. Marco soll eine führende Rolle gespielt haben, da er die Plattform vielen US-Bürgern vorstellte.
Der Verdächtige hat sich auch in weiteren Anklagepunkten im Zusammenhang mit dem Betrug schuldig bekannt. Der Bitconnect-Betrug gilt in der Krypto-Branche als einer der größten Betrugsfälle aller Zeiten. Er ereignete sich 2017, als Initial Coin Offerings (ICOs) noch sehr beliebt waren. Die Betreiber von Bitconnect nutzten dies aus und betrog Anleger um insgesamt rund zwei Milliarden US-Dollar.
In ihrer Stellungnahme erwähnte die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC, dass Arco der Hauptförderer der Plattform in den Vereinigten Staaten war, eine Position, die er von August 2017 bis Januar 2018 innehatte. Er fungierte auch als Mittelsmann zwischen Investoren und anderen Förderern und gab Informationen weiter, wann immer dies möglich war.
Hauptverantwortlicher Veranstalter von Münzangeboten ausgeschlossen
Arcaros Unternehmen hat sich in allen Anklagepunkten im Zusammenhang mit dem Bitconnect-Betrug schuldig bekannt. Im Urteil wurde Arcaro die Geschäftstätigkeit und die Beteiligung an jeglichen Vertriebsaktivitäten in den Vereinigten Staaten untersagt. Darüber hinaus ist es ihm und seinem Unternehmen nunmehr verboten, Kryptowährungsangebote durchzuführen.
Obwohl das Gericht Arcaro zu einer Geldstrafe zuzüglich Zinsen und weiterer Strafen verurteilt hat, steht die genaue Höhe der Strafe, die der Kopf des Bitconnect-Betrugs zahlen muss, noch nicht fest. Neben Arcaro wurde auch der Gründer der Plattform, Satish Kimbhani, angeklagt. Die Vereinigten Staaten haben zudem angekündigt, die beschlagnahmten digitalen Vermögenswerte der Plattform zu einem festgelegten Zeitpunkt zu verrechnen.

