Wie die US-Arbeitsmarktdaten den Hochzinsansatz der Fed stützen

- Das Beschäftigungswachstum in den USA im November übertraf die Erwartungen und bestärkte damit die Hochzinspolitik der Federal Reserve.
- Der Rückgang der Arbeitslosenquote auf 3,7 % deutet auftronArbeitsmarkt hin und dämpft die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen.
- Anhaltendes Lohnwachstum und breite Beschäftigungszuwächse in verschiedenen Branchen unterstützen den Fokus der Fed auf die Inflationsbekämpfung.
Im jüngsten Wirtschaftsupdate wurde bekannt, dass US-Arbeitgeber im November beachtliche 199.000 neue Stellen geschaffen haben. Dies bedeutet einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vormonat und untermauert die Ansicht der Federal Reserve , dass die Wirtschaft widerstandsfähig genug ist, um hohe Zinssätze zu verkraften.
Dieser sprunghafte Anstieg bei der Schaffung von Arbeitsplätzen, der den Zuwachs von 150.000 Stellen im Vormonat übertrifft, bestätigt die Stärke des Arbeitsmarktes. Gleichzeitig ist die US-Arbeitslosenquote laut Angaben des Bureau of Labor Statistics von 3,9 Prozent auf 3,7 Prozent gesunken.
Der Arbeitsmarkt im November: Ein Zeichen der Widerstandsfähigkeit
Der Anstieg der Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft, der die Prognosen übertraf, ist ein deutliches Zeichen für die Stärke des Arbeitsmarktes. Diese Entwicklung hat die Hoffnungen der Anleger gedämpft, dass die US-Notenbank Federal Reserve bereits im Frühjahr mit Zinssenkungen beginnen würde.
Anfang der Woche spiegelte der steigende Goldpreis die Erwartungen der Händler hinsichtlich Zinssenkungen im nächsten Jahr wider, diese Erwartungen wurden jedoch inzwischen revidiert.
Die Futuresmärkte haben in der Folge die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte im März von der Zielspanne der Fed von 5,25 bis 5,5 Prozent reduziert.
Trotz dieser Veränderungen wird für Mai weiterhin mit niedrigeren Zinssätzen gerechnet, auch wenn Ökonomen davon ausgehen, dass die Kreditkosten bis zur zweiten Jahreshälfte stabil bleiben werden.
Die robusten Einstellungsdaten vom November bestärken die Annahme, dass die Fed eine sogenannte „sanfte Landung“ schaffen und die Inflation eindämmen könnte, ohne eine Rezession auszulösen.
Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank Federal Reserve (FOMC) trifft sich nächste Woche in Washington. Es wird erwartet, dass der Leitzins beibehalten wird. Vertreter der Zentralbank haben wiederholt erklärt, dass Zinssenkungen trotz sinkender Inflationsraten derzeit nicht geplant sind.
Die anhaltende Schwäche des Arbeitsmarktes trotz aufeinanderfolgender Zinserhöhungen war ein entscheidender Faktor für diese Haltung. „Die Fed muss eine Disinflation und eine Abschwächung der Wirtschaftsdaten, insbesondere des Arbeitsmarktes, sehen, um zu handeln“, bemerkte Eric Winograd, Ökonom bei AllianceBernstein.
Lohnwachstum und Branchentrends: Schlüsselfaktoren für die politischen Entscheidungen der Fed
Die Arbeitsmarktzahlen vom November zeigen, dass die durchschnittlichen Stundenlöhne im Monatsvergleich um 0,4 Prozent und im Jahresvergleich um 4 Prozent gestiegen sind – Werte, die deutlich über den Erwartungen der Zentralbank liegen. Diese Statistiken sind von entscheidender Bedeutung, da die US-Notenbank das Lohnwachstum an ihrem Ziel, die Inflation bei stabilen 2 Prozent zu halten, ausrichten will.
Die Beschäftigungszuwächse waren breit gefächert und erstreckten sich auf die meisten Branchen, wobei ein deutlicher Rückgang bei IT-Berufen zu verzeichnen war. Die Rückkehr gut bezahlter Automobilarbeiter an die Produktionslinien nach einem sechswöchigen Streik hatte einen signifikanten Einfluss auf die Beschäftigungszahlen.
„Ohne die Auswirkungen des Streiks wären die Lohnsummen eher bei 170.000 gelegen, aber man müsste dann auch die 150.000 vom Vormonat auf rund 180.000 anheben“, erklärte Thomas Simons, US-Ökonom bei Jefferies.
Nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen stiegen die Renditen von US-Staatsanleihen. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen, die eng mit den Zinserwartungen korreliert, schnellte auf 4,73 Prozent – den höchsten Stand seit Dezember –, während die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um 0,11 Prozentpunkte auf 4,24 Prozent zulegte.
Der US-Aktienmarkt eröffnete am Freitag schwächer, drehte aber nachtronDaten zum Verbrauchervertrauen ins Plus. Der S&P 500 und der Nasdaq Composite legten im Vormittagshandel jeweils um 0,2 Prozent zu.
Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten unterstreichen die Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarktes und bestätigen den Kurs der Federal Reserve, die Zinsen hoch zu halten. Diese Situation stellt die politischen Entscheidungsträger vor eine komplexe Herausforderung: Sie müssen die Inflation eindämmen, ohne das Wirtschaftswachstum zu bremsen.
Während die Fed weiterhin in diesen schwierigen wirtschaftlichen Gewässern navigiert, wird die Robustheit des Arbeitsmarktes ein Schlüsselfaktor für die Bestimmung des künftigen Kurses der US-Geldpolitik sein.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
















