Bitcoin übertrifft Ethereum weiterhin – Reicht ein ETF als Katalysator aus?

Bitcoin, Bitcoin, Bitcoin. Aber was ist mit Ethereum?
Niemand kann leugnen, dass 2024 für den Gesamtmarkt extrem optimistisch war, insbesondere nach dem langen, schmerzhaften Krypto-Winter, den wir in den Jahren 2022 und 2023 dank Samuel Bankman-Fried und Hyung Do Kwon erleben mussten.
Dann kam 2024, das Jahr, das mit einem Paukenschlag begann. Gleich zu Beginn löste die US-Börsenaufsicht SEC mit der Zulassung Bitcoin-Spot-ETFs einen regelrechten Bullenmarkt aus. Bitcoin schoss daraufhin förmlich durch die Decke und brach alle bisherigen Höchststände.
Und obwohl es sich in den letzten Wochen in einer Konsolidierungsphase befand, steht es dank der rasanten institutionellen Akzeptanz durch Banken, Vermögensverwalter, Länder und Regierungen auf der ganzen Welt immer nochtronda.
Das Allzeithoch von Ethereumlag bei 4.878 US-Dollar. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels betrug der Wert 3.065 US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von über 37 % gegenüber dem Allzeithoch.
Was hält Ether zurück?
Aus irgendeinem Grund scheint der Aufwärtstrend Ethereum völlig auszusetzen zu sein. Der Kurs von Ethereumkorreliert zu 0,93 mit Bitcoin, daher sind Marktstimmungen und Kursbewegungen stark miteinander verknüpft.

Man kann also nachvollziehen, warum man erwarten kann, dass Ether sein Allzeithoch von 2021 übertreffen wird, da Bitcoin zuvor ein neues Rekordhoch erreicht hat. Auch die On-Chain -Signale sind überwiegend positiv, doch Ether bleibt unbeeindruckt.
Interessanterweise hat Ethereum jedoch nicht annähernd so stark korrigiert bzw. konsolidiert wie Bitcoin. Ethereum konnte die erzielten moderaten Gewinne halten.

Die On-Chain-Daten zeigen, dass 75 % der Inhaber aktuell im Gewinn sind, 6 % die Gewinnschwelle erreichen und nur 19 % Verluste verzeichnen. Dies bestärkt Händler und Investoren in ihrer optimistischen Haltung gegenüber ETH.
Laut wöchentlichen Daten lagen die Zuflüsse an den Börsen leicht unter den Abflüssen. Analysten werten dies als positives Signal, da es darauf hindeutet, dass Anleger ihre Bestände akkumulieren und zur langfristigen Anlage in private Wallets transferieren.
Ethereum Bullen sind zwar konstant an der Spitze, können aber immer noch nicht die nötige Kraft aufbringen, um ein Allzeithoch zu erreichen.

Technische Analyse und kurzfristige Prognosen
Ethereum konnte sich trotz aller Widrigkeiten über 3.000 US-Dollar halten. Die nächste Unterstützung liegt bei etwa 2.997 US-Dollar. Der 50-Stunden-Durchschnitt liegt aktuell über dem 200-Stunden-Durchschnitt, was kurzfristig einen leichten Aufwärtstrend andeutet.
Das Unterschreiten des 50-Stunden-Durchschnitts könnte darauf hindeuten, dass die Käufer allmählich an Stärke verlieren. Der RSI zeigt jedoch, dass weder die Käufer noch die Verkäufer die Oberhand haben.

Die Kaufaktivität hat etwas nachgelassen, und wir könnten vor Wochenschluss noch eine leichte Korrektur sehen. Betrachtet man jedoch den MACD, deutet sich ein leichter Abwärtstrend an.
Die Bären verfügen möglicherweise über deutlich mehr Grundstärke als die Bullen. Doch auch die Stärke der Bären hat nachgelassen. Es ist eine sehr ungewöhnliche und komplexe Situation.
Bullisch
Wenn der Kurs die unmittelbare Widerstandsmarke bei 3.220 US-Dollar durchbricht und sich darüber hält, könnten wir eine erneute Aufwärtsstimmung erleben.
Das nächste Kursziel liegt dann bei etwa 3.390 US-Dollar, wo möglicherweise weiterer Widerstand auftritt. Anhaltender Kaufdruck könnte ETH jedoch weiter nach oben treiben und die Marke von 3.500 US-Dollar und darüber hinaus testen.
Bärisch
Sollte der Kurs den Widerstand nicht durchbrechen und unter den 50-Stunden-Durchschnitt fallen, ist ein Rückgang in Richtung 2.997 $ wahrscheinlich. Ein Unterschreiten dieser Unterstützung könnte einen deutlichen Kurssturz mit möglichen Kurszielen bei 2.900 $ und 2.800 $ auslösen.
Berichterstattung und Analyse von Jai Hamid
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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