Japans Regierungspartei forciert Krypto-ETFs und Yen-Stablecoins

- Die Liberaldemokratische Partei forderte Finanzministerin Satsuki Katayama auf, Regeln für Krypto-ETFs zu erlassen und Yen-Stablecoins zu fördern.
- Mehrere japanische Banken und Startups wetteifern um die Einführung von Yen-Stablecoins.
- JPYC brachte im Oktober 2025 Japans ersten lizenzierten Yen-Stablecoin auf den Markt.
Die japanische Liberaldemokratische Partei (LDP) übergab Finanzministerin Satsuki Katayama am Sonntag einen Vorschlag. Die LDP forderte die Schaffung eines Rechtsrahmens für den Handel mit Kryptowährungs-ETFs und die Einführung von Yen-Stablecoin-Zahlungen in ganz Asien.
Das Dokument wurde vom Blockchain-Fördergremium der LDP versandt. Darin werden Krypto-ETFs als einfaches Anlageinstrument beschrieben, das leichter zu handhaben sei als der direkte Besitz von Kryptowährungen. Die LDP-Mitglieder sind der Ansicht, dass Krypto-ETFs auf dem japanischen Markt offiziell zugelassen werden sollten.
Junchi Kanda, ein Mitglied des Gremiums, sagte Reportern, dass die Gruppe von der Regierung die Förderung von Yen-Stablecoins als Zahlungsmethode auf asiatischen Märkten wünsche.
Japanische Stablecoins sollen die Dollar-Dominanz im Land verringern
USDT, USDC und andere an den US-Dollar gekoppelte Stablecoins machen den Großteil des 315 Milliarden US-Dollar schweren Stablecoin-Marktes aus. Politiker außerhalb der USA befürchten, dass diese Token Zahlungen um inländische Banken herumleiten und so Geschäftsbanken vom grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr ausschließen könnten.
Der stellvertretende Gouverneur der Bank von Japan, Ryozo Himino, sagte letzten Monat, dass die Gestaltung des künftigen globalen Währungssystems einen „ganzheitlichen Ansatz“ erfordere und nicht eine binäre Entscheidung zwischen CBDCs und Stablecoins.
Kanda brachte die Idee ins Spiel, das Jahrestreffen der Asiatischen Entwicklungsbank (das im Mai 2027 in Tokio stattfindet) als Plattform zu nutzen, um die Politik für Yen-Stablecoins und Blockchain-Initiativen voranzutreiben.
Japanische inländische Unternehmen und Banken arbeiten an Stablecoins im Land
Das japanische Startup JPYC brachte im Oktober 2025 Japans ersten lizenzierten Yen-Stablecoin auf den Markt und hat seitdem Coins im Wert von über einer Milliarde Yen (ca. 6,3 Millionen US-Dollar) ausgegeben, wie Cryptopolitan bereits berichtete. Das Ziel des Startups ist es, innerhalb von drei Jahren eine Billion Yen (6,6 Milliarden US-Dollar) auszugeben.
Auch Japans drei größte Banken stiegen in den Stablecoin-Wettbewerb ein. Die Mitsubishi UFJ Financial Group, die Sumitomo Mitsui Financial Group und die Mizuho Financial Group kündigten Ende 2025 ein gemeinsames Stablecoin-Experiment an. Im März 2026 führten sie einen Machbarkeitsnachweis durch und testeten dabei sowohl an den Yen als auch an den Dollar gekoppelte Coins auf der Progmat-Infrastruktur. Die japanische Finanzdienstleistungsbehörde (FSA) verlieh dem Projekt den Status eines „Innovationsprojekts im Zahlungsverkehr“.
Eine vierte Initiative, EJPY, erhielt im Mai 2026 die Genehmigung der Japan Blockchain Foundation. Dieser Token basiert auf einer vertrauensbasierten (Typ III) Rechtsstruktur, die ihn von der für gängigetronZahlungsmittel geltenden Transaktionsobergrenze von 1 Million Yen befreit. Dadurch eignet er sich besser für Unternehmensabrechnungen.
Die LDP will, dass Japan Krypto-ETFs anerkennt
der Liberaldemokratischen Partei der Vorschlag Japan auf eine Stufe mit den USA und Hongkong stellen. Beide Länder erlauben bereits Krypto-ETFs, die es Anlegern ermöglichen, in digitale Vermögenswerte zu investieren, ohne die Coins direkt zu halten.
Im April billigte das japanische Kabinett einen Gesetzesentwurf zur Neuklassifizierung von Kryptowährungen als Finanzprodukt. Zuvor wurden Kryptowährungen in Japan lediglich als Zahlungsmittel behandelt. Diese Neuklassifizierung stärkt den ETF-Rahmen in dem asiatischen Land.
Katayama hat sich zu dem Vorschlag noch nicht öffentlich geäußert. Die LDP verfügt über die parlamentarische Mehrheit. Dennoch müssen alle Gesetzesänderungen das übliche Ausschuss- und Plenumsverfahren durchlaufen.
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Häufig gestellte Fragen
Was hat die japanische LDP zu Krypto-ETFs vorgeschlagen?
Die LDP legte Finanzministerin Satsuki Katayama einen Vorschlag vor, der einen Rechtsrahmen fordert, der es ermöglichen würde, Krypto-ETFs als formale Anlageinstrumente auf den japanischen Finanzmärkten zu handeln.
Warum forciert Japan die Einführung von Yen-Stablecoins?
Dollar-Stablecoins dominieren den 315 Milliarden Dollar schweren Markt für Stablecoins. Politiker befürchten, dass Dollar-Stablecoins die nationalen Banken- und Zahlungssysteme umgehen könnten. Der Vorschlag der LDP sieht Yen-Stablecoins als Gegengewicht für Zahlungen in ganz Asien vor.
Welche japanischen Unternehmen entwickeln bereits Yen-Stablecoins?
JPYC brachte im Oktober 2025 Japans ersten lizenzierten Yen-Stablecoin auf den Markt und hat seitdem über 1 Milliarde Yen ausgegeben. Mitsubishi UFJ, Sumitomo Mitsui und Mizuho starteten ein gemeinsames Proof-of-Concept-Projekt für einen Stablecoin. Die Japan Blockchain Foundation genehmigte Pläne für einen Trust-Stablecoin namens EJPY.
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Randa Moses
Randa Moses ist Redakteurin und Reporterin bei Cryptopolitan und berichtet über Technologie, KI, Robotik, Kryptowährungen, Betrug und Hackerangriffe. Sie ist seit 2017 in der Krypto-Branche tätig und arbeitete zuvor bei Forward Protocol, AmaZix und Cryptosomniac. Randa hat einen Abschluss in Elektrotechnik undtronvon der Universität Bradford.
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