BIS unterstützt endlich CBDC

- Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und die Schweizerische Nationalbank wagen sich in den Bereich der digitalen Zentralbankwährung (CBDC) vor.
- Im Rahmen der Maßnahme wird geprüft, ob digitale Währungen neben den bestehenden Zahlungssystemen funktionieren können.
- Die BIZ und mehrere Zentralbanken haben ein Dokument zu den vorgeschlagenen Rechtsvorschriften für digitale Zentralbankwährungen veröffentlicht.
Das chinesische Nachrichtenportal The Paper berichtet, dass die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) mit der Schweizerischen Nationalbank zusammenarbeitet, um mit digitalen Zentralbankwährungen (CBDC) zu experimentieren.
Benoit Coeure, Leiter des BIS Innovation Hub, gab bekannt, dass das Programm noch vor Ende 2020 starten wird. Die Maßnahme soll untersuchen, ob digitale Währungen neben etablierten Zahlungssystemen funktionieren können. Coeure erklärte, dass das Innovationszentrum derzeit Pilotprojekte in Singapur, der Schweiz und Hongkong durchführt und die Strategie auf weitere europäische Länder ausweiten will.
Diese Maßnahme erfolgt, nachdem die BIZ und zahlreiche Zentralbanken eine Erklärung zu den Grundregeln für digitale Währungen veröffentlicht haben. Der Bericht mit dem Titel „Digitale Zentralbankwährungen: Grundlagen und Kernmerkmale“ betont, dass die Einführung digitaler Währungen die Finanzsicherheit nicht gefährden darf. Das Papier untersucht die Praktikabilität von CBDCs, ohne jedoch deren Ausgabe zu bestätigen.
BIS in der Vergangenheit
Dass die BIZ ein Pilotprojekt für digitale Zentralbankwährungen (CBDC) startet, kommt überraschend, da sich ihr Generaldirektor, Agustín Carstens, im Mai 2019 noch negativ über digitale Währungen geäußert hatte. In einer Rede vor den Zuhörern der irischen Zentralbank ließ er durchblicken, dass Zentralbanken keinen Nutzen in der Einführung digitaler Währungen sehen.
Das Thema digitale Zentralbankwährungen (CBDC) hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Die Debatten konzentrieren sich auf den Zugang, den Grad der Anonymität und die operative Verfügbarkeit. Zentralbanken haben Banken und anderen Finanzinstituten üblicherweise den Zugang zu digitalen Kontoformen von Zentralbankgeld eingeschränkt. Cashhingegen ist leicht zugänglich. Diese Vorgehensweise hat der Öffentlichkeit und dem Finanzsektor Vorteile gebracht und erschwert eine Änderung der bestehenden Wirtschaftsstruktur. Dennoch ebnen die Initiativen der BIZ und der Schweizerischen Nationalbank den Weg für digitale Währungen in die Zukunft.
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Martha Gardiner
Martha ist freiberufliche Autorin und hat Erfahrung im Schreiben über Finanzen, Gesundheit, Lifestyle, Mode und Schönheit. Sie hat außerdem Erfahrung im Verfassen von Kursen und Lebensläufen. Martha liest sehr gern und ist tierlieb.
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