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Baidu tritt mit einem 3 Milliarden Dollar schweren Börsengang seiner Chipsparte in Hongkong gegen Nvidia an.

VonNoor BazmiNoor Bazmi
3 Minuten Lesezeit
Baidu tritt mit einem 3 Milliarden Dollar schweren Börsengang seiner Chipsparte in Hongkong gegen Nvidia an.
  • Kunlunxin, die KI-Chip-Sparte von Baidu, plant nach einer erfolgreichen Kapitalbeschaffung mit einer Bewertung von 2,97 Milliarden US-Dollar einen Börsengang in Hongkong.
  • Das Unternehmen rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatz von über 490 Millionen US-Dollar, wobei mehr als die Hälfte von externen Kunden stammen soll.
  • Dieser Schritt spiegelt Chinas Bestrebungen wider, angesichts der US-Exportbeschränkungen heimische Chip-Alternativen zu entwickeln.

Kunlunxin, der Chiphersteller für Baidu, bereitet seinen Börsengang in Hongkong vor. Drei mit den Plänen vertraute Personen berichten, dass das Unternehmen die Kapitalbeschaffung gerade abgeschlossen hat und nun einen Wert von 21 Milliarden Yuan (umgerechnet 2,97 Milliarden US-Dollar) aufweist.

Der geplante Börsengang erfolgt vor dem Hintergrund, dass China seine eigene Chipindustrie ausbaut. Die USA haben den Verkauf fortschrittlicher Computerchips an China beschränkt, daher möchte Peking, dass chinesische Unternehmen eigene Versionen entwickeln. Mehrere andere chinesische Chiphersteller streben ebenfalls einen baldigen Börsengang an.

Das Interesse von Investoren an KI-Chip-Unternehmen ist derzeit groß. Am Freitag startete Moore Threads den Handel an der Shanghaier Börse, und der Aktienkurs stieg auf mehr als das Fünffache des Ausgabepreises. Moore Threads stellt Grafikprozessoren her, die Systeme der künstlichen Intelligenz antreiben.

Laut Dokumenten, die Reuters einsehen konnte, will Kunlunxin den Aktienverkauf bis Anfang 2027 abschließen. Zwei mit der Situation vertraute Personen gaben an, das Unternehmen plane, die Unterlagen bereits im ersten Quartal 2026 bei der Hongkonger Börse einzureichen.

Jüngste Finanzierungsrunde steigert Bewertung

Kunlunxin hat seine jüngste Finanzierungsrunde innerhalb der letzten sechs Monate abgeschlossen. Laut drei verschiedenen Quellen erhielt das Unternehmen mehr als zwei Milliarden Yuan von einem Investmentfonds von China Mobile und weiteren privaten Geldgebern. Diese Finanzierungsrunde bewertete das Unternehmen mit rund 21 Milliarden Yuan, was deutlich über den 18 Milliarden Yuan der vorherigen Finanzierungsrunde liegt.

Die Personen, die diese Informationen weitergegeben haben, baten darum, nicht namentlich genannt zu werden, da das Unternehmen sie noch nicht öffentlich gemacht hat.

Warum drängen chinesische Chiphersteller so dringend an die Börse? Die heimische Chipproduktion ist für China von großer Bedeutung, da die US-Regierung den Verkauf von Nvidias neuesten Chips an chinesische Käufer blockiert hat. Kunlunxin reiht sich in die Riege anderer chinesischer Chiphersteller ein, die Aktien an die Börse bringen wollen. Nach dem Börsengang von Moore Threads dürfte in den nächsten Wochen auch MetaX folgen. Biren Technology, das von den USA auf eine schwarze Liste gesetzt wurde, plant ebenfalls einen Börsengang in Hongkong.

Baidu gründete Kunlunxin 2012 als internes Team zur Entwicklung von KI-Chips. Die Einheit agiert mittlerweile eigenständig, Baidu hält jedoch weiterhin die Mehrheitsanteile. Anfangs produzierte Kunlunxin ausschließlich Chips für Baidu. In den letzten zwei Jahren hat das Unternehmen jedoch begonnen, auch andere Kunden zu beliefern, da chinesische Technologiekonzerne ihre Abhängigkeit von ausländischen Chips reduzieren.

Die Investitionsdokumente zeigen, dass Kunlunxin in diesem Jahr mit einem Umsatz von über 3,5 Milliarden Yuan rechnet und keine Verluste verzeichnen will. Im Vorjahr (2024) hatte das Unternehmen bei einem Umsatz von rund 2 Milliarden Yuan einen Verlust von etwa 200 Millionen Yuan erwirtschaftet. In diesem Jahr soll mehr als die Hälfte des Umsatzes aus dem Verkauf an externe Kunden stammen, so zwei Quellen.

Die neueste Produktlinie gewinnt an trac

Der beste Chip des Unternehmens, der P800, verkauft sich dieses Jahr sehr gut. Hauptabnehmer sind staatliche Unternehmen und Regierungsbehörden, die Rechenzentren aufbauen. Letzten Monat präsentierte Kunlunxin zwei neue Chipprodukte. Der M100 ist auf die Ausführung von KI-Programmen spezialisiert und soll Anfang 2026 auf den Markt kommen. Der M300 kann KI-Systeme sowohl trainieren als auch ausführen und ist für Anfang 2027 geplant.

Als am Freitag die Nachricht von den Börsenplänen bekannt wurde, stieg der Aktienkurs von Baidu in Hongkong um bis zu 7,8 %. Der Anstieg der Börsengänge in Hongkong spiegelt einen breiteren Trend wider: den asiatischen Finanzplatz für ihren Börsengang

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