Australiens Pensionsriese mit einem Volumen von 400 Milliarden A$ blickt aufgrund von KI pessimistisch auf die globalen Aktienmärkte.

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Der australische Pensionsfonds AustralianSuper mit einem Volumen von 400 Milliarden A$ plant, seine globalen Aktienbestände zu reduzieren, da die KI-getriebene Rallye in den USA überhitzt erscheint.
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John Normand warnte davor, dass Verschuldungsgrad, Kapitalbeschaffung und Bewertungen von Hightech-Unternehmen zu schnell steigen, da die US-Notenbank Fed voraussichtlich im Jahr 2027 ihre Geldpolitik straffen wird.
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Auch britische und kanadische Pensionsfonds reduzieren ihr Engagement in US-amerikanischen Megacap-Technologieunternehmen aufgrund von Konzentrationsrisiken.
Australiens größter Pensionsfonds zieht sich im nächsten Jahr von globalen Aktien zurück, und das mit ernster Miene, weil der KI-Boom auf dem US-Markt endlich Warnsignale aussendet.
John Normand, der beim australischen Superannuation-Fonds AustralianSuper mit einem Vermögen von 400 Milliarden Dollar die Anlagestrategie leitet, sagte, der Fonds bereite sich darauf vor, sein Engagement in börsennotierten Aktien zu reduzieren, nachdem die Bewertungen weit über ihre historischen Grenzen hinaus gestiegen seien.
Er wies außerdem auf den starken Anstieg der Fremdkapitalaufnahme zur Finanzierung von KI-Projekten und den rasanten Geldfluss durch Deals, Venture-Runden und Börsengänge hin.
Normand sagte, dieser Wandel komme, weil der KI-Zyklus ein spätes Stadium erreiche, während die Federal Reserve voraussichtlich im Jahr 2027 mit einer Straffung der Geldpolitik beginnen werde, was seiner Ansicht nach eine schwierige Mischung für Aktien darstelle.
Diese Kommentare fielen in eine Zeit, in der der Nasdaq Composite in diesem Jahr um rund 19 Prozent gestiegen war, nach Zuwächsen von 43 bzw. 29 Prozent in den beiden Vorjahren. Anleger am gesamten Markt munkeln, dass die enormen Investitionen in KI einige Technologieaktien auf ein Niveau getrieben haben könnten, das niemand als gesund bezeichnen kann.
Und Normand ignoriert die Zahlen nicht. Nvidia hat sich seit seinem Tiefststand im April verdoppelt, nachdem Präsidentdent Trump seinen „Tag der Befreiung“-Zollplan vorgestellt hatte, und die Aktie liegt im laufenden Jahr immer noch über 30 Prozent im Plus, mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 43. Alphabet ist um rund 60 Prozent gestiegen und wird mit dem etwa 30-Fachen des Gewinns gehandelt.
Die Verschiebung der globalen Technologiepräsenz beobachten
Normand sagte, die wichtigsten Aktienindizes der Welt würden mittlerweile von US-amerikanischen Unternehmen dominiert, insbesondere von großen Technologie- und KI-Unternehmen. Allein die „Magnificent Seven“ machen rund ein Viertel des MSCI World Index aus.
Im Portfolio von AustralianSuper stellen internationale Aktien mit einem Übergewicht von 3 Prozentpunkten über der Benchmark weiterhin die größte Übergewichtung dar. Normand erklärte jedoch, er habe bereits seit Oktober damit begonnen, die Auslandsaktienquote des Fonds anzupassen, indem er mehr börsennotierte Infrastrukturwerte hinzufügte.
Er sagte, er sehe KI-Aktien noch nicht in einer Blase, aber das Risiko steige schnell genug, dass er jetzt handeln müsse, anstatt auf einen Zusammenbruch zu warten.
Auch andere große Pensionsfonds schlagen denselben Weg ein. Mehrere britische Pensionskassen haben begonnen, ihre Positionen in US-Aktien zu reduzieren, da sie die zunehmende Abhängigkeit des Marktes von einer kleinen Gruppe von Megacap-Technologieunternehmen mit Sorge betrachten.
Einige Fonds verlagern ihre Investitionen in neue Regionen, während andere ihre Portfolios gegen plötzliche Kursverluste absichern. John Graham, CEO des kanadischen CPPIB, äußerte sich besorgt über das Konzentrationsrisiko bei US-Aktien und räumte ein, dass der 777,5 Milliarden kanadische Dollar schwere Fonds KI in seiner US-Allokation bewusst untergewichtet.
Vorbereitung auf Private Equity und Preisrisiken bei Anleihen
Normand erklärte, er gehe davon aus, dass AustralianSuper sein Engagement im Private-Equity-Bereich bis 2026 ausweiten werde. Er führte aus, dass die in den letzten Jahren gestiegenen Zinsen das Transaktionsgeschäft verlangsamt, die an die Investoren zurückgeflossenen cash reduziert und viele Marktteilnehmer dazu veranlasst hätten, ihre Engagements zu verringern.
Er glaubt, 2026 könnte einen Wendepunkt markieren und sagt: „Ich denke, nächstes Jahr wird das Jahr sein, in dem Private Equity bis Ende 2026 mehr Rendite abwirft als börsennotierte Aktien, und das wird eine große Veränderung sein.“ Private-Equity-Firmen sammelten in den zwölf Monaten bis Juni lediglich 592 Milliarden US-Dollar ein – ihr schwächstes Ergebnis seit sieben Jahren.
Er warnte zudem vor einer seiner Ansicht nach „grundlegenden Schwachstelle“ des Anleihemarktes. Investoren preisen seiner Meinung nach lediglich eine Zinserhöhung der Fed um einen Viertelprozentpunkt im Jahr 2027 ein, doch vergangene Zyklen zeigten, dass die Zentralbank nach einer Lockerung der Geldpolitik die Zinsen oft um mehr als diesen Wert anhebt.
Normand erklärte , dass bei einer Marktanpassung die teuersten Vermögenswerte am stärksten betroffen sein werden. Diese kostspieligen Bereiche konzentrierten sich in der Regel auf den Technologiesektor und das Thema KI – das bedeute aber nicht das Ende der Geschichte, sondern lediglich, dass man sich der Risiken, mit denen man umgeht, bewusst sein müsse.
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