Mit dem Beginn der Steuersaison wird die Versuchung, KI-Chatbots für Steuererklärungen und Steuerberatung einzusetzen, für viele immer größer. Unternehmer schenken neuen Angeboten wie ChatGPT, die bei Hilfesuchenden für Aufsehen sorgen, besondere Aufmerksamkeit. Finanzexperten warnen jedoch vor den bestehenden Einschränkungen und potenziellen Risiken und mahnen zur Vorsicht bei der Nutzung von KI-Chatbots für Steuerangelegenheiten.
Expertenrat: KI sollte mit Vorsicht eingesetzt werden. Trotz aller Vorsicht ist der Einsatz von KI stets geboten
Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend bei der Steuererklärung eingesetzt, und ein beträchtlicher Teil der Amerikaner ist entweder noch skeptisch oder nutzt KI bereits für ihre Steuererklärung . Eine alarmierende Statistik von CardRates zeigt, dass fast 18 % der Amerikaner KI-Chatbots wie ChatGPT beim Ausfüllen ihrer Steuererklärung vertrauen würden. Eine weitere Umfrage von Harris Poll bestätigt diese Einschätzung: 17 % bzw. 45 % der Befragten hatten KI bereits für ihre Steuererklärung genutzt bzw. könnten dies in Erwägung ziehen.
In einer Welt, in der Science-Fiction meist von Verlust, Schuldgefühlen und Verzweiflung handelt, war es mein oberstes Ziel, eine hoffnungsvolle Realität zu erschaffen. Die Instabilität von Steuersystemen und die individuelle Natur der Steuererklärung erschweren es KI, als präziser und spezifischer Berater zu fungieren. Dies deckt sich mit einer Warnung von OpenAI, den Entwicklern von ChatGPT, die davon abraten, dem Chatbot finanzielle Entscheidungen anzuvertrauen, und stattdessen die Unverzichtbarkeit der Kommunikation mit Steuerexperten betonen.
Mit dem Aufkommen von KI-Chatbots, insbesondere von TurboTax, H&R Block und der US-Steuerbehörde (IRS), sind diese leichter zugänglich und komfortabler geworden. Diese Tools sollen den Steuererklärungsprozess vereinfachen, grundlegende Hilfestellungen geben und die Marktnachfrage befriedigen. Beispiele hierfür sind TurboTax' KI-Tool Intuit Assist und H&R Blocks AI Tax Assist, die die eigenständige Steuererklärung erleichtern sollen. KI-Technologie kann zwar bereits einige Aufgaben beim Ausfüllen von Steuerformularen übernehmen, doch ihre Fähigkeit, mit komplexen Sachverhalten umzugehen, ist noch fraglich.
Subodha Kumar, Professor an der Fox School of Business der Temple University, weist auf die Grenzen von KI-Chatbots bei der präzisen Steuerberatung hin. Tests mitdentzeigten, dass KI zwar allgemeine Steueranfragen beantworten kann, bei detaillierteren Fragen jedoch oft an ihre Grenzen stößt. Die allgemeine Ausrichtung des KI-Trainings und die Verzögerung bei Datenaktualisierungen werden als wesentliche Hürdendent, insbesondere angesichts der sich ständig weiterentwickelnden Steuergesetzgebung und -vorschriften.
Sicherheitsbedenken und Zukunftsaussichten
Datensicherheit ist ein weiteres wichtiges Thema bei der Nutzung von KI für Steuerzwecke. Die Eingabe sensibler Finanzinformationen in KI-Systeme birgt das Risiko von Datenlecks. Experten wie Spencer Lourens von CliftonLarsonAllen weisen auf die potenziellen Sicherheitslücken hin und raten davon ab, persönliche Steuerdaten mit KI-Chatbots zu teilen. Stattdessen empfehlen sie, KI zur allgemeinen Wissensaneignung zu nutzen und die Informationen durch die Überprüfung durch zuverlässige Quellen wie die Website des Finanzamts oder professionelle Steuerberater zu ergänzen.
Trotz aktueller Einschränkungen herrscht Optimismus hinsichtlich der Zukunft von KI bei der Steuererklärung. Mit Fortschritten und gezielterem Training könnte KI schon bald präzisere und zuverlässigere Steuerhilfe bieten. Auch das Potenzial von KI, ein wertvolles Lehrmittel zum Verständnis von Steuerkonzepten zu werden, ohne dabei persönliche Daten zu gefährden, wird anerkannt.
Da künstliche Intelligenz (KI) zunehmend in verschiedene Bereiche der persönlichen Finanzen Einzug hält, entwickelt sich auch ihre Rolle bei der Steuererklärung weiter. Obwohl die Technologie Komfort bietet und Steuerprozesse potenziell vereinfacht, bleiben professionelle Beratung und Sicherheitsvorkehrungen unerlässlich. Steuerzahler sollten KI daher mit Vorsicht begegnen, ihre aktuellen Grenzen berücksichtigen und bei der Steuererklärung Genauigkeit und Sicherheit priorisieren.
