Apples Prognosen für 2025 verschleiern die tatsächlichen Vorgänge in den Vorbereitungen auf die Zeit nach Cook

- Apple erreichte im Geschäftsjahr 2025 einen Marktwert von 4 Billionen US-Dollar und erzielte einen Umsatz von 416 Milliarden US-Dollar.
- Tim Cook bereitet Berichten zufolge Hardware-Chef John Ternus auf die Nachfolge als CEO vor, wobei ein potenzieller Übergang bereits 2026 nach 14 Jahren an der Spitze des Unternehmens erfolgen könnte
- Der nächste CEO wird ein Unternehmen mit beispiellosen Erfolgen erben, muss aber die KI-Konkurrenz von Rivalen wie Meta und Google bewältigen und gleichzeitig die Innovationserwartungen der Wall Street im Zaum halten
Apple schloss ein herausragendes Jahr mit Rekordumsätzen und einem historischen Marktwert ab, doch der Technologiegigant muss nun eine Welle von Führungsabgängen bewältigen, die seine zukünftige Ausrichtung verändern könnten.
Der iPhone-Hersteller erwirtschaftete dieses Jahr allein mit seiner Services-Sparte 109,2 Milliarden US-Dollar und steigerte seinen Gesamtwert damit auf über 4 Billionen US-Dollar. Apple ist damit erst das zweite Unternehmen überhaupt, das diese Marke erreicht hat und gehört neben Nvidia zu einem exklusiven Kreis. Doch hinter den Kulissenmüssen mehrere Schlüsselfiguren das Unternehmen verlassen.
Jeff Williams, der als Finanzvorstand tätig war, ist aus dem Unternehmen ausgeschieden. Sein Weggang ist bedeutsam, da er innerhalb von Apple als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge von Tim Cook als CEO galt. Zwei weitere langjährige Führungskräfte verlassen das Unternehmen ebenfalls. Lisa Jackson, zuständig für Regierungsbeziehungen, plant, Ende Januar in den Ruhestand zu gehen. Kate Adams, die Chefjuristin des Unternehmens, wird Ende 2026 ausscheiden.
Die Veränderungen gehen weiter. John Giannandrea, Leiter der KI-Abteilung von Apple, tritt zurück. Sein Nachfolger wird Amar Subramanya, der zuvor bei Google und Microsoft an KI-Projekten gearbeitet hat. Alan Dye, Vizepräsidentdent Schwerpunkt Design, verließ Apple, um die Leitung eines neuen Designstudios bei Metas Reality Labs zu übernehmen.
Cook bereitet seinen Nachfolger vor
Diese Schritte erfolgen vor dem Hintergrund, dass Cook John Ternus, einen Senior Vice President,dent die Hardwareentwicklung leitet, offenbar als seinen Nachfolger aufbaut, sobald er selbst zurücktritt. Die Financial Times berichtete, Cook könnte bereits Anfang 2026 ausscheiden, doch Bloomberg-Reporter Mark Gurman zufolge steht noch kein konkreter Termin fest.
Cook übernahm vor 14 Jahren die Leitung von Apple, als Firmengründer Steve Jobs starb. Jobs hatte Apple nach seiner Rückkehr 1997, die auf seine Entlassung 1985 folgte, vor dem drohenden Zusammenbruch bewahrt. Anschließend brachte er eine Reihe von Erfolgsprodukten wie den iPod und das iPhone auf den Markt, die das Unternehmen grundlegend veränderten.
Seit Cook 1998 zu Apple kam und später CEO wurde, hat er diese positive Entwicklung fortgesetzt. Unter seiner Führung brachte Apple die Apple Watch und die AirPods auf den Markt. Das Dienstleistungsgeschäft des Unternehmens erlebte einen rasanten Aufschwung. Cook trieb Apple außerdem dazu an, eigene Computerchips zu entwickeln und einzusetzen, wodurch das Unternehmen mehr Kontrolle über die Funktionsweise seiner Geräte erlangte.
Cooks Verhandlungsgeschick half Apple, mehrere schwierige Situationen zu überstehen. Das Unternehmen geriet mit dem Justizministerium aneinander, bewältigte die Pandemie und meisterte die Handelsspannungen mit China unter Präsidentdent . Schließlich entschied Trump, keine Zölle auf Smartphones und einige andere Technologieprodukte aus China zu erheben.
Diese Entscheidungen zahlten sich für die Aktionäre aus. Apples Marktkapitalisierung stieg von 1 Billion US-Dollar im Jahr 2018 auf 4 Billionen US-Dollar in diesem Jahr. Der Gesamtumsatz kletterte im Geschäftsjahr 2025 auf 416 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 391 Milliarden US-Dollar im Vorjahr.
Wichtige Produktaktualisierungen stehen bevor
Apple bereitet umfangreiche Produktaktualisierungen vor. Laut Gurman plant das Unternehmen, sein erstes faltbares iPhone in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf den Markt zu bringen. Dies könnte die iPhone-Verkäufe sogar noch über die aktuellen Rekordwerte hinaus steigern. Apple arbeitet außerdem an einem günstigeren MacBook-Modell, um seine Laptops einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Ein Budget-Laptop mag zwar pro Verkauf weniger Gewinn abwerfen, könnte aber neue Kunden gewinnen, die dann Apples Abonnementdienste nutzen.
Wer auch immer Cooks Nachfolger wird, übernimmt ein Unternehmen auf dem Höhepunkt seines Erfolgs. Zwar haben sich die Smartphone-Verkäufe insgesamt verlangsamt, doch Apple profitiert weiterhin von Hunderten Millionen Kunden, die ihre Geräte regelmäßig aktualisieren und zunehmend für Apple-Dienste bezahlen.
Auch der nächste Marktführer wird vor Herausforderungen stehen. Investoren erwarten von Apple weitere Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz. Das Unternehmen muss seine verbesserte Siri-Version präsentieren. Zudem muss sich Apple im Bereich der Datenbrillen gegen Meta, Google und Samsung behaupten. Meta bietet bereits zwei verschiedene Modelle von Datenbrillen an, und auch Google und Samsung entwickeln eigene Modelle.
Cook bleibt vorerst im Amt. Ob sich das nächstes Jahr ändert, bleibt abzuwarten.
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