Ein Ausschuss des US-Repräsentantenhauses beantragt eine verlängerte Frist für Stellungnahmen zum vorgeschlagenen Regelwerk des CFPB für digitale Vermögenswerte

- Die Führungsriege des US-Repräsentantenhauses fordert mehr Zeit für die Überprüfung einer CFPB-Regelung, die digitale Vermögenswerte betrifft, da die Auswirkungen auf Kryptobörsen unklar sind.
- Sie befürchten, dass die Regelung Peer-to-Peer-Kryptotransaktionen über digitale Geldbörsen behindern könnte, die für die Branche unerlässlich sind.
- Eine Interessenvertretung für Kryptowährungen schlägt vor, dass der Kongress möglicherweise besser regulieren könnte als das CFPB, wobei mögliche Änderungen im Jahr 2024 Auswirkungen auf die Regeln für digitale Vermögenswerte haben könnten.
In einem an den Direktor des Consumer Financial Protection Bureau (CFPB), Rohit Chopra, gerichteten Schreiben haben führende Mitglieder des Finanzausschusses des US-Repräsentantenhauses und des Unterausschusses für digitale Vermögenswerte, Finanztechnologie und Inklusion eine verlängerte Frist für Stellungnahmen zu der vom CFPB vorgeschlagenen Regelung gefordert.
Die Gesetzgeber äußerten Bedenken hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen der Regelung auf den Bereich der digitalen Vermögenswerte, wobei sie sich insbesondere auf deren Klarheit und die Implikationen für Kryptobörsen konzentrierten.
Unklare Auswirkungen auf den Bereich digitaler Vermögenswerte
Die Abgeordneten Patrick McHenry, Mike Flood und French Hill haben hinterfragt, wie der Vorschlag des CFPB vom November 2023 auf Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte anwendbar sein würde. Die Regelung des CFPB zielt darauf ab, seine Aufsichtsbefugnisse über Einlageninstitute auszuweiten, indem digitale Vermögenswerte in die defivon „Fonds“ einbezogen und digitale Geldbörsen ins Visier genommen werden.
In ihrem Schreibenbetonten die Abgeordneten die mangelnde Klarheit hinsichtlich der Auswirkungen der vorgeschlagenen Regelung auf Kryptobörsen. Sie äußerten Bedenken, dass diese Unsicherheit Unternehmen davon abhalten könnte, Peer-to-Peer-Transaktionen über auf ihren Plattformen gehostete Wallets zu ermöglichen. In dem Schreiben forderten sie eine zusätzliche 60-tägige Frist für Stellungnahmen, um Feedback zu den potenziellen Auswirkungen der Regulierung auf die Digital-Asset-Branche zu erhalten.
Die Vertreter betonten die Bedeutung von Peer-to-Peer-Transaktionen über „selbstgehostete Wallets“ im Ökosystem digitaler Vermögenswerte, da dadurch das Risiko durch Dritte eliminiert wird. Sie argumentierten, dass die Erfassung von Anbietern digitaler Wallets, die keine dauerhafte Beziehung zu ihren Kunden pflegen, regulatorische Risiken mit sich bringen könnte, die Innovation und Entwicklung innerhalb der Branche behindern würden.
Der Brief schloss mit einem Appell an das CFPB, von einer so weiten defides Geltungsbereichs der Regel abzusehen, und wies auf die potenziellen Folgen hin, die dies für den Bereich der digitalen Vermögenswerte haben könnte.
Bedenken, die auch von einer Krypto-Interessengruppe geäußert wurden
Der Crypto Council for Innovation, eine einflussreiche Interessenvertretung der Digital-Asset-Branche, äußerte Anfang des Jahres seine „tiefen Bedenken“ hinsichtlich der Auswirkungen der vorgeschlagenen Regelung. Die Gruppe argumentierte, dass die Regulierung die regulatorische Fragmentierung im Kryptobereich verstärken könnte.
Darüber hinaus ließ der Crypto Council for Innovation durchblicken, dass es möglicherweisedent sei, auf die Schaffung eines geeigneten Regulierungsrahmens durch den Kongress zu warten, anstatt die Befugnisse des CFPB auf digitale Vermögenswerte auszuweiten.
Der Zeitpunkt dieser Entwicklungen ist angesichts der aktuellen politischen Lage in den Vereinigten Staaten bemerkenswert. Der Abgeordnete Patrick McHenry, Vorsitzender des Finanzausschusses des Repräsentantenhauses, gab im Dezember 2023 bekannt, dass er sich nicht für eine neue Amtszeit ab Januar 2025 zur Wiederwahl stellen werde.
Darüber hinaus gehen viele politische Analysten davon aus, dass die Mehrheitsverhältnisse im US-Repräsentantenhaus bei den anstehenden Wahlen 2024 hart umkämpft sein könnten, da alle 435 Sitze neu vergeben werden. Das Ergebnis dieser Wahlen könnte die regulatorischen Rahmenbedingungen für digitale Vermögenswerte und Finanztechnologie erheblich beeinflussen.
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